In den letzten Jahren habe ich diesen Blog eigentlich nur noch mit Rezensionen gefüllt, weil ich trotz der wenigen Lust auf das bloggen, meine Liebe zum Buch beibehalten wollte. Bloggen bedeutet aber auch, dass man auf anderen Bücherblogs abtauchen und neue Bücher und Menschen entdecken kann, was bei mir deutlich zu kurz kam. Nach dem neuen Datenschutzgesetz sind viele Blogs ins Exil gegangen oder wurden geschlossen, was einfach schade ist und auch ich habe lange darüber nachgedacht, doch es gibt nicht viele Dinge, die einen über Jahre hinweg mit Freude erfüllen und wenn man so etwas gefunden hat, sollte man es nicht so schnell wieder aufgeben. Also habe ich zumindest meine Bücher weiter rezensiert und gerade weil mein Leben in diesem Jahr wieder durch schwere Verluste geprägt wurde, brauch ich etwas, auf das ich mich konzentrieren kann. Also hoffe ich, dass ich endlich meine Buchverfilmungskategorien und Serien ausbauen kann.
Aber nicht nur meine neuen Pläne haben mich zum bloggen zurück gebracht, sondern auch eine Anschaffung, gegen die ich mich ewig lange gewehrt habe. Es gibt keinen vernünftigen Grund, wieso sich der Schalter in meinem Kopf plötzlich umgelegt hat, aber irgendwie war er plötzlich da: Der Wunsch nach einem eBook Reader. Mein Handy habe ich bereits für Amazon Kindle und Skoobe genutzt und ja, es ist schön, wenn man auch mal einfach im dunkeln sitzen und trotzdem lesen kann. Mit einem Buch im Bett liegen ist einfach nichts für mich, da ich meine Bücher lieber vorsichtig in beiden Händen halte und nicht gerne knicke oder ablege. Ich bin bestimmt nicht der einzige Bücherliebhaber, der so denkt :D
Also kam die große Überlegung: Welcher Reader darf es denn sein? Ich habe eBooks immer bei Amazon gekauft, wieso also keinen Kindle? Aber die Skoobe Lese-App gibt es nur auf einem Tolino... Es war eine schwierige Frage, aber nach zig Videos, Meinungen und Testberichten wurde es dann ein Kindle Paperwhite. Einer der Hauptgründe dafür war der, dass in vielen Berichten davon die Rede war den Kindle auch mit Goodreads verbinden zu können. Zack, das hat mich überzeugt. Und jetzt stellt Euch meine Enttäuschung vor, als mir klar wurde, dass diese Funktion im deutschen Raum nicht möglich ist. Grrr. Ich hoffe Amazon bekommt das irgendwann doch nochmal hin, denn die Nachfrage ist offensichtlich da.

Zusammen mit dem Kindle Paperwhite gab es eine dreimonatige Testphase für Kindle Unlimited und ja, dort gibt es einige gute Bücher zu finden, aber die meisten sind eher Selfpublisher, wo man viele interessante Neuentdeckungen machen kann. Ebenfalls im Kindle Paperwhite Paket war ein Probeabo für audible, was ich selbst nicht genutzt habe, da ich kein großer Fan von Hörbüchern bin.
Mein erstes Buch auf dem Kindle war ein Comic, der erste
The Walking Dead Band (dank Unlimited), den ich zwar schon kannte, aber weil ich mir auch überlegt habe Mangas auf dem Kindle zu lesen, musste ich wissen, ob es sich lesen lässt. Ja, das tut es. Auch wenn ich ein Buch immer dem eBook vorziehen würde. Doch was Mangas betrifft: sind wir mal ehrlich... Von diesen kleinen Büchern gibt es meist über zwanzig Bände, wer hat denn schon den Platz dafür? Und der Kindle Paperwhite bietet mit 8GB ausreichend Platz für Bücher, Comics, Mangas, sogar Hörbücher...
Durch die verschiedenen Helligkeitsanpassungen ist jetzt auch das Lesen im Bett ein riesiges Vergnügen und alleine dafür war es Wert einen eBook Reader gekauft zu haben. Deutlich angenehmer in der Hand als ein Smartphone.
Leider gibt es (zumindest für mich) auch direkt wieder ein Problem: Kaufe ich mir ein neues Buch jetzt im Handel, oder als eBook. Gerade Neuerscheinungen sind als eBook günstiger, doch wenn man gebrauchte Bücher kauft, können eBooks nicht mithalten. Zu entscheiden welches Buch also auf dem Kindle landet, fällt bei mir immer wieder anders aus. Momentan kaufe ich Bücher nur gebraucht, wenn es sie aber nur als eBook gibt, dann eben als Datei. Trotzdem ist der Wunsch riesig meine Lieblingsbücher auch als eBooks zu haben, denn - und das ist mit eines der besten Features, wenn es um eBook Reader geht - so kann man all seine Lieblingszitate jederzeit markieren und immer wieder problemlos ohne ewiges blättern, wiederfinden. Auch die X-Ray Funktion des Kindle Paperwhite, wo Charaktere und Orte hervorgehoben werden, ist ein großer Vorteil. Zitate, die ich teilen möchte, kann ich ganz einfach mit meinem verknüpften Goodreads Account an einem Ort finden.
Jap, einen eBook Reader zu haben bedeutet neue Leselust an anderen Orten, mehr Freiheiten, wenn man Stellen in den Büchern markieren und teilen möchte und besonders die Leichtigkeit im Vergleich zu einem richtigen (oft schweren) Buch kann die Leselust weiter anfachen. Genau aus diesen Gründen liebe ich meinen Kindle, auch wenn ich mir nie vorstellen konnte, einen zu besitzen. Zeiten ändern sich halt doch. Die Liebe zum Buch bleibt.
Wie steht Ihr zum eBook Reader? Habt Ihr selbst einen und würdet ihn weiter empfehlen? Das würde mich wirklich interessieren, ob es noch mehr Leute gibt, die nie einen haben wollten und nun doch nie wieder darauf verzichten möchten :)
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| Natürlich darf eine Hülle nicht fehlen, die sich auch noch gut in den Händen anfühlt :D |