Autorin: Stephenie Meyer
Originaltitel: New Moon
Reihe: The Twilight Saga, Band 2
Verlag: Carlsen
Format: Hardcover
Seiten: 558
ISBN: 978-3551581617
Erschienen: 2007
Preis: 19,95 € [D]
Leseprobe | Hörbuch
KlappentextFür immer mit Edward zusammen zu sein - Bellas Traum scheint wahr geworden! Kurz nach ihrem 18. Geburtstag findet er jedoch ein jähes Ende, als ein kleiner, aber blutiger Zwischenfall ihr fast zum Verhängnis wird. Edward hat keine andere Wahl: Er muss sie verlassen. Für immer.Bella zerbricht beinahe daran, einzig die Freundschaft zu Jacob gibt ihr die Kraft weiterzuleben. Da erfährt Bella, dass Edward in höchster Gefahr schwebt. Und sein Schicksal liegt in ihren Händen. Sie muss zu ihm, rechtzeitig, bis zur Mittagsstunde.
Stephenie Meyers Fortsetzung von Bellas und Edwards Liebesgeschichte nimmt in "Bis(s) zur Mittagsstunde" einen neuen Ton an, den kein verliebter Teenager gerne mag. Er ist schmerzlich, voller Leid, gebrochenen Versprechen und geplatzten Hoffnungen. Bella, die sich schon immer durch ihre Tollpatschigkeit Verletzungen zugezogen hat, muss sich nach dem Überleben von James' Vampirbiss einem neuen Schmerz stellen, der alles in den Schatten zu stellen scheint. Nach einem kleinen Papierunfall beim Geschenke auspacken wird Bellas achtzehnter Geburtstag durch das überschattet, was das Zusammenleben mit Vampiren schnell gefährlich werden lässt, denn Jasper ist noch nicht so lange abstinent wie die anderen Cullens und wird bei Bellas Blut schwach. Dadurch hält er Edward erneut vor Augen, dass sie ohne ihn und seine Familie sicherer wäre und beschließt, dass ein glatter Bruch das beste und sicherste für sie ist...
Wenn ich dieser wortgewandten Autorin für eines am meisten dankbar bin, dann ist es ihr Talent so authentisch zu sein. Bereits im ersten Band wurde deutlich, wie viele Facetten die erste Teenager Liebe hat und wie surreal sie oft sein kann. In diesem zweiten Band steht der Verlust dieser Liebe im Fokus und es war eines der schmerzhaftesten Leseerfahrungen, die ich je gemacht habe. Diese vier leeren Seiten, auf denen nur die Monate von Oktober bis Januar stehen, hätten die Leere nicht besser beschreiben können.
Doch Bellas Leben geht weiter, auch wenn sie innerlich nicht mehr die selbe ist und sie auf dem Weg zu begleiten, der ihr ihren Sandkastenfreund Jacob Black ins Leben zurück bringt und sie durch die Leichtigkeit mit ihm nicht mehr so unglücklich ist, war eine schöne Reise. Bella ist ein glaubhafter Teenager, der gleichzeitig viel zu alt für ihr wahres Alter wirkt. Und Jacob, der mit seiner unkomplizierten Art und der ständigen guten Laune die Sonne zurück in ihr Leben bringt, gleichzeitig aber auch die unweigerliche Spannung aufbaut - da auch sein Leben durch ein Geheimnis verändert wird und sich für ihre Freundschaft alles verändern kann - ist die Figur, die dieser Geschichte viele Entwicklungsmöglichkeiten bietet.
Stephenie Meyer hat eine gute Balance gefunden und auch wenn ich natürlich immer Team Edward sein werde, war die Pause von den ganzen umschweifenden Liebesbekundungen zwischen Bella und Edward auch notwendig. Bella verdient es ein Leben außerhalb dieser Beziehung zu haben und andere Freundschaften zu pflegen. Für mich war es also gleichzeitig das schlimmste und schönste Buch, denn die Balance stimmt und die Freude und das Leid haben sich gleichermaßen einen Platz verdient. Es kann nicht immer alles voller Sonnenschein sein, manchmal braucht man auch den Regen um die Sonne besser schätzen zu können.
Und dann wäre da natürlich noch der düstere Unterton des Buches, wo die Gefahren an jeder Ecke lauern und man als Leser ziemlich viel geboten bekommt. Dafür, dass das Buch nur aus Bellas Perspektive geschrieben ist und sie zu extremen Gedankengängen neigt, bei denen bloß niemand anders außer ihr zu Schaden kommen darf, war ich wirklich überrascht, dass Meyer so viel außerhalb von Bellas eigener Gedankenwelt an den Leser dringen lässt. Das war erfrischend, besonders wenn man daran denkt, dass Band eins dies nicht so eindrucksvoll geschafft hat. Vielleicht ist das auch wirklich der Tatsache geschuldet, dass Bella gezwungen war einmal über ihren eigenen Tellerrand hinaus zu blicken.
Für jeden Leser, der im ersten Twilight Band von der Liebesgeschichte zwischen Bella Swan und dem Vampir Edward Cullen begeistert war, wird sich der zweite Band wie eine kalte Dusche anfühlen und ich bin mir sicher, dass nicht jeder so offen an diese neue Erfahrung des Erwachsenwerdens herangehen will. Doch Bellas Welt wächst und die Spannungen steigen, ganz besonders durch die Gefahr, in die sich freiwillig begibt. Ihre Freundschaft zu Jacob Black bietet Bella einen Ausweg sich selbst neu zu entdecken und weiter zu wachsen.
Stephenie Meyer gibt in "Bis(s) zur Mittagsstunde" einer anderen Legende als den Vampiren den Vortritt und gemeinsam mit Bella die Entdeckung zu machen, hat Spaß gemacht, da ihre Emotionen genauso waren, wie ich mir meine eigene Reaktion vorstellen würde. Und als das Ende des Buches näher rückt, landet man wieder mit beiden Füßen in einer veränderten Vampirwelt mit neuen Reizen, die gleichzeitig gruseln und begeistern.
Für mich ist Band zwei eine deutliche Steigerung zum ersten Roman und ich kann es kaum erwarten Band drei zu verschlingen.
"Bis(s) zum Morgengrauen"
"Bis(s) zur Mittagsstunde"
"Bis(s) zur Mittagsstunde"
"Bis(s) zum Abendrot"
Die Autorin:
Stephenie Meyer, geboren 1973, lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Arizona, USA. Ihr Debütroman Biss zum Morgengrauen wurde aus dem Stand in zahlreichen Ländern zum Bestseller. Ihre Bücher erscheinen Weltweit in Millionenauflage. Quellen:
Foto © Lesedelfin
Inhalt & Zitate: © Carlsen & Stephenie Meyer
Übersetzung: Sylke Hachmeister
Foto © Lesedelfin
Inhalt & Zitate: © Carlsen & Stephenie Meyer
Übersetzung: Sylke Hachmeister

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