[Comic Rezension] "Dämonen" von Robert Kirkman (The Walking Dead #10)


Autor: Robert Kirkman
Originaltitel: What We Become
Reihe: The Walking Dead, Band 10
Verlag: Cross Cult
Format: Hardcover
Seiten: 163
ISBN: 9783941248403
Erschienen: 03/2010
Preis: 16,00 € [D]
Leseprobe



Klappentext
Nach dem Verlust seiner Familie wird die Frage nach dem Sinn für die Polizist Rick Grimes zur Zerreißprobe. Die Überlebenden der Zombie-Apokalypse haben einmal mehr alle Zelte abgebrochen und begeben sich auf eine Reise, die auf jedem Schritt tödliche Gefahren birgt. Ihr ziel: Die Hauptstadt Washinton DC, wo sich die letzte Bastion der Zivilisation befinden soll und wo sie womöglich den Grund für die Seuche erfahren können. Doch existiert diese Bastion wirklich, oder jagen Rick und seine Begleiter einer falschen Hoffnung nach?

Folgeband! Achtung Spoilergefahr!!!
Es wird verrückt und unberechenbar im zehnten The Walking Dead Comic "Dämonen". Und damit meine ich noch verrückter und unberechenbarer als die Lage sowieso schon ist....

Rick, Carl, Michonne, Maggie, Glenn, Andrea, Dale, die Zwillinge Ben und Billy und die kleine Sophia haben Verstärkung bekommen von einer kleinen Gruppe, die einen Wissenschaftler in ihrer Mitte hat, der rausfinden möchte, wieso es zu dieser Zombie-Apokalypse kam. Er möchte die Beißer und Streuner und Schleicher und wie sie noch genannt werden, studieren und erhofft sich mehr Schutz sowie eine mögliche Heilung, sodass es nach einem Biss nicht mehr zur Wandlung kommt.
Doch bis dahin ist es ein sehr weiter Weg, denn ausgerechnet in Washington D.C. erhoffen sie sich einen Zufluchtsort und Menschen, die dem Leben einen neuen Sinn geben können.
Auf diesem Weg sind wieder einmal die Streuner die geringste Bedrohung...

Entsetzlich und fragil wären Wörter, mit denen man das Geschehen aus meiner Sicht gut erklären könnte. Der Flucht vor dem Gouverneur hat Rick und seine Gruppe mit einer neuen Gruppe zusammengeführt und man spürt richtig, wie wenig die alten Grundsätze noch zählen. Jeder misstraut jedem, aber wenn es darauf ankommt unterstützen sie sich. Doch keiner würde zögern alles zu tun, um seine Leute zu beschützen.
Richtig mitfühlen konnte ich in der Szene als Rick mit Abraham zusammensaß, nachdem sie gerade ein paar dreckige Überlebende aufgemischt haben, die Carl vergewaltigen wollten. Jeder musste sich selbst eingestehen, wieviele lebende Menschen sie getötet hatten und aus welchem Grund. In so einer Zeit verändern sich die Menschen, aber es ist nicht immer etwas schlechtes, wenn man bereit ist zu überleben.
Ich verstehe es bis heute nicht, wie krank einige Charaktere waren, die zum Glück nicht mehr leben.

Am besten an diesem Teil hat mir gefallen, dass es wieder mehr um den Kampf gegen die Beißer geht und was passiert, wenn sie einer "Horde" begegnen. Das zu sehen und zu lesen finde ich persönlich einfach spannender als den Krieg zwischen den verschiedenen Lagern, der einfach so sinnlos ist.

Auch gut fand ich die Rückkehr von Morgan, der im ersten Buch Rick das Leben gerettet hat und ihm zum ersten Mal von der neuen Welt erzählte. Morgan war ein neutraler Charakter, den die Gruppe heute auch gut gebrauchen könnte, doch er ist nicht mehr der selbe. Er ist völlig außer Kontrolle, was kein Wunder ist, aber Rick nimmt ihn auf, versucht ihm eine Chance zu geben. Ich kann nur hoffen, dass das gut ausgeht...

Komplett zusammengefasst kann ich nur sagen, dass es wieder der absolute Hammer war!


"Dämonen"
"Jäger und Gejagte"
"Schöne neue Welt"
"Kein Zurück"
"In der Falle"
"Dein Wille geschehe"
"Eine größere Welt"
"Fürchte dich nicht" (erscheint März 2013)
"Grenzen" (erscheint August 2013)

Quellen:
Foto ©  Lesedelfin
Inhalt & Zitate © Robert Kirkman
Klappentext © Cross Cult

Übersetzung: Marc-Oliver Frisch

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