Wer entscheidet eigentlich über die eBook Preise? Wir müssen uns mal unterhalten!

Niemals hätte ich darüber nachgedacht, dass ein eBook Reader einmal so großen Komfort bieten würde und mir die Lust auf das Lesen so radikal zurück bringen könnte. Seit ich meinen Kindle Paperwhite habe, erstelle ich ständig Listen, welche eBooks ich unbedingt darauf haben möchte und würde meine Niere verkaufen, wenn Amazon eine Farbvariante des Geräts rausbringen würde. Auch eine schönere Art der Ordnung auf dem Kindle wäre fantastisch, eine wirkliches Regal, in das ich Bücher einsortieren könnte und es so sehen würde, als würde ich vor einem richtigen Regal stehen, nur den Buchrücken sehen und mit einem Tippen darauf das Buch öffnen können. Ja, das wäre wunderbar, also wer auch immer sich einmal dazu entschließen sollte genau so einen Reader auf den Markt zu bringen - mein Geld gehört dir und mein Herz direkt dazu. 

Völlig verrückt so vernarrt in eine digitale Vorstellung der Bücherromantik zu sein, stimmts? 

Und dann ist da immer wieder der Gedanke, dass ich mein Regal so gerne komplett digital hätte. Wie verrückt ist das und wie oft müsste ich im Lotto gewinnen, um das möglich zu machen? ._.

Ich habe ein paar Listen angelegt, versucht nach "Wichtigkeit" zu sortieren, habe meine Lieblingsbücher auf eine eigene Liste gepackt, mit dem Ziel sofort zuzuschlagen, wenn sie mal im Angebot sein sollten, denn ich lese ein Buch nicht nur einmal, sondern gerne öfters. Auch jetzt, wenn ich in mein Regal gucke, sehe ich Bücher, die ich über die Jahre immer wieder gelesen habe und es nie langweilig wurde. Geht mir mit TV-Serien nicht anders und vielleicht hat es auch damit zu tun, dass einfach zu schnell zu viel neue Bücher auf den Markt kommen und man einfach keinen Überblick haben kann. Da halte ich gerne an etwas vertrautem fest... 

Und wenn ich mir dann die Listen angucke und die Preise sehe, dann ist klar, wieso ich ständig wieder auf den Plattformen für gebrauchte Bücher lande. Ein eBook, egal wie viele Jahre seit der Erstveröffentlichung des Buches schon vergangen sind, ist fast genauso teuer, wie eine Taschenbuchausgabe. Wenn man ein Buch in der Hand hat, verstehe ich es: Druckkosten, Papier, blabla. Wieso sind eBooks also immer noch so teuer, wenn es nur digital ist? Zum Vergleich: Bei Selfpublishern, die ihre Bücher auf Amazon anbieten, kostet ein Buch 1,99 € bis vielleicht 4,99 €. Das deren Arbeit damit nicht einmal ansatzweise gewürdigt und gewertet ist, ist ein anderes leidiges Thema... 

Ich würde so gerne eine digitale Bibliothek haben, Abends im Bett liegen können und meine Lieblingsbücher lesen, aber fast zehn Euro für ein eBook zu bezahlen, wenn ich es für zwei oder drei Euro gebraucht sogar als Hardcover oder Mängelexemplar in die Hand bekomme, ist mir einfach zu teuer. 

Vielleicht verstehe ich den Aufwand ein Buch zu einem eBook zu machen und die damit verbundenen Kosten nicht wirklich, ehrlich gesagt wäre das auch kein Thema, mit dem ich mich freiwillig auseinander setzen möchte, aber der Unterschied zwischen digital und gebrauchten Büchern dürfte einfach nicht so extrem sein. Wirklich schade. 

Bei manchen Büchern weiß ich einfach, dass sie griffbereit in meinem Regal stehen müssen, weil ihre Gegenwart mich glücklich macht. Trotzdem wäre ein Bundle Preis doch was schönes, oder nicht? Kaufe das Buch und bekomme das eBook gegen einen Aufpreis dazu. 

5 Kommentare:

  1. Hi!

    Ich kann das sehr gut nachvollziehen :)
    Natürlich steht demgegenüber immer die Wertschätzung der Arbeit der Autoren, aber für ein Ebook nur 1 Euro weniger zu zahlen als für das Taschenbuch oder Hardcover finde ich echt frech.
    Es ist eine Textdatei! Die kostet den Verlag (so gut wie) gar nichts. Kann sein dass ich falsch liege, aber kostet bitte ein virtuelles Texterstellen, der eh schon vorliegt? Noch dazu: Das Ebook ist an sich nur "geliehen". Man kauft sich das Leserecht, aber es gehört dir nicht, man darf es ja auch nicht verleihen oder verkaufen...

    Bei einem TB oder HC, das mir nicht gefällt kann ich es zumindest weiterverschenken, vertauschen oder verkaufen. Oder überhaupt einfach weitergeben aus welchen Gründen auch immer. Deshalb ärgert mich das schon auch.
    Vor allem nachdem ich jetzt mitbekommen habe, wie krass günstig englische Ebooks sind.

    Liebste Grüße, Aleshanee

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  2. Du sprichst mir geradewegs aus der Seele! Es ist diese Unverhältnismäßigkeit. Über den Preis würde ich vielleicht gar nicht meckern, wenn er sich über die Jahre anpassen würde. Und es ist eben genau wie Du sagst: Ein Buch, dass mir nicht gefällt, kann ich weitergeben.

    Die Arbeit, die hinter jedem Buch steckt, muss gewürdigt bleiben und ein Buch für 1,49 € nur weil die Autoren noch nicht bekannt sind, ist auch völlig falsch und schade. Aber je beliebter das Buch ist, umso teurer ist - so kommt es mir zumindest vor.

    Vielleicht wäre ein Bücherei auf Dauer einfach die beste Lösung xD Nur hier vor Ort gibt es nicht so tolle Angebote. Die Skoobe Leseapp gefällt mir, aber immer wenn sie aktiv bei mir ist, komme ich viel seltener zum lesen, was mir schon fast wie Absicht vorkommt. Zum Glück gibt es solche Alternativen und der digitale Büchermarkt muss sich einfach weiterentwickeln. Wie Du bereits sagtest: Englische eBooks sind viel günstiger...

    Danke für Deinen Kommentar, da fühle ich mich direkt weniger verrückt so über das Thema zu denken xD
    Bücher und Preise ist immer ein kontroverses Thema, auch wenn ich den Fokus eigentlich nicht darauf legen wollte, sondern eher auf die Unverhältnismäßigkeit. Sobald eBooks für 5€ statt 10 zu haben sind, schlag ich meist zu, das ist für mich in Ordnung. Nur eben nicht, wenn das Taschenbuch genauso viel kostet und ich es gebraucht kaufen könnte...

    Ich sitze übrigens gerade an Deiner TTT Aufgabe... Da hast Du Dir ja was schönes ausgedacht *hust* XD

    Liebe Grüße,
    Tascha

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    1. Wir haben ja hier diese "Buchpreisbindung", die sie auf dem englischen Markt nicht haben... letztens hab ich nach der Tintentrilogie auf englisch geschaut. Die komplette Trilogie auf englisch gabs als Ebook für 5 Euro. Sowas sieht man bei deutschen Büchern halt wirklich so gut wie gar nicht. Außer es ist grade ein bestimmtes Angebot.

      Wenn es das Taschenbuch gebraucht günstiger gibt, nehme ich auch lieber das. Gerade wenn man so viel liest muss man nun mal auf die Preise schauen, sonst können wir unseren Büchernachschub ja nicht auffüllen :)

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    2. Hab ich grade gefunden. Geht zwar nicht um Ebooks, fand es aber trotzdem interessant. Da fehlt zwar auch was, aber zumindest wird es ein bisschen erklärt
      https://www.kurt-wolff-stiftung.de/wp-content/uploads/2023/10/Wer-bekommt-was-vom-Buch-1-1.pdf

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    3. Vielen Dank für den Link, das war sehr interessant und bestätigt natürlich das, was eigentlich klar ist: Für den Autor/Verlag ist es fast zu wenig, für uns Leser oft zu viel. Irgendwie mies und sehr schade, auch wenn ich dadurch viele Bücher umso mehr zu schätzen weiß.

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