Autor: George R.R. Martin
Originaltitel: A Feast of Crows (Part 2)
Reihe: Das Lied von Eis und Feuer, Band 8
Verlag: blanvalet
Genre: High Fantasy
Format: Paperback
Seiten: 608
ISBN: 978-3-442-26860-3
Erschienen: 03/2012
Preis: 16,00 €
Leseprobe
KlappentextUnheilvolle Ruhe herrscht in den Sieben Königslanden.
Die Lage in Westeros stabilisiert sich, ein endgültiger Sieg der herrschenden Lennisters ist in greifbare Nähe gerückt. Allmählich kehren Gesetz und Ordnung in weite Teile des vom Krieg verwüsteten Landes zurück. Doch die Königin Regentin Cersei findet keine Ruhe. Nach dem tragischen Verlust ihres erstgeborenen Sohnes und der Hochzeit ihres zweitgeborenen, des Kindkönigs Tommen, mit der ungeliebten Margaery Tyrell drehen sich ihre Gedanken nur noch um die Frage, wie sie der künftigen Königin eine Falle stellen kann, um deren Regentschaft zu verhindern. Während sie bei Hof ihre Intrigen spinnt, beginnt es im Süden erneut zu brodeln, und die Eisenmänner holen zu einem vernichtenden Schlag gegen das Reich aus. Cersei verliert zunehmend die Fähigkeit, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden: So verleiht sie den Predigern des wieder erwachten Glaubens große Macht und übersieht dabei, wie leicht die gesponnenen Ränke sich gegen sie selbst richten könnten ...
Eine Sache ist klar: Der Krieg um den Eisernen Thron hat einige Mitstreiter, die über so viele Ecken in den sieben Königslanden und freien Städten verteilt sind und viele spannende Geschichten auf ihrem Weg nach Westeros zu erzählen haben, das nicht jede Stimme in jedem Buch gehört werden kann. Meine zwei Lieblingsstimmen, Tyrion und Daenerys, kamen erneut nicht vor, da besonders Cersei und Jaime im Mittelpunkt standen. Am meisten stört mich daran, das man schon so einige Geschichten durchlebt hat, auf dessen Fortsetzung ich begierig warte, weshalb es mir nach "Die Dunkle Königin" wie ein Jammer vorkommt, dass ich immer noch auf so manche Auflösung gewisser Schicksale warten muss. Trotzdem hat mich das nicht davon abgehalten diesen Wälzer in zwei Tagen zu verschlingen. Mir kam einiges etwas trocken vor, trotzdem habe ich es mit Freude oder Abneigung verfolgt. In der Welt von Eis und Feuer kann alles irgendwann wichtig werden. Mein Herz gehört Haus Targaryen und all die Erzählungen über frühere Könige und deren Erlebnisse waren nette Überraschungen, die ich wie ein Schwamm aufgesaugt habe.
"Die Dunkle Königin" zeigt die hässlichsten Seiten, die es überhaupt gibt mit endlos vielen Plünderungen und Vergewaltigungen, durch die ich mich eigentlich ungern kämpfen wollte. Doch einige Wendungen versprechen, dass die Saga noch spannender werden wird und ich kann es kaum erwarten auch das nächste Buch zu verschlingen.
Für mich ist die Faszination dieser Bücher hauptsächlich dem Erzählstil des Autoren geschuldet, der einfach wenige Worte braucht, um große Momente zu gestalten. Leider gab es in diesem achten Band weniger ruhmreiche Worte, die zu bedeutenden Zitaten werden konnten. Dafür gab es aber einen Kleinfinger, diesen eingebildeten Schuft, der so lange über irgendwelche Namen und Pläne reden konnte, dass ich dann schließlich bei der Auflösung nur den Kopf schütteln konnte und selbst nach drei Wiederholungen seiner Dialoge nicht verstanden habe, wie das Gehirn dieses Mannes funktioniert. Auch das ist George R.R. Martins Welt: Manches wird so lange mit vermeidlichen Sinnlosigkeiten gefüllt, dass es gefährlich werden kann, wenn man nicht auf jedes Detail achtet. Chapeau!
"Das Erbe von Winterfell"
"Der Thron der Sieben Königreiche"
"Die Saat des goldenen Löwen"
"Sturm der Schwerter"
"Die Königin der Drachen"
"Zeit der Krähen"
"Die dunkle Königin"
"Der Sohn des Greifen"
"Ein Tanz mit Drachen"
---Fortsetzung folgt---
Foto © Lesedelfin
Inhalt: © blanvalet & GRRM
Übersetzung: Andreas Helweg


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