10 [Rezension] "Dark Canopy" von Jennifer Benkau (#1)

Autorin: Jennifer Benkau
Reihe: Dark Canopy
Verlag: script 5 | Format: Hardcover
Seiten: 525 | ISBN: 9783839001448
Erschienen: 03/2012
Preis: 18,95 € [D]
Leseprobe | kein Hörbuch verfügbar

Spannung: ♥♥♥♥♥♥♥ (5/5 + 3 Bonus)
Charaktere: ♥♥♥♥♥ (5/5 + 2 Bonus)
Lesespaß: ♥♥♥♥♥ (5/5 + 1 Bonus)



Stell dir vor, du musst täglich ums Überleben kämpfen.
Stell dir vor, dein Gegner ist unbesiegbar.
Stell dir vor, du kommst ihm zu nah.
Stell dir vor, du verliebst dich in ihn.

Inhalt:
Die Percents, für den dritten Weltkrieg geschaffene Soldaten, haben die Weltherrschaft übernommen und unterjochen die Menschen. Rebellenclans versuchen, außerhalb des Systems zu überleben. Mit ihnen kämpft die 20-jährige Joy gegen das Gewaltregime. Doch dann fällt sie dem Feind in die Hände und muss feststellen, dass sich auch unter den vermeintlichen Monstern Menschlichkeit findet. Und sogar noch mehr …

Meine Meinung:
"Dark Canopy" von Jennifer Benkau ist dieses typische Buch, was mich magisch anzieht. Ein wenig aussagekräftiges Buchcover, verbunden mit einem nichtssagenden Titel - und doch steckt eine explosionsartige Geschichte dahinter, die düster und gefährlich ist. Unberechenbar. Beim lesen konnte ich das Gefühl der Hoffnungslosigkeit deutlich spüren. Es war ein beklemmendes Leseerlebnis, aber so sind Dystopien nunmal. Freudlos. Arglistig. Dunkel.

Dunkel ist vor allem die Welt rund um die 20-jährige Hauptprotagonistin Joy, die mit einem Clan von mehreren Leuten zusammenlebt. Sie ist eine Rebellin, die sich weit weg von der Stadt aufhält, in der die Percents herrschen. Und damit die Percents herrschen können, herrscht Dark Canopy. Eine Maschine, die den Himmel verdüstert und den Menschen jegliches Licht stiehlt. Jegliche Hoffnung. Denn die Percents sind keine wirklichen Menschen, aber ziemlich weit weg von der Unfehlbarkeit. Sie wurden für einen Krieg gezüchtet. Und sie haben Schwachstellen. Ihre Haut kann zwar Gerüche aufnehmen, aber das UV-Licht ist gefährlich, schwächt sie.
Als Joy vor ihrem 16. Geburtstag auf einen Percent trifft, weiß sie nicht warum sie ihn verschont. Er wirkt anders auf sie. Und auch er hätte die Chance sie zu töten, tut es aber nicht.
Bei einem Tauschhandel, den Joy und ihre beste Freundin Amber in der Stadt planen, geraten sie in einen Hinterhalt und werden gefangen genommen. Während Amber wie Vieh verkauft wird um den Diensten und Gelüsten der Percents zur Verfügung zu stehen, gerät Joy in eine ganz andere Lage. Sie soll eine Soldatin werden und sich im wahrsten Sinne des Wortes für einen Percent zu Tode rennen.
Joy kennt den Percent Neél - war er es doch, der sie verschonte - oder sie ihn? -  doch was bedeutet das für sie? Eine Sonderbehandlung garantiert nicht, denn er ist ihr Feind...

Wow. Wow. Wow. Wow.
Ich bin immer noch aufgewühlt und durcheinander. Während des lesens bin ich so viele Gefühlsschichten durchlaufen, dass ich gar nicht mehr genau sagen kann, was mir gut gefallen hat und was weniger gut. Die kompletten Seiten troffen nur vor Düsternis und Hoffnungslosigkeit und zwischen den Zeilen spürte ich ganz leichte Rebellion von Joy, dass sie sich ihrem Schicksal nicht einfach so ergeben will. Joy ist eine schwer einzuschätzende Protagonistin. Sie weiß nicht wirklich was Liebe ist, aber tief in ihrem Herzen sehnt sie sich danach. In Matthial - dem Sohn des Clanführers - sieht sie einen guten Freund, mit dem sie allerdings am besten reden kann, wenn er schläft. Die Beziehung der Beiden ist auf seelische und körperliche Art greifbar.
Joy will mehr als sich nur verstecken und scheint dabei ein wenig Risikofreudig zu sein. Bei einer waghalsigen Rettungsaktion gerät sie selbst in die Fänge ihrer Feinde und man erlebt eine deutliche Rückentwicklung. Das ehemalige Messermädchen trifft nicht mehr...
Doch wie sie sich dann wieder aufrappelt und die Welt ihrer Feinde entdeckt - die vielen negativen, aber auch die positiven - ist wegweisend. Ihr ist ein schlimmes Schicksal vorbestimmt, aber sie denkt vielmehr an ihre beste Freundin, der es deutlich schlimmer ergeht. Für Amber ist Joy bereit alles zu riskieren, sogar Neél, dem sie immer näher kommt.

Neél war mir zu Beginn der Geschichte der typische Gruseltyp. Wortkarg, grob und stellenweise aggressiv und ablehnend, wusste ich gar nichts mit ihm anzufangen. Und dann - urplötzlich, aus heiterem Himmel - passiert die Veränderung. Bei dem Tempo kam ich überhaupt nicht mit.

Zu Beginn des Buches dehnt sich die Geschichte und man erfährt viel überflüssiges Zeugs, womit man auch im weiteren Geschichtsverlauf nichts anfangen kann. Zur Halbzeit ging es dann endlich ein wenig zur Sache und ich konnte wirklich begreifen, was Jennifer Benkau erzählt. Das Ende hat mich dann sehr stark an "Die Tribute von Panem" erinnert, auch wenn die Bücher überhaupt nicht viel gemeinsam haben. Doch die Jagd war so intensiv, dass ich gar nicht um den Vergleich herumkam. Diese Stelle hat mir schließlich am besten gefallen.

Das Buch hat es wirklich in sich. Dennoch glaube ich nicht, dass es was für schwache Nerven ist. Sicherlich gibt es weitaus schlimmere Bücher, aber in meinen Augen war es schon eine verstörende Geschichte, die mich wirklich gepackt hat. Ich konnte es kaum aus der Hand legen, weil ich das Gefühl hatte, was wichtiges zu verpassen.

Dennoch gibt es eine Sache, die mich sehr gestört hat. Die letzten drei Seiten!
Eine Geschichte baut sich eigentlich immer nur auf, weiter auf und auf bis es zu einem Finale kommt. Alles läuft auf den finalen Schlusspfiff hinaus. Was dann wirklich am Ende passierte, war für mich eine einzige Enttäuschung, worauf ich aber nicht näher eingehen möchte, um Euch nicht zu viel zu verraten. ;-)
Ich sage nur soviel: Im Nachhinein war mein erster Gedanke: "Jetzt war alles verschwendet." Für so ein Ende hätte man sich auch weniger in die Geschichte reinsteigern können.... Das war wirklich schade.

[Edit vom 08.04.12] Die liebe BlueNa hat mir enorm weitergeholfen und gesagt, dass es eine Dilogie (ein Zweiteiler) wird und das die Fortsetzung zu "Dark Canopy" voraussichtlich im März 2013 erscheinen wird. Da freue ich mich ja und kann das Ende nun ganz gelassen nehmen.^^ Danke.

Fazit:
"Dark Canopy" ist zeitweise ein sehr verwirrendes und vorallem verstörendes Buch. Jennifer Benkau schreibt flüssig und lässt den Leser sehr stark mitfühlen. Ich weiß nicht was so besonders an ihrem Erzählstil ist - ich weiß nur, dass da etwas ist, was man als Fan von fantasievollen Dystopien nicht verpassen sollte. Die Erzählungen von Joy sind in der Ich-Form, aber man bekommt auch Einblicke in Matthial's Geschehnisse und was er versucht um seine Clanmitglieder zu retten. Man spürt, dass Matthial sich verändert und irgendwie dachte ich, Joy müsste sich eigentlich am meisten verändern, dabei ist sie der einzige Charakter, der trotz all der Ereignisse kaum eine Entwicklung durchläuft.
"Dark Canopy" ist ein passender Titel und auch das Cover erzählt, wofür diese Geschichte steht. Für alle, die nicht länger im Dunklen bleiben wollen: Lest es! ;-)

Die Autorin: 
Jennifer Benkau wurde 1980 in Solingen geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann, drei Kindern und zwei Katzen inmitten lauter Musik und vielen Büchern lebt. Nachdem sie in ihrer Kindheit Geschichten in eine Schreibmaschine gehämmert hatte, verfiel sie pünktlich zum Erwachsenwerden in einen literarischen Dornröschenschlaf, aus dem sie zehn Jahre später, an einem verregneten Dezembermorgen, von ihrer ersten Romanidee stürmisch wachgeküsst wurde. Von dem Moment an gab es kein Halten mehr. Dark Canopy ist ihr erster Roman für junge Erwachsene.
Jennifer Benkau's Homepage

Quellen:
Foto: © Nalla
Inhalts- & Autorenbeschreibung: script5de

5 [Leseliste #3] Und eine Wette mit hoffentlich positivem Ausgang für mich...

Hilfe, worauf habe ich mich da eingelassen. Ich musste aber auch eine vorlaute Klappe haben. -.-
Wie ein paar aufmerksame Leser wissen, habe ich mit einer Freundin eine Leseliste. Dabei werden fünf Bücher von der jeweils anderen vom SuB ausgesucht, die dann in dem Monat gelesen werden müssen. Im letzten Monat habe ich dies leider nicht geschafft - drei Bücher fehlten bis zum Ziel, aber was soll's? Sie hat es ja auch nicht geschafft. :-P

Da ich im Mai meine schriftliche Abschlussprüfung habe und die mir deutlich wichtiger ist als das Lesen (sorry, meine lieben Bücher), will ich mich natürlich mehr dem lernen widmen und das Lesen nur als Belohnung für's Lernen einsetzen. Ich glaube ja, dass ich mich in diesem Punkt noch selbst bescheißen werde, denn "Dark Canopy" von Jennifer Benkau, was ich momentan lese, ist einfach zu spannend!!!

Nun habe ich jedoch eine Wette laufen. Bella hat drei kleine Kinder (2 Jahre und ein halbes Jahr alt) und meint, dass sie viel weniger Zeit zum lesen hat als ich... Das altbekannte Spiel... ^^
Normalerweise gibt es Wettbewerbe wo es um die meistgelesenen Seiten geht, aber diesmal ist es andersrum.
Wer die wenigsten Seiten bis zum 06. Mai liest, der gewinnt. 
Irgendwie habe ich plötzlich ein ganz schlechtes Gefühl, aber ich lasse mich überraschen. ^^

Und um unserer Ausgangslage gerecht zu werden, bleibt es natürlich bei fünf ausgesuchten Büchern, egal ob wir es schaffen sie zu lesen, oder nicht...

Das ist die Liste, die Bella mir freundlicherweise zusammengestellt hat^^
  1. "Grabesstimmen" von Charlaine Harris
  2. "Nightshifted - Medizin um Mitternacht" von Cassie Alexander
  3. "Shakespeare Undead - Der Untoten Zähmung" von Lori Handeland
  4. "The Poison Diaries - Liebe ist stärker als der Tod" von Maryrose Wood
  5. "Wasser für die Elefanten" von Sara Gruen

1 Freitags-Füller #11

23:56 Uhr. Jetzt aber schnell ran an den Freitags-Füller, bevor ich es wieder verpasse.^^

gefunden bei Barbara

1. Ich kann's nicht glauben, dass ich wirklich ein paar Freudentränchen vergießen musste, als die offizielle Einladung zur Abschlussprüfung endlich in meinem Briefkasten lag. =))))

2. Ich halte irgendwie nicht viel von dem Thema Ostereier.

3. Wie kann ich lernen, wenn mein Schädel kurz davor steht zu platzen?

4. Ich will natürlich nur das Beste für meine Freunde.

5. Am Ostermontag kommt ein ganz toller Film im Fernsehen, den ich nicht verpassen darf (wie an den Tagen zuvor), aber ich weiß gerade gar nicht mehr welcher - nur, dass ich ihn unbedingt sehen muss.

6. Manchmal laufe ich gerne ohne Socken.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Zweiohrkücken (lief schon, war toll^^), morgen habe ich nichts außer lernen geplant und Sonntag möchte ich bei meiner Oma grillen.

0 [Rezension] "Urbat - Der verlorene Bruder" von Bree Despain (Urbat #2)

Autorin: Bree Despain
Originaltitel: The Lost Saint
Reihe: Urbat, Band 2
Verlag: aufbau | Format: Gebunden
Seiten: 440 | ISBN: 9783351041410
Erschienen: 2011
Preis: 16,99 € [D]
Leseprobe | kein Hörbuch verfügbar

Spannung: ♥♥♥♥♥♥♥ (5/5 + 4 Bonus)
Charaktere: ♥♥♥♥♥♥♥ (5/5 + 4 Bonus)
Lesespaß: ♥♥♥♥♥ (5/5 + 4 Bonus)



Folgeband! Achtung Spoilergefahr!!!

Inhalt:
Als Grace Daniel vom Werwolf-Fluch erlöst, bringt sie ein gewaltiges Opfer: Sie legt ihre Seele in die Klauen des Wolfes. Ab sofort spürt sie ihre übernatürlichen Kräfte, hat das Biest in sich aber unter Kontrolle. Jude bleibt weiterhin spurlos verschwunden. Verzweifelt sucht Pastor Divine die gesamten Staaten nach seinem Sohn ab.
Währenddessen trainiert Grace mit Daniel ihre neu gewonnenen Fähigkeiten. Da erhält sie einen merkwürdigen Anruf und meint, Judes Stimme zu erkennen. Gegen alle Widerstände macht sie sich auf eigene Faust auf die gefährliche Suche nach ihrem Bruder. Sie trifft den faszinierenden Talbot, der sie bestärkt, ihre Kräfte voll auszuschöpfen und bis an ihre Grenzen zu gehen. Nichts ahnend gerät sie dabei immer tiefer in den Sumpf der dunklen Kräfte und merkt nicht, wie der Wolf zusehend in ihr wächst. Als sie sich immer weiter von Daniel entfremdet, beginnt Grace zu zweifeln. Wer ist Feind, wer ist Freund? Wem kann sie vertrauen? Zu spät begreift sie, in welch großer Gefahr sie schwebt. Denn schon längst ist ein alter Feind auf ihrer Fährte, der seine tödlichen Fallen auslegt und keine Gnade kennt ...


Meine Meinung:
"Urbat - Der verlorene Bruder" ist der zweite Band der Urbat-Saga von Bree Despain. Optisch ist es wieder eine absolute Augenweide, auch wenn kein tieferer Sinn hinter dem Buchcover steckt. Der Titel ist jedoch wieder Programm, denn die Hauptprotagonistin Grace ist auf der Suche nach ihrem Bruder Jude, der seit Monaten schon fort ist...

Die Pastorentochter Grace Divine muss, nachdem ihr Bruder Jude abgehauen ist, sehr viel Verantwortung übernehmen. Ihre Mutter springt zwischen manisch-depressiven Zuständen und der Übermutti hin und her, so dass es meist an Grace hängen bleibt sich um die kleineren Geschwister zu sorgen, da auch ihr Vater wochenlang auf reisen ist, wo er angeblich nach seinem Sohn sucht. Grace fühlt sich mehr als hilflos. Jude, der mit dem Werwolffluch infiziert ist, ist irgendwo da draußen.
"Urbat - Der verlorene Bruder" erzählt die Geschichte einer durchgerüttelten Musterfamilie, die von einem uralten Fluch heimgesucht wurde.

Grace hat im ersten Buch ihre Seele für Daniel auf's Spiel gesetzt. Seit der Kindheit waren die beiden und ihr Bruder Jude dick miteinander befreundet, bis es zu einem Unglück kam, bei dem Daniel - der bereits mit dem Urbat-Fluch infiziert war - Jude verletzte und ihn einfach liegen ließ. Als Daniel dann wieder auftauchte, sorgte dies für enorme Spannungen am Familientisch und Grace musste sich zwischen ihrem Bruder und ihrer großen Liebe entscheiden.
Niemand hätte je gedacht, dass es ein Heilmittel gäbe, bis Grace das Gegenteil bewies und ihre Liebe für Daniel opferte. Doch nun trägt sie selbst den Wolf in sich.

Band zwei konnte mich ehrlich gesagt mehr begeistern, als Band eins. In "Urbat - Die dunkle Gabe" war die Geschichte zwar faszinierend, jedoch nur oberflächlich begeisternd. In diesem Buch wurden die Geheimnisse immer dunkler und ich wusste nicht wer Freund und wer Feind ist. Bree Despain hat einen lockeren, mitreißenden und begeisternden Schreibstil, der mir deutliche Bilder in den Kopf gezaubert hat.
Die Hauptprotagonisten Grace und Daniel haben mich durch und durch begeistert, auch wenn ich manche Entscheidungen nicht völlig nachvollziehen konnte.
Auch die Nebencharaktere wie Grace' beste Freundin und Talboat konnten mich fesseln. April mit ihren Kostümvorstellungen für Grace' Monsterjagd, was einfach nur zu witzig war und Talboat mit seinem falschen Charme. Irgendwas war an ihm falsch und dennoch passte er perfekt in die Geschichte.

Wie Despain die Gefühle ihrer Hauptprotagonistin beschrieben hat, war wirklich faszinierend. Der Wolf in Grace drängt sie dazu ihren Kräften freien Lauf zu lassen, den Leuten zu zeigen, dass sie kein Spielball ist. Und dennoch hält sie dagegen. Sie genießt ihre Kräfte und glaubt sie für eine gute Sache nutzen zu können, dabei behauptet Daniel, dass es genau das Gegenteil bewirken würde.
Gibt man dem Wolf einmal nach, gibt es kein zurück.

Ich habe mitgelitten und mich richtig in die Geschichte eingefunden! Die Atmosphäre in diesem Buch ist einerseits düster und geheimnisvoll, aber auch romantisch. Die Beziehung zwischen Grace und Daniel muss sich richtig behaupten um bestehen zu können. Die Feinde sind erbarmungslos dargestellt, so dass ich wirklich meine Finger in die Seiten gekrallt, und mitgefiebert habe.

Es gab im Vergleich zum Vorgänger eine deutliche Spannungssteigerung und das Ende ist ein ganz gemeiner Cliffhanger. Auf die Fortsetzung müssen wir allerduings noch warten.


Fazit:
Bree Despain hat mir den Atem geraubt und gegen Ende des Buches konnte ich eine Gänsehaut nicht unterdrücken, auch wenn es ein wenig zu plötzlich kam, bzw. viel zu kurz war. Diese Szene hat so viel mehr Potenzial und lässt bei mir einige Fragen offen, weswegen ich die Fortsetzung schmerzlich herbeisehne.
Insgesamt wurden meine Erwartungen aber vollkommen erfüllt und ich bin sicher, dass es noch besser wird!

Bisher erschienen:
"Urbat - Die dunkle Gabe"

Fortsetzung:
Im Englischen erschien Band drei unter dem Namen "The Savage Grace" im März 2012. Wann das Buch in Deutschland erscheint ist noch unbekannt.

Die Autorin:
Bree Despain entdeckte ihre Liebe zum Schreiben während einer Auszeit vom College: Sie nahm sich ein Semester frei, um Theaterstücke für sozialbenachteiligte Jugendliche aus Philadelphia und New York zu inszenieren. Ihre Begeisterung für Geschichten für junge Menschen sowie zahlreiche Literatur- und Schreibkurse an ihrer Universität inspirierten sie, selbst als Autorin tätig zu werden. Aktuell lebt Bree Despain mit ihrem Ehemann und zwei Söhnen in Salt Lake City im Bundesstaat Utah. "Urbat: Die dunkle Gabe" ist ihr erster Roman.
Bree Despain's Homepage
Quellen:
Foto © Nalla 
Inhalts- & Autorenbeschreibung: aufbau

14 Meine Meinung: Bücherblogs und ihre Entwicklung

Da ich das Thema im letzten Beitrag ein wenig angekratzt habe, dachte ich mir "Die Katze ist eh aus dem Sack, also lass sie auch ein wenig Mäuse jagen gehen."

In letzter Zeit fallen mir einige Dinge auf. Erstmal das Positive: Es gibt immer mehr Menschen, die sich trauen ihre Meinung über Bücher in einem eigenen Blog zu vertreten. Es gehört schon was dazu, denn schließlich kann man ja nicht jeden mit seiner Meinung erfreuen oder beeindrucken - dafür denken wir Menschen viel zu verschieden! Und seine Meinung vernünftig formulieren ist - wie ich aus eigener Erfahrung weiß - nicht immer leicht, egal ob man aneckt oder nicht.
Dennoch gibt es Entwicklungen, die mich nachdenklich stimmen, womit wir beim negativen wären.
Viele Bücherblogs setzen auf Masse, statt Klasse, habe ich den Eindruck und ich bekomme das Gefühl, dass nur ein Blog besteht, damit dieser Blogger von Verlagen und Autoren kostenlose Rezensionsexemplare bekommt. Diese Bücher werden angesammlt und stolz präsentiert, aber es gibt genügend Blogger, wo ich dann auf die Rezensionen gucke und mich wirklich fragen muss: "Hast Du dieses Buch wirklich gelesen, bzw. ausgelesen und weißt worüber Du da schreibst?"
Es gibt keine Messlatte, wie eine Rezension sein sollte - Gott sei Dank! - aber irgendwie denke ich mir: Da muss doch mehr bei raus kommen. Die Verlage erwarten ja schließlich eine Meinung.
Und dann frage ich mich "Wie kommen die eigentlich an all diese Bücher?"
Ich persönlich habe ich mich noch nie an einen Verlag gewandt, weil ich nicht unter Druck stehen wollte, dass mir das Buch unbedingt gefallen muss. Diese Angst habe ich mittlerweile abgelegt und sicherlich würde sich mein Geldbeutel tierisch über die Entlastung freuen, aber irgendwie komme ich gegen dieses Gefühl der "Ausnutzung" nicht an. Ich kann es beim besten Willen nicht erklären, aber es fühlt sich für mich irgendwie falsch an.
(Wichtige Anmerkung: Es fühlt sich für mich falsch an! Mich! Ich kritisiere damit niemanden (!), der Exemplare bekommt. ;-))

Ich liebe es neue Blogs zu entdecken und somit auch neue Bücher, bzw. andere Meinungen über Bücher, die mich interessieren. Das Internet ist groß und bietet genug Austauschmöglichkeiten an, aber die Entwicklung der Bücherblogs sieht in meinen Augen einfach nicht wirklich rosig aus.
Was ich an meinem eigenen Blog deutlich erkenne und was mich ehrlich gesagt traurig stimmt, sind die Kommentare oder besser gesagt das Fehlen selbiger.
Ich habe 72 Leser, aber wer liest hier wirklich??? Die meisten Kommentare kommen immer von den selben Menschen.
Muss ich etwa jede Woche ein Gewinnspiel veranstalten oder jeden zweiten Post mit nur ein paar Zeilen und der hauptsächlichen Frage "Wie fandet Ihr das Buch?" stellen?
Es ist dieses Massendenken, was mir in der Gesellschaft nicht gefällt. Hast Du was (wie Gewinnspiele in diesem Fall), dann bist Du was und die Leute kriegen gar nicht genug von Dir.

Ich weiß, wie dieser Post auf Euch wirken muss, aber ich wollte es einfach mal loswerden. Denn in meinen Augen gibt es in der Bloggerwelt mindestens 60%, die nur ihre Kommentare hinterlassen um selbst gefunden zu werden. Wo sind die Leute, die sich ernsthaft mit dem auseinandersetzen, was Blogger schreiben?
Anfangs war ich ein Kommentarmuffel und habe mich schwer getan woanders Kommis zu hinterlassen, doch mittlerweile ist auch diese Brücke aufgebaut und ich habe Spaß dabei.

Meine Meinung ist nicht immer die Beste, aber ich kann sie vertreten und eine bessere (in so mancher Augen) habe ich nunmal nicht! Meine Posts müssen nicht jeden interessieren, aber was ich mir wirklich wünsche, sind ernstzunehmende Leser, die sinnvolle Kommentare hinterlassen!

Wem ich jetzt eventuell auf den Schlips getreten bin, dem sei gesagt, dass es mir Leid tut, aber ich kann nicht auf jedes Bedürfnis eingehen. Ich bin einfach für mehr Fairness gegenüber den Bloggern, die sich wirklich Mühe geben und ihre Meinung auszudrücken wissen. Jeder muss für sich selbst entscheiden was er als 0815-Bewertung empfindet, und wo wirkliches Herzblut hintersteckt.

0 Ich wurde 2x getaggt und hätte es fast nicht bemerkt^^

Die liebe Nyancore hat mich zweimal getaggt und ich habe es gar nicht gesehen. Oo
Irgendwie sagt mir das, dass ich viel zu nachlässig mit dem Durchschauen meiner Kommentare bin. Normalerweise entgeht mir auch nix, aber in den letzten Wochen scheint das öfters zu passieren.
Na, ja... Ich hab sie ja noch entdeckt und es ist ja nicht zu spät es um nachzuholen. Und jetzt bin ich wegen meinem Berichtsheft einmal im Tippfieber, mein Handgelenk macht mit, also los geht's =)

Hier also die Fragen:
  1. Ohne welche Dinge kannst du nicht leben?
  2. Wie wichtig ist bloggen für dich und warum?
  3. Beschreibe dich mit 5 Worten
  4. Welcher Blog ist dein Lieblingsblog und warum?
  5. Stadt oder Land und warum?
Und das sind meine Antworten:
  1. Hm, da muss ich einen Moment nachdenken. Es gibt natürlich Dinge, die mich den Freuden des Lebens näher bringen, aber die meisten davon sind ersetzbar - leider. Zum einen natürlich Bücher. Sie entführen mich in eine Welt, wo ich einfach mal alles vergessen kann. Und zum anderen wäre da meine kleine, aber feine DVD-Sammlung, die ich in Zeiten depressiver Stimmung niemals missen möchte!
  2. Bloggen... Hm, da habe ich in letzter Zeit auch viel drüber nachgedacht, besonders als ich das Design geändert habe. Das Bücherbloggen ist mir ins Blut übergegangen und ich möchte es nicht missen. Irgendwie gibt es mir das Gefühl meine Meinung gesagt zu haben. Ich bewege zwar nicht die Massen, aber irgendwie ist es mir wichtig geworden. Es gibt aber auch Phasen, wo ich mich frage wer hier wirklich liest und kommentiert, weil es ihm/ihr gefällt, oder weil es ihm/ihr einfach um Eigenwerbung geht. Bücherblogs sprießen ja geradezu aus dem Boden und es ist nicht leicht die Guten davon rauszupicken, denen es nicht nur darum geht Rezensionsexemplare zu bekommen und zu bunkern. Sorry, ich schweife ab.
  3. Gefühlsduselig. Schlechte Nein-Sagerin. Bücherfreak. Seelenfreiraum. Hin und wieder unausgeglichen.
  4. Eigentlich kann ich nicht sagen, dass mir der und der Blog besser gefällt als ein anderer, denn jeder Blogger gibt sich gleich viel Mühe, aber es gibt schon Blogs die mich inhaltlich mehr anziehen als andere. Besonders Confessions of a Bookaholic hat mir schon einige tolle Bücher für mein eigenes Regal bescherrt. Ich liebe Nati's Rezi's. Schade nur, dass sie so wenig Zeit hat.
  5. Puuh, keine Ahnung. Ich bin in einem kleinen 5000-Seelen-Örtchen aufgewachsen und dieses "Jeder-kennt-jeden" stimmt ja zum Glück nicht. Dennoch gibt es genügend Leute, die man kennt und das nervt gelegentlich. In der großen weiten Stadt zu leben hat seine Reize, aber ich glaube mit der Umstellung käme ich nicht wirklich klar.^^

Und der zweite Fragenkatalog:

1. Nenne die schönste Filmmusik, die du kennst!
2. Guckst du Filme lieber zu Hause (mit Familie), im Kino oder bei Freunden (oder ganz woanders??)?
3. Was war der außergewöhnlichste Film, den du je gesehen habt und warum?
4. Ein Schauspieler, den du niemals würdest treffen wollen?
5. Welchen Film könntest du immer wieder sehen, ohne dass er langweilig wird?

...und die Antworten...
  1. Hmmmmmmm... Da fällt mir spontan der Twilight Score ein, der zum ersten Twilight-Film von Carter Burwell zugesteuert wurde. Überhaupt habe ich (bis auf mein vierten Film) das Gefühl, dass mir die Lieder vorher beim ersten hören komisch vorkamen und nicht gefallen haben, sich in dem Film aber gut angehört haben. Ja. So kann man beeinflusst werden. ^^
  2. Ehrlich gesagt schaue ich sie mir lieber auf meinem heimischen Sofa im stockdunklen alleine an. Kinobegeistert bin ich auch, aber lieber zu Hause.
  3. Da gibt es jede Menge und die aufzulisten, würde dauern. Wenn ich spontan an Filme denke, dann muss ich an "Zwei Weihnachtsmänner" mit Christoph Maria Herbst und Bastian Pastewka denken. Das Drehbuch wurde von Tommy Jaud geschrieben und die Idee, Umsetzung und ganz besonders die Dialoge waren zu göttlich!
    Hilmar: "Dilling. Das klingt wie ein Gewürz das an der Tür klingelt... [...] Dann sind Sie..."
    Tillman: "Das klingelnde Gewürz."
    (Ich liebe, liebe, liebe diesen Dialog!)
  4. Christoph Maria Herbst! Er ist ein unglaublich toller Schauspieler und ich liebe ihn, aber seine Stimmeverstellungskunst und sein bohrender Blick würden mir glaube ich mehr Angst machen. ^^
  5. Die Underworld Filme, die Twilight Saga, "Stay Alive" und "Stirb langsam - Jetzt erst recht!"
An dieser Stelle sollte ich mir eigentlich fünf Fragen für fünf andere Blogger ausdenken und den Tag weiterschmeißen, aber ehlich gesagt tue ich mich damit schwer, denn dieses Schneeballsystem geht vielen Bloggern allmälig auf die Nerven. Deshalb verzichte ich darauf und bedanke mich bei Nyancore für die Fragen. :-) 

2 [Lesestatistik] März 2012

WOW.
Wieder ein verdammter Monat rum.
Kann mir mal einer sagen, warum 2012 so schnell ist? Sonst tröpfeln die Tage nur so vor sich hin und momentan komme ich mir vor, als würde ich mit Düsengeschwindigkeit durch die Wochen fliegen, nur um festzustellen, dass bald meine Abschlussprüfung vor der Tür steht.
Privat war das wieder einer der Monate, wo ich nur noch kotzen wollte und für meinen Seelenfrieden gelesen habe. Es gab tolle neue Bücher für meinen SuB - darunter auch mein erstes Rezensionsexemplar, was mir Lara Connelly zur Verfügung gestellt hat. An dieser Stelle nochmal ein fettes Dankeschön! In war ehrlich gesagt nervös vor der Rezi, da ich Angst hatte mich nicht verständlich genug ausdrücken zu können, aber ich denke, dass war ziemlich falscher Alarm. ^^ Manchmal läuft es und manchmal starrt man stundenlang auf die Tastatur und es kommen keine Buchstabenkombinationen zustande...
Mit meiner Bücherausbeute bin ich mehr als zufrieden. Da werde ich in den nächsten Monaten noch meinen Spaß dran haben und ich freue mich auf jedes einzelnde Buch. :-))

Lesemäßig war es flauer als letzten Monat, aber ich bin froh darum, denn im Januar und Februar hatte ich durch Krankheit viel zu viel Zeit zum lesen. Versteht mich nicht falsch, aber in diesem Monat habe ich auch wieder gemerkt, dass das Leben außerhalb zweier Bücherrücken interessant sein kann. In allen Facetten. ^^ Dennoch möchte ich tolle Geschichten niemals missen!!!

Rezensionsexemplar:
"Kampf der Druiden" von Lara Connelly

Neu gekaufte Bücher:
"Gebannt - Unter fremden Himmel" von Veronica Rossi
"Dark Queen - Schwarze Seele, Schneeweißes Herz" von Kimberly Derting
"Die Macht der Sechs" von Pittacus Lore
"The Poison Diaries - Liebe ist unheilbar" von Maryrose Wood
"Purpurmond" von Heike Eva Schmidt
"Starters" von Lissa Price
"Die Bestimmung" von Veronica Roth
"Dark Canopy" von Jennifer Benkau
"Dragons Schwur" von P.C. und Kristin Cast
"Madison Avery - Böse Mädchen sterben nicht" von Kim Harrison
"Urbat - Der verlorene Bruder" von Bree Despain

Gebraucht gekaufte Bücher:
"Das Lächeln des Delphins" von Pascale Noa Bercovich
"EverWorld - Die Suche beginnt" von K.A. Applegate
"EverWorld - Die grausame Gottheit" von K.A. Applegate
"EverWorld - Der Pakt mit dem Zauberer" von K.A. Applegate
"EverWorld - Im Angesicht des Bösen" von K.A. Applegate
"Evermore - Der blaue Mond" von Alyson Noël

Gelesen:

12 gelesene Bücher
4181 gelesene Seiten

Challenge Zwischenstände:
100 Books Reading Challenge: 47 / 100
Seitenzähl-Challenge: 17631 / 35000
ABC-Challenge: 16 / 26
Ich lese LYX Challenge: 5 / 15

Buch des Monats:
Im ersten Ansatz habe ich mich auch diesen Monat wieder schwer getan, da ich eigentlich ja nach meinen Bewertungen gehen sollte und wer mehr Extra-Herzen bekommen hat. Diesmal hat sich aber wieder mein Herz eingeschaltet und mein Gehirn hat beim ersten Gedanken auch an Dragons Schwur" von P.C. Cast und Kristin Cast gedacht. Und der erste Gedanke ist ja bekanntlich immer der Beste. ^^
Dieses Buch hat mir wirklich gut gefallen, einfach weil es ein besonders intensives Lesegefühl herbeigeführt hat. Eine tolle Geschichte. Danke, P.C. und Kristin!!

Cover des Monats:
Da muss ich gar nicht lange überlegen. ^^



 Aktueller SuB:
74 Bücher

Aprilvorschau
Der April wird ein Monat, wo es ettliche tolle Neuerscheinungen gibt, auch eine, auf die ich mich ganz besonders freue ("Flammende Gefahr", Buch der Schatten, Band 4 von Cate Tiernan), aber in diesem Monat wird das lesen deutlich hinten angestellt, da ich im Mai meine Abschlussprüfung habe.
*seufz* Ich wünschte, es wäre anders, aber ehrlich gesagt bin ich auch froh, wenn ich es endlich hinter mir habe!

0 [Rezension] "Böse Mädchen sterben nicht" von Kim Harrison (Madison Avery #3)

Autorin: Kim Harrison
Originaltitel: Something Deadly This Way Comes
Reihe: Madison Avery, Band 3
Verlag: Loewe | Format: Paperback
Seiten: 315 | ISBN: 9783785571989
Erschienen: 03/2012
Preis: 12,95 € [D]
Leseprobe 

Spannung: ♥♥♥♥♥ (5/5 + 3 Bonus)
Charaktere: ♥♥♥♥♥♥♥ (5/5 + 4 Bonus)
Lesespaß: ♥♥♥♥♥ (5/5 + 4 Bonus)



Folgeband! Achtung Spoilergefahr!!!
Inhalt:
Madison hat es nicht leicht, seit sie ihren neuen Job als Zeitwächterin angetreten hat. Wie soll sie die dickköpfigen Todesengel auch mal eben so davon überzeugen, nicht mehr die Sense zu schwingen, wenn sie doch seit Jahrtausenden darin Vollprofis sind? Als hätte sie damit nicht schon genug zu tun, findet Madison auch noch ihren Körper wieder. Das gefällt zwar ihrer Flamme Josh, versetzt die ihr anvertrauten Todesengel jedoch in große Panik. Hatte Madison doch geschworen, dass sie, sobald sie wieder lebendig wäre, ihren Job an den Nagel hängen würde. Kann sie die geflügelten Killer doch noch dazu bringen, nach ihrer Pfeife zu tanzen? Und würde ihr ohne ihren himmlischen Chefposten der himmliche Irrsinn nicht wahnsinnig fehlen?

Lieblingszitat:
Wäääh, wäääh!, dachte ich bei mir. Madison hat gemogelt! Laut sagte ich bloß: "Gut!"

Meine Meinung:
Kim Harrison beweist wieder einmal enorm großen Humor, gepaart mit dem Talent Himmel und Hölle durcheinander zu bringen, so dass man als Leser nicht mehr weiß was nun besser ist: Dunkel oder Licht?
In ihrem dritten Madison Avery Roman "Böse Mädchen sterben nicht" hat ihre gleichnamige Hauptprotagonistin nicht mehr viel zu lachen - zumindest auf den ersten Blick.

Madison Avery und ihre beiden Todesengel Barnabas und Nakita sind wieder auf einer Mission. Während Madison den Seraphim versuchen will den Freien Willen klar zu machen und ihrem Gegenspieler - dem weißen Zeitwächter Ron - ein Schnippchen zu schlagen, zanken sich Barnabas und Nakita immer noch. Es liegt ihnen einfach im Erbgut. Weiß gegen Dunkel, dabei stehen beide auf Madisons Seite und unterstützen sie. Barnabas glaubt immer mehr an Madisons Überzeugung, dass man eine menschliche Seele bekehren kann und sie auf den richtigen Pfad des Schicksals zu lenken, statt sie einfach zu sensen und die noch unbefleckte Seele zu retten. Auch Madisons Freund Josh ist mit von der Partie, auch wenn er menschlich ist. 
Während Madison quer durch's Land fliegt, getragen von ihren Todesengeln, muss ihr ehemaliger Schutzengel und treue Begleiterin Grace sich schwer ins Zeug legen um die göttliche Mission vor Madison's Vater geheim zu halten. Würde Grace die Uhren nicht vorstellen und Handyakkus leer saugen, würde Daddy Zuhause nach dem nächsten Telefonanruf einer Polizeiwache in einem anderen Bundesstaat nämlich einen Herzinfarkt bekommen. Madison, die einfach nur eine Seele retten will, wird nämlich genau von der beschuldigt ihr Haus in Brand gesteckt zu haben...

Kim Harrison hat wieder ein humorvolles, himmliches Buch geschrieben. Sie ist einfach eine unglaubliche Autorin, die flüssig, klug und fantasievol schreibt. Wie eine Feder bin ich durch dieses Buch geglitten, besonders weil die Unklarheiten, die ich bei Band eins und zwei hatte, nun etwas besser erklärt werden. Denn bei der verdrehten Welt Madison's ist es nicht leicht Gutes und Schlechtes voneinander zu trennen. Im Grunde steht Madison auf der Guten Seite, aber sie ist nunmal die schwarze Zeitwächterin und steht bei dem weißen Zeitwächter auf der Abschussliste. Sie verfolgen in etwa das selbe Ziel, nur mit unterschiedlichen Ausgängen. Beide Seiten sind so verbohrt, dass sie den gesunden Mittelweg einfach nicht finden. Madison macht einem Hoffnung, denn sie könnte es schaffen alle zu vereinen, aber vorerst wird es immer noch heißen: Schicksal oder freier Wille?

Ich habe mich in diesem Buch erneut in Madison verliebt. Sie hat die richtigen Ansichten und bekommt kaum die Chance sich zu beweisen. Sie ist der Boss, aber kann doch nicht tun was sie will. Ihre Ansichten sind erfrischend und haben mich oft zum nachdenken angeregt. Zu lesen welchen Stellenwert die Seele hat, lässt einen über die eigene nachdenken und ich muss sagen, dass Harrison den Nagel gut auf den Kopf getroffen hat! So eine Person wie Madison Avery fehlt der wirklichen Welt!!!

Was ich hingegen etwas irritierend fand, war die Beziehung zwischen Madison und Josh. Sie sind seit kindesbeinen an befreundet und in Band eins hat man schon die romantischen Gefühle gespürt, die sich langsam entwickelt haben. In Band zwei war er dann auf einmal komplett mit von der Partie, aber es wurde nie darauf hingewiesen, dass sie eine gefestigte Partnerschaft haben. Und nun in Band drei werden ungezwungen Küsse ausgetaucht. Den Sprung hab ich wohl nicht ganz mitbekommen. ^^

Zusammenfassend hat mir dieses Buch genauso gut gefallen, wie alle anderen Bücher, die ich je von Kim Harrison gelesen habe, aber es sticht nicht heraus. Es war unterhaltsam und Harrison-typisch erfrsichend, aber ein wenig mehr Action hätte dem Buch gut gestanden.

Fazit: 
Wer Kim Harrison nicht kennt, hat die Welt verpennt!!! Die Bücher rund um Madison Avery muss man einfach gelesen haben. Sie öffnen einem die Augen und machen deutlich wofür Menschen eigentlich stehen sollten und wie verrückt sie ihr Leben selbst gestalten und kaputt machen können.
Mich hat es wirklich nachdenklich gemacht, aber auch erfreut. Ich stehe voll und ganz hinter Madison!

Bisher erschienen:
"Totgeküsste leben länger"
"Der Tod trägt Turnschuhe"

Die Autorin:
Kim Harrison, geboren im Mittleren Westen der USA, wurde schon des Öfteren als Hexe bezeichnet, ist aber – soweit sie sich erinnern kann – noch nie einem Vampir begegnet. Sie hegt eine Vorliebe für Friedhöfe, Midnight Jazz und schwarze Kleidung und ist bei Neumond nicht auffindbar.
Böse Mädchen sterben nicht ist der dritte Band ihrer Madison-Avery-Reihe.
 Kim Harrison's Homepage


Quellen:
Foto © Nalla 
Inhalts- & Autorenbeschreibung: Heyne