[Rezension] "The Beast" von J.R. Ward (Black Dagger #27/28)


Autorin: J.R. Ward
Originaltitel: Ja
Reihe: Black Dagger, Band 27 & 28
Genre: Romantic Fantasy, Vampire
Verlag: New American Library
Format: Hardcover
Seiten: 508
ISBN: 978-0-349-40912-2
Erschienen: 04/2016
Preis: 15,70 €
Sprache: Englisch 
Leseprobe

Klappentext
Nothing is as it used to be for the Black Dagger Brotherhood. After avoiding war with the Shadows, alliances have shifted and lines have been drawn. The slayers of the Lessening Society are stronger than ever, preying on human weakness to acquire more money, more weapons, more power. But as the Brotherhood readies for an all-out attack on them, one of their own fights a battle within himself…

For Rhage, the Brother with the biggest appetites, but also the biggest heart, life was supposed to be perfect—or at the very least, perfectly enjoyable. Mary, his beloved shellan, is by his side and his King and his brothers are thriving. But Rhage can’t understand—or control—the panic and insecurity that plague him, terrify him ... and distance him from his mate.

After suffering injury in battle, Rhage must reassess his priorities. The answer, when it comes to him, rocks his world...and Mary’s. But Mary is on a journey of her own, one that will either bring them closer together or cause a split that neither will recover from...

FOLGEBAND! ACHTUNG: SPOILERGEFAHR!!!
Dieses englische Buch ist Band 14. In Deutschland erscheint der erste Teil des Buches (Band 27) im Oktober 2016 und der zweite Teil (Band 28) im März 2017!

Hell yeah! Rhage und Mary sind zurück! "The Beast" ist ein so simpler Buchtitel, aber der eingefleischte Black Dagger Leser weiß um wen oder was es sich dabei handelt seit der ersten Stunde. Zum ersten Mal erzählte J.R. Ward die Geschichte der Beiden im dritten erschienen Buch in Deutschland und seither nehmen beide eine große Rolle in der Black Dagger Welt ein. Rhage als Krieger der Bruderschaft und Mary als helfende Therapeutin mit einem Ohr für jeden. Die von Ward erschaffene Welt ist riesengroß, aber die beiden Protagonisten haben immer eine Rolle gespielt, sie sind einfach nicht wegzudenken. In "The Beast" rückt Ward die beiden wieder in den Vordergrund und bringt dem Leser erneutes Herzrasen.

Schon auf den ersten Seiten spürt man, dass mit Rhage etwas anders ist. Seine überaus charmante und kindliche Art ist einer nachdenklichen gewichen, die ihm schwer auf der Seele liegt. Als Vishous ihn mitten auf dem Schlachtfeld in einem Kampf gegen Lesser zur Seite zieht und ihn bietet nach Hause zu gehen, steht Rhage und dem Leser eine grausige Nachricht bevor. V hat seinen Tod gesehen. Heute. Auf diesem Schlachtfeld. Doch statt vernünftig zu sein, schaltet Rhage ab und stürzt sich erst recht in die Schlacht. Seine Gedanken sind nicht wirklich verständlich, aber die enstehenden Szenen sind so voller Dramatik und Bruderschaft aufgepumpt, dass das Wieso schnell in den Hintergrund rückt. Als V Mary Bescheid gibt, lässt sie sich von der Schlacht um sich herum nicht ablenken und fleht um Rhage's Leben. Der Moment ihrer eigenen Entscheidung scheint gekommen zu sein. Denn wenn Rhage stirbt, steht es ihr frei, ihm zu folgen. Doch sie kann nicht und Ward umschreibt ihren Schmerz so verdammt real, dass ich Angst vor den weiteren Seiten hatte. Mary fleht und kämpft um das Leben ihres Mannes und greift schließlich instinktiv zu einer letzten Möglichkeit und spricht zu seinem Biest: "Help me. Oh please... figure it out, help him, save him... save yourself by saving him..."

Damit erschafft Ward direkt zu Beginn des Buches so viele Emotionen und knüpft an ihren letzten emotionalen Büchern an, schließlich war der letzte Band auch ein richtiges Herzbrecherding. Doch sie weiß auch zu überraschen und Situationen aufs maximalste auszureizen und auf neue, noch liebenswertere Weise wieder zusammen zu setzen. Genau deshalb liebe ich diese Autorin und ihren Schreibstil. Süßes und saures zur selben Zeit, wovon man süchtig wird. Getreu der rauen Natur der Bruderschaft schreibt sie oft rau und zügellos, erschafft durch die Verbundheit der Vampire zu ihren Frauen aber eine Linie, die zärtlich und romantisch werden kann. Und das ganze fügt sich immer so wundervoll zusammen.

Auch bei Mary und Rhage schafft es Ward weitere Wege zu ergründen und ihren Charakteren eine neue Tiefe zu verleihen. Bei Ward darf man niemals denken, dass etwas für immer ist. Es wird einfach nur mehr.

Rhage gehört definitiv zu meinen Lieblingen, weil er die Sorte Krieger ist, die nicht nur hammermäßig gut aussieht und charamant und witzig ist, sondern weil es ihn nicht interessiert, wenn ihn eine andere Frau ansieht. Für ihn gibt es nur Mary und das spürt man in jedem Umgang der Beiden. Wenn ich an die schüchternen Anfänge zurückdenke, wo Mary nicht glauben wollte, dass jemand, dem sie nicht grundlos den Spitznamen Hollywood gegeben haben, auf sie stehen könnte... Ich liebe es! Die beiden sind einfach zu süß und sie verdienen ihr ganz besonderes Happy End! Doch ganz so einfach ist es nicht. Nicht mehr...

"Oh, God, Mary, I don't want to feel this way. I mean ... I could try to lie, but ..."
"You've felt like this for a while, haven't you. That's why things have been a little off between us."
"I would have said something, but I didn't know what was wrong. Until down there in the kitchen when I was alone with little L.W. It just came out of nowhere. Hit me like a ton of bricks—I don't want to feel this way."
"It's perfectly natural—"
He drove his fist into the floor hard enough to crack the wood. "I don't want this! I don't fucking want this! You and I are all I need! I don't even like young!"

Es scheint eine instinktive Verbindung zwischen den beiden zu sein. Rhage, der plötzlich wegen der Kinder seiner Brüder nachdenklich wird. Und Mary, die in ihrem Job als Therapeutin einem jungen Mädchen helfen will, dass in einem gewaltätigen Haus aufgewachsen ist und die gerade ihre Mutter verloren hat. Es steckt soviel Drama in diesen Seiten, dass ich öfter eine Pause machen musste.
Mary ist immer noch diese starke Persönlichkeit, die sich mit ihrem Schicksal abgefunden hat, aber auch ihr Charakter wird immer nachdenklicher und Ward schreibt es perfekt, dass man als Leser genau fühlen kann, wie zerrissen die Charaktere sind.

Besonders gut gefallen hat mir die Verbindung zu früheren Büchern. Ward lässt Szenen ihres ersten Treffen nochmal aufleben und verbindet früher gesprochene Worte mit der Gegenwart.
Und ich habe mich beim lesen wieder in Rhage's Biest verliebt! Was als Fluch angefangen hat, ist heute mehr als das und ich liebe es, wie Ward Mary's Liebe für Rhage und seine Bestie weiter aufflammen lässt.

Wie Mary auch, habe ich mich sofort in Bitty verliebt. Das kleine Mädchen, was schlimmes durchmachen muss und bei der Mary sich größte Mühe gibt, es ihr leichter zu machen. Zwischen den beiden entsteht nur sehr langsam eine Verbindung, doch als sie Rhage das erste Mal sieht und die beiden über seinen heißgeliebten GTO direkt einen Draht zueinander bekommen, ergeht es mir wie Mary: Ich konnte ein paar Tränchen nicht unterdrücken. Ausgerechnet Rhage, der große Krieger mit der inneren Bestie schafft es mit seinem Charme und nicht-nachdenken Bitty aus ihrem Schneckenhaus zu helfen.

Doch wie gewohnt erzählt Ward mehrere Geschichten parallel, auch die von Layla, der hochschwangeren Auserwählten, deren Geschichte sich jetzt seit mehreren Bänden wie ein roter Faden durch die Handlung zieht. Zu Beginn war ich wirklich skeptisch und habe gehofft, dass sie endlich mal einen Schritt weiterkommt, da ich sonst leicht von den ewigen Wiederholungen genug hätte. Man sollte manchmal vorsichtig sein mit dem was man sich wünscht, denn ihre Gedanken über ihre verbotenen Gefühle für Xcor - der als Feind der Bruderschaft gilt - scheinen kein Ende zu nehmen. Doch Ward schafft es wieder mich als Leserin zu überraschen und himmel... Ich bin eine Heulsuse! Für Layla hat die Autorin in diesem Band wieder alles an Gefühlen rausgeholt, was es zu bieten gibt. Als Leser nicht mit den Charakteren zu fühlen und mitzufiebern ist völlig unmöglich!
Ganz besonders bei der Bindung zwischen ihr, Qhuinn und Blay hat Ward nochmal einen draufgesetzt und mich berührt. Damals, ganz damals, als ich dachte Layla würde der Beziehung zwischen Qhuinn und Blay im Wege stehen... Hach ja, die Autorin hat es echt geschafft was wundervolles daraus zu gestalten.

"The Beast" ist voller überraschender Wendungen der Extraklasse und seit dem letzten Band bin ich wieder völlig in der Black Dagger Welt drin, voller liebevoller Überzeugung für die Charaktere und die entwickelten Geschichten. Die Bücher zuvor kam eine kritischere Stimme in mir hoch, aber die ist jetzt vollständig verschwunden, denn die Monotomie ist weg und das Hintergrundwissen, wieso manche Charaktere so plötzlich aufgetaucht sind oder was sie in der Geschichte zu suchen haben, ist gewachsen. Nichts ist eben selbstverständlich und Gefühle haben viele Farben und Schattierungen. Danke J.R. Ward!

Und das Ende scheint immer noch nicht gekommen zu sein! Denn zwischen dem ganzen Gefühlswirrwarr gibt es ein paar Menschen, die Dinge mitbekommen haben, die sie an ihrer Vernunft zweifeln lassen. Außerdem wuselt Assail durch die Seiten und sucht nach seinem Platz, während er mit seinen eigenen Problemen kämpft und dabei viele Möglichkeiten bekommt sich abzureagieren. Seine Zeit wird auch noch kommen! 

J.R. Ward schafft es in "The Beast" die Emotionen ihrer Charaktere einander auf eine neue und bezaubernde Weise anzupassen, die meinem Herzen des öfteren Aussetzer verpasst haben. Man kann dieses Buch nicht einfach lesen, weil die Autorin die Gefühle und Gedanken ihrer Protagonisten wieder auf eine Weise rüberbringt, die mich einfach alles haben fühlen lassen. Schmerz, Kummer, Freude, Witz.
Die Unterwelt in Caldwell schweigt noch lange nicht, der Fokus ist nur gerade auf die persönlichen Probleme einzelnder Protagonisten gerichtet.
Mit diesem Buch beweist die Autorin wieder ein ganz besonderes Gespür für die Entwicklung und konnte mich auch von den vielleicht nicht wirklich so offensichtlich reinpassenden Szenen überzeugen. Manchmal muss man in der Black Dagger Welt etwas länger darauf warten, dass sich alles zusammenfügt, aber wenn dieser Punkt kommt, dann fließt es ohne Gnade ;)
Lieblingszitat:
"Your not being able to have young? It's the reason we're together. It's not a curse, Mary ... it's a blessing. It's what saved us."


Black Dagger Legacy
"Blood Kiss"

Quellen:
Covergestaltung ©: ?
Titelbild ©: ?
Klappentext ©: J.R. Ward
Zitate ©: J.R. Ward
Rezension ©: nallasbuecherkiste.blogspot.com

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