Reihe: bittersweet
Genre: Liebesroman, Kurzgeschichte, Mystery
Verlag: Carlsen
Format: eBook
Seiten: 69
ISBN: 978-3-646-60110-7
Erschienen: 01/2015
Preis: 1,49 €
Leseprobe
Klappentext
Nachthell – Kühlvertraut – Bernsteinaugen…
Während der Vollmond aufgeht, muss Lillys Zug in einer menschenleeren Gegend einen Nothalt einlegen. Entnervt verlässt sie den Zug, um sich selbst durchzuschlagen. Und stößt auf ein geheimnisvolles Dorf mitten im Nirgendwo.
Die bittersweet E-Shorts haben bisher vorallem durch viele Gefühle und wundervolle Erzählungen geglänzt. Mit "Im Herzen der Vollmond" wird es erstmals richtig düster und geheimnisvoll und an Spannung toppt es alle. Doch so sehr ich auch von dem Schreibstil und der düsteren, undurchschaubaren und gefährlichen Athmosphäre gebannt war, hat mich das Ende eher mit gemischten Gefühlen zurückgelassen.
Natalie Luca führt ihre Protagonistin Lilly, deren Zug wegen einem Baumhinderniss nicht weiterfahren kann, durch die tiefste Dunkelheit. Sie sieht niemanden und alles ist ziemlich unheimlich. Doch beim Zug bleiben will sie nicht, denn sie scheint die einzige Passagierin zu sein.
Eine alte Frau auf einer altmodischen Kutsche liest sie auf und nimmt sie mit in ihr Dorf, wo Lilly überhaupt nicht wohl bei ist. Die Bewohner verhalten sich ihr gegenüber misstrauisch und feindlich. Nur Julian von Hagen, ein Gasthausbesitzer, hilft ihr.
Es gibt Geschichten, wo man nicht immer versteht wieso die Personen so handeln wie sie es tun und in dieser hier war es besonders schlimm. Ich kann wohl sagen, dass alle Erzählungen und Dinge, die Lilly sieht - oder glaubt zu sehen - nicht aufgeklärt werden. So offensichtlich manches auch ist, wäre es schön gewesen, wenn es am Ende nicht so schwebend gewesend wäre. Man kann sich ja alles mögliche dazu ausdenken, ohne je zu wissen, was es wirklich bedeutet.
Und leider ist diese "Romanze" zwischendrin dadurch auch absolut nicht nachvollziehbar, geschweigedenn glaubwürdig.
99 % ist da Angst und 1% Romanze?! Damit konnte ich mich gar nicht anfreunden. Weil dieser Teil aber vergleichsweise wenig Zeit für sich beansprucht, kann man darüber auch ein wenig hinwegsehen.
Es fing so vielversprechend an und holperte dann zu stark, weil die ganze Zeit der Spannungsbogen anschwillt und am Ende wird man irgendwie "auf dem Trockenen sitzen gelassen".
Ich mag Geheimnisse, aber das war mir ein wenig zu mystery-mäßig.
"Just Friends" von Jennifer Wolf
"Wir sehen uns gestern" von Tanja Voosen
"Feinde mit gewissen Vorzügen" von Amelie Murmann
"Hinter den Buchstaben" von Felicitas Brandt
"Ewig und eine Stunde" von Mirjam H. Hüberli
"Im Herzen der Vollmond" von Nathalie Luca


Guten Morgen Tascha,
AntwortenLöschenauch diese Rezension hört sich wieder sehr gut an =)
Ich wünsche dir einen schönen Sonntag!
Lg
Micha