Buch:
"Tintenherz" von Cornelia Funke
Band 1 aus der Reihe Tintenwelt
Erschienen 2003 im Dressler Verlag
Film:
"Tintenherz", erschienen 2008
106 Minuten
FSK 12
Band 1 aus der Reihe Tintenwelt
Erschienen 2003 im Dressler Verlag
Film:
"Tintenherz", erschienen 2008
106 Minuten
FSK 12
Darum geht's
In einer stürmischen Nacht taucht ein unheimlicher Gast bei Meggie und ihrem Vater Mo auf. Er warnt Mo vor einem Mann namens Capricorn. Am nächsten Morgen reist Mo überstürzt mit Meggie zu ihrer Tante Elinor. Elinor verfügt über die kostbarste Bibliothek, die Meggie je gesehen hat. Hier versteckt Mo das Buch, um das sich alles dreht. Ein Buch, das Mo vor vielen Jahren zum letzten Mal gelesen hat und das jetzt in den Mittelpunkt eines unglaublichen, magischen und atemberaubenden Abenteuers rückt, eines Abenteuers, in dessen Verlauf Meggie nicht nur das Geheimnis um Zauberzunge und Capricorn löst, sondern auch selbst in große Gefahr gerät.
Kurzmeinung zum Buch
Cornelia Funkes "Tintenherz" ist ein Klassiker, den man als Bücherfreund einfach gelesen haben muss! Es gibt nicht nur die Geschichte selbst zu entdecken, sondern auch die Liebe zum Lesen neu zu erleben. Als Leser kann man sich hundertprozentig mit der zwölfjährigen Meggie identifizieren, was noch einmal ein ganz neuer Anreiz ist. "Tintenherz" schafft es sich zwischen zwei Welten zu bewegen, in die ich am liebsten sofort reingeschlüpft wäre. Es gibt gute, sehr gute, böse und sehr böse Charaktere, die es einem nicht immer leicht machen, sie zu mögen, doch an Meggie und Elinor hängt nun ein Teil meines Herzens.
Die Bücher
Das erste Buch der ursprünglichen Tintenwelt Trilogie "Tintenherz" habe ich erst in diesem Jahr zum ersten Mal gelesen, obwohl sie bald zwanzig Jahre alt sind. Zunächst über Kindle Unlimited, was ich dank des Kaufes meines Kindle Paperwhite drei Monate testen durfte. Den zweiten und dritten Band habe ich dann über die Leseflat-App Skoobe verschlungen. eBooks sind schön und gut, sehr praktisch, wie ich mir nun eingestehen musste, allerdings nichts im Vergleich zu einem echten Buch in den Händen, also habe ich mir die drei Bücher als Hardcover bestellt und schon beim ersten Aufschlagen und den kleinen Zeichnungen und Zitaten, wurde meine Leselust auf die Bücher noch größer, als sie bloß auf dem Kindle/Handy zu lesen. Diese Bücher sind eine Liebeserklärung an das Lesen selbst und welcher Bücherliebhaber hat nicht schon davon geträumt zwischen seine Seiten zu verschwinden und die geschriebenen Abenteuer selbst zu erleben. Durch die Protagonistin der Tintenwelt Reihe, der zwölfjährigen Meggie, kann man diese Erfahrung so hautnah erleben, als wäre man es selbst. Meggie ist ein sehr nachvollziehbarer Charakter. Cornelia Funke hat mit diesen Büchern Meisterwerke erschaffen und auch wenn ich ewig gebraucht habe sie zu lesen, kann ich nur sagen, dass man als echter Fan von Büchern diese Reihe auf jeden Fall in seinem Regal stehen haben muss. Ja, im Regal, denn die Bücher machen optisch schon gewaltig etwas her und dieses Empfinden kann die eBook Version nicht einmal annähernd vermitteln.
Leider wurde nur Band eins verfilmt, was ich echt schade finde, dennoch ist der Film abgeschlossen und vermittelt dem Zuschauer nicht das Gefühl, dass eine Fortsetzung zwingend nötig ist. Das wünscht sich nur der Bücherleser ;)
Band 1: "Tintenherz"
Band 2: "Tintenblut"
Band 3: "Tintentod"
Band 4: "Die Farbe der Rache" (erscheint am 12.10.2023)
Der Film
Natürlich ist eine Bücherverfilmung immer etwas anders, als die Geschichte aus den Büchern. Manchmal fehlen ganze Charaktere oder das Lieblingszitat schafft es nicht in die Verfilmung. Auch bei "Tintenherz" gibt es Veränderungen, aber die meisten davon waren hilfreich und konnten somit auch neue Zuschauer, die die Bücher nicht kennen, für die Geschichte begeistern. Zum Beispiel die Änderung, dass Mo und Meggie die Bücher sprechen hören können, was im Buch nicht der Fall ist. Deutlicher hätte man die besondere Gabe nicht vermitteln können, weshalb ich das eine gute Ergänzung fand. Wenn man ein Buch liest, erzeugen diese auch automatisch Bilder im Kopf und man versucht sich bei Verfilmungen vorzustellen, welcher Schauspieler diese Rolle übernehmen könnte, aber im Leben wäre ich nie auf Brendan Fraser als Mo gekommen, den ich mir irgendwie immer so wie einen zotteligen Löwen vorgestellt habe, dennoch hätte es bestimmt keinen besseren als ihn gegeben. Der komplette Cast ist wunderbar! Auch das visuelle war einfach gut gemacht und als die Geschichte in Capricorns Dorf spielt, konnte man schon sehen, dass es eine andere Welt ist.
Es ist schade, dass nur das erste Buch verfilmt wurde, ich hätte gerne die ganze Geschichte gesehen.
Es ist schade, dass nur das erste Buch verfilmt wurde, ich hätte gerne die ganze Geschichte gesehen.
Buch gegen Film: Der Gewinner!
Im Buch habe ich Meggie nie wirklich emotional einordnen können. Sie wirkte nicht traurig oder fröhlich. Der Film bringt hingegen einige Emotionen mit, viel Liebe, Respekt füreinander - besonders wenn man Staubfingers Beziehung zu seinem gehörnten Mader Gwin vergleicht - und echte Freude. Die Bücher haben das Böse etwas drastischer dargestellt, während im Film die Andersartigkeit deutlich war (was ich ebenfalls eine passende Ergänzung fand). Die Buchstaben, die sich über Gesichter und Körper ziehen, haben dieser Geschichte das fantastische Element gut aufgedrückt.
Die Besetzung des Films ist mit Brendan Fraser, Helen Mirren und Paul Bettany eine wirklich gelungene Ergänzung zu den Büchern, dennoch gab es ein paar Momente, wo ich mehr Erklärungen und Tiefe erwartet hätte. Diese findet man hingegen in den Büchern, also wer es richtig machen will liest die Bücher, schaut den Film und wird vielleicht überrascht sein, wie glücklich beide Versionen machen können.
Der Film ist schön gemacht mit genau den richtigen Veränderungen, damit man auch als Nicht-Leser der Bücher alles verstehen kann. Die Bücher sind super geschrieben. Ich kann in diesem Fall keinen eindeutigen Gewinner ernennen, denn ich habe beide Versionen von "Tintenherz" geliebt.
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| Rafi Gavron als Farid, Brendan Fraser als Mo, Eliza Bennett als Meggie, Paul Bettany als Staubfinger und Helen Mirren als Elinor © New Line Cinema |




Schönen guten Morgen!
AntwortenLöschenIch freu mich sehr dass dich die Tintenwelt auch so in den Bann ziehen konnte! Ich lese die Trilogie jetzt zum vierten Mal - in Vorbereitung auf die neue Fortsetzung - und bin wie immer mega begeistert! Grade auch vom Schreibstil, der ist hier einfach was total besonderes! (übrigens auch in ihren Reckless Büchern)
Der Film hatte mich aber eher enttäuscht muss ich sagen. Die Darsteller fand ich super, aber die Änderungen einfach nicht sinnvoll und nicht nötig. Ich hoffe, sie machen hier eine Serie draus. Wie auch beim Goldenen Kompass von Philip Pullman. Hier wurde ja auch nur Band 1 verfilmt - und leider auch mit unnötigen Änderungen. Die ´Serie ist aber genial gemacht!
Liebste Grüße, Aleshanee
Guten Morgen!
AntwortenLöschenDeinen Beitrag hab ich heute in meiner Stöberrunde verlinkt!
Sehr verspätet hab ich jetzt endlich mit dem re-read von Band 3 der Tintenwelt angefangen, damit ich auch endlich bald den neuen lesen kann :)
Liebste Grüße, Aleshanee
Huhu :)
LöschenSchade, dass Dir die Verfilmung nicht so ganz gefallen hat, dabei hat mir gerade die optische Darstellung mit den Buchstaben über den Körpern so sehr gefallen. Ich weiß einfach nicht, wie man diese andere Welt optisch besser hätte darstellen können ^^
Die Idee mit der Stöberstunde finde ich richtig super, das ist genau das richtige, wenn man nach neuen Bücherblogs ist, da werde ich also auf jeden Fall mal reinschauen. Mein Vorhaben, hier wieder aktiver zu werden, sieht das Leben leider etwas kritischer, aber ich werde nicht müde es zu versuchen xD
Liebe Grüße :)
Die Optik mit den Buchstaben hätte es für mich nicht gebraucht ... vor allem fand dich die Änderungen nicht so toll, sie hätten einfach bei der Geschichte bleiben sollen wie sie im Buch ist, das fand ich unnötig ;)
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