Autor: John Strelecky
Reihe: The Why Café, Band 1
Genre: Roman, Selbsthilfe
Verlag: dtv
Format: Taschenbuch
Seiten: 128
ISBN: 978-3-423-20969-4
Erschienen: 02/2007
Preis: 9,95 €
Leseprobe
KlappentextEin kleines Café mitten im Nirgendwo wird zum Wendepunkt im Leben von John, einem Werbemanager, der stets in Eile ist. Eigentlich will er nur kurz Rast machen, doch dann entdeckt er auf der Speisekarte neben dem Menü des Tages drei Fragen:»Warum bist du hier? Hast du Angst vor dem Tod? Führst du ein erfülltes Leben?« Wie seltsam – doch einmal neugierig geworden, will John mithilfe des Kochs, der Bedienung und eines Gastes dieses Geheimnis ergründen.
Die Fragen nach dem Sinn des Lebens führen ihn gedanklich weit weg von seiner Vorstandsetage an die Meeresküste von Hawaii. Dabei verändert sich seine Einstellung zum Leben und zu seinen Beziehungen, und er erfährt, wie viel man von einer weisen grünen Meeresschildkröte lernen kann. So gerät diese Reise letztlich zu einer Reise zum eigenen Selbst.
John Streleckys Buch "Das Café am Rande der Welt" ist mir von einer Sozialarbeiterin ans Herz gelegt worden, da der Autor hier auf humorvolle Weise über den Sinn des Lebens erzählt. Dieses Buch stand an der Spitze der Bestsellerlisten und wurde laut Vorwort des Autoren von einem prägenden Ereignis inspiriert, das ihm widerfahren ist.
Normalerweise ist die Frage nach dem Sinn des Lebens nichts, womit ich mich gerne beschäftige, denn ich habe immer wieder die Faust des Schicksals gespürt, wenn mir etwas Gutes passiert ist und nun will mir eine Anekdote aus dem Buch erklären, dass ich es selbst in der Hand habe mit positivem Denken mein Leben zu beeinflussen, dass mir auch gute Dinge passieren? Ich denke nicht, ich glaube nicht mehr an so etwas.
Der Autor gibt auch Selbstfindungsseminare und sowas ist ebenfalls nichts wirklich für mich.
Dass ich das Buch doch gelesen und relativ zügig mit ein paar Denkpausen beendet habe, liegt daran, dass es einen magischen Erzählstil hat. John, der sich eine Auszeit von seinem Leben nehmen möchte, verfährt sich und landet an einem Ort im Nirgendwo, in einem Café, wo ihm nicht nur die Menschen dort freundlich entgegen treten, sondern auch die Speisekarte Fragen an ihn hat, die ihn beschäftigen werden und in interessante und aufschlussreiche Unterhaltungen mit den wenigen anderen Anwesenden verwickeln.
Warum bist du hier?
Hast du Angst vor dem Tod?
Führst du ein erfülltes Leben?
Casey, eine Serviererin und Mike, der Inhaber des Cafés, erklären ihm schließlich, dass die Fragen eine ganz neue Bedeutung bekommen, wenn man sie anders formuliert: Warum bin ich hier?
Ein Ort im Nirgendwo, an den John nur gelangt, weil er scheinbar Antworten im Leben benötigt? Das ist schon eine sehr romantische Vorstellung vom Leben, die noch durch einen gewissen mysteriösen Touch bestärkt wird, denn John glaubt, dass sich die Worte auf der Speisekarte ändern und die Menschen dort seine Gedanken lesen können.
Mir geht der Gedanke "Du willst etwas ändern? Dann ändere es!" zu einfach. So wurde es natürlich nicht direkt formuliert, so habe ich es aber für mich interpretiert. Für manche Menschen mag es funktionieren, dass man durch eine simple Frage sein Leben ändern kann, aber dafür muss man wohl offen sein, quasi an die Magie des eigenen Denkens glauben.
Was mir an dem Buch gefallen hat, waren die Bilder, die recht einfach und doch so einnehmend wirken und mich als Leser direkt an diesen Ort getragen haben.
"Das Café am Rande der Welt" ist der erste Teil einer vierteiligen Reihe und laut Wikipedia soll Til Schweiger über eine Verfilmung nachdenken. Dieses Buch wirbelt also einiges an Staub auf, wenn man Gefallen an solchen Erzählungen findet. Ich habe es eher als eine kleine Reise gesehen, in die ich mich selbst nicht hineindenken konnte.

Schönen guten Morgen!
AntwortenLöschenIch hab vor einigen Jahren das Buch gelesen - und obwohl es für mich nicht viel neues zu entdecken / erlesen gab, war es doch gut, mir alles wieder in Erinnerung zu rufen. Im Alltag vergisst man vieles oft, was einem eigentlich einiges erleichtern würde.
Ich kenne die "Faust des Schicksals" nur zu gut, aber ich hab meinen Glauben nicht aufgegeben, mich selbst rauskämpfen zu können. Das letzte Jahr war ich am tiefsten Punkt angelangt, so schlimm ging es mir noch nie, und ja, es hat jetzt echt lange gedauert, aber jetzt bin ich soweit, dass es wieder aufwärts geht. Viel durch gute Freundschaften, aber auch viel durch mich selber, durch meine Einstellung. Durch das bewusste Wahrnehmen der schönen Dinge, die wir oftmals gar nicht mehr sehen, weil wir so von Dunkelheit eingehüllt sind.
Es kann funktionieren und du solltest nicht den Glauben daran aufgeben ;)
Liebste Grüße, Aleshanee