Autorin: Brynne Weaver
Reihe: The Ruinous Love, Band 1
Genre: Dark Romance
Verlag: Piatkus
Format: eBook
Seiten: 352
ISBN: 978-0-349-44156-6
Erschienen: 12/2023
Preis: 0,99 €
Sprache: Englisch
Leseprobe
KlappentextA friends-to-lovers dark romantic comedy full of murder, chaos, and spice, unlike anything you’ve read before.Every serial killer needs a friend.
Every game must have a winner.
When a chance encounter sparks an unlikely bond between rival murderers Sloane and Rowan, the two find something elusive—the friendship of a like-minded, pitch-black soul. From small town West Virginia to upscale California, from downtown Boston to rural Texas, the two hunters collide in an annual game of blood and suffering, one that pits them against the most dangerous monsters in the country.
But as their friendship develops into something more, the restless ghosts left in their wake are only a few steps behind, ready to claim more than just their newfound love.
Can Rowan and Sloane dig themselves out of a game of graves?
Or have they finally met their match?
"Butcher & Blackbird" ist das typische Buch, was sich zufällig in das eigene Blickfeld schmuggelt, dabei etwas hinterhältig und durchtrieben grinst und zuckersüß flüstert: "Lies mich." Und weil dieses Cover von pinkem Mädchentraum, kreisenden Kettensägen, Vögeln und Schlachtermessern komplett gegensätzlich erscheint, ist man als Leser umso neugieriger. Brynne Weaver hat mich ziemlich schnell in ihr Spinnennest gelockt und kaum war ich in den Seiten drin, wurde ich komplett zum Narren gehalten, denn auf diese dunkle Comedy kann man einfach nicht vorbereitet werden...
Das Buch erzählt auf sehr düstere, nicht zu ernst nehmende Weise wie sich zwei gleichgesinnte Serienkiller in einer unerwarteten Zwangslage begegnen und in einem Wettbewerb landen, wer von ihnen beiden schneller das nächste Ziel tötet. Rowan ist der Schlächter aus Boston, der seine Opfer gerne öffentlich aushängt und auch Sloane liebt es ihre Opfer auf besondere Weise zur Schau zu stellen, auch wenn das FBI nicht dahinter kommt, dass sie eine Frau ist - The Orb Weaver -, deren Spezialität es ist ihren Opfern die Augen auszupicken. Beide haben ein ganz bestimmtes Beuteschema, denn sie töten nur die, die selbst als Killer unterwegs sind. Umso unterhaltsamer ist es ihnen bei Bier und Rippchen zu lauschen, wie sie einander von ihren Opfern erzählen, die der andere gerne gehabt hätte bzw. bereits gejagt hat.
Mit sehr viel Witz und Charme kreisen Sloane und Rowan in einer Zeitspanne von vier Jahren umeinander, treffen sich nur zu ihrem jährlichen Wettbewerb und verzehren sich in der Zwischenzeit auf offensichtliche Weise nacheinander, wohlwissend, wie anders sie sind und davor zurückschreckend, was es bedeuten würde der eigenen dunkle Seele etwas Licht zu gönnen. Oh ja, es ist ein Zerrwettbewerb der Emotionen und wäre das ganze Geplänkel, die gegenseitige Anstachelei und der humorvoll verpackte Hohn nicht, wäre das Buch nur frustrierend.
“You’re right.”
My brow quirks. “About what?”
“That you’ll probably never meet someone like him again. That he’s probably the only one out there like you. That you could mess it up. Or he could let you down. Or that maybe your friendship could go up in flames. You’re right about all those worries that are circling around in your head. Maybe all of them are true. But maybe it shouldn’t matter, because everyone messes up. We all let each other down once in a while. And sometimes the best things come out of the fire.”
Als eingefleischter Fan von Serien wie Dexter und Criminal Minds drängte sich aber immer wieder die Frage nach dem "Warum?" in meine Gedanken. Man erfährt recht viel aus Rowans Vergangenheit und wie er die dunkle Seite in sich fand, doch über Sloane gibt es nur Andeutungen, auch wenn sie recht deutlich sind. Mein inneres Warum bezieht sich nicht wirklich auf die Art und Weise, wie die beiden zu Mördern wurden, sondern warum ausgerechnet diese beiden so tief in sich blicken und romantische Gefühle entwickeln können. Brynne Weaver hat diese gedanklichen Übergänge extrem gut beschrieben und wenn man bereit ist die Realität komplett zu vergessen, kann man sich wunderbar auf den romantischen Aspekt des Buches einlassen. Auch die heißen Szenen kommen nicht zu kurz und waren ein Genuss, weil beide Protagonisten nicht aufhören können einander zu necken und herauszufordern, was sich sehr gut mit der Dominanz verbindet, die auf spielerische Weise entsteht und einfach nicht ohne ein dunkles Lachen auskommt.
Generell habe ich viel gelacht und den Kopf geschüttelt, weil die Umgangsweise aller vorkommenden Personen etwas herrliches hat, die durch rüde Sprüche und liebevolle Loyalität aufgepeppt werden. Sloanes Freundin Lark, die mit ihrem ungezügelten Mundwerk nicht zurück hält und eine große Stütze für ihre mordende Freundin ist und dessen dunkle Seite liebevoll akzeptiert, und Rowans zwei Brüder Lachlan - der Beschützertyp mit der beherrschten dunklen Seite - und Fionn - der Arzt, dem man seine Gefühle vom Gesicht ablesen kann und der sich sehr um seine Brüder sorgt - sind die perfekten Nebencharaktere, die dann in Szene treten, wenn es lustig oder brenzlig wird.
Mit viel Blut, eindeutigen Gewalt- und Sexszenen, aber auch viel dunklem Humor und Protagonisten, die einem unter die Haut gehen und gemeinsam umso stärker an dem Leseherz zerren, hat Brynne Weaver ein Buch geschrieben, dass man einerseits durch die Triggerwarnungen ernst nehmen sollte, und andererseits überhaupt nicht ernst nehmen darf. Ja, es passieren einige krasse Dinge, die dann mit so viel Humor unterlegt werden, dass ich nur darüber lachen konnte.
"Butcher & Blackbird" ist der vielversprechende Auftakt einer Trilogie. Mir fehlte ein wenig mehr Handlung, aber das Ende verspricht eine nervenzerreißende Fortsetzung, wenn auch nicht unbedingt mit Butcher und Blackbird im absoluten Mittelpunkt. Aber Lark und Lachlan haben schon einen guten Eindruck bei mir hinterlassen, sodass ich mich sehr auf ihre Geschichte freue.
“Let’s say you manage to claw your way into the friend zone, and then by some fucking miracle you get yourself beyond that and into the spider lady’s good graces without losing an eye, how would you like me to refer to her?”
“I don’t know, asshole. How about Queen. Or, Your Highness. Fuck off.”
I groan as Lachlan’s laugh surrounds us again, even louder than before. “Fuck Off it is. ‘Pleased to meet you, Fuck Off. I’m your brother-in-law, welcome to the family, Fuck Off.’”


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