[Angesehen] Still (2016)

Still - Erschienen 2016 - Genre: Horror/Thriller 


Ein Freund von mir wollte diesen Film unbedingt mit mir gucken und ich weiß nicht, wieso ich ihn mitgeguckt habe, da ich nicht so sehr auf dieses Genre stehe. Vieles ist viel zu vorhersehbar, doch nicht in diesem Film. "Still" hat mich gepackt, auch wenn die Story sich nur auf das nötigste beschränkt. Die Gestik der Schauspieler und ein paar gut eingebaute Effekthascher haben mich mitgerissen...


Ich habe mir mal mit einem Freund auf Netflix "Still" (engl. "Hush") angesehen. In dem 2016 erschienen Film geht es um eine taube Schriftstellerin, die relativ zurück gezogen in einem Haus im Wald lebt und an ihrem neusten Buch schreibt. Wieso sie taub ist, wird nur sehr wage am Rande erwähnt, als eine kurze Begleiterscheinung, sodass man sich als Zuschauer weniger auf das Warum konzentriert. Allgemein kam bei mir wenig über die Person an, die ich in der nächsten Stunde zu sehen bekommen würde. Wer sie ist, was sie macht und wieso sie isoliert lebt und wieso sie ein Problem mit ihrem Ex-Freund Craig hat, erfährt man nicht. Der Film zielt auf das nicht gesagte ab, formt die Geschichte mit Bildern, was glaubhaft bei mir angekommen ist, da man zu 90% nur zwei Personen während des Films sieht. Und doch war es schade, denn nachdem der Abspann auftauchte, blieb ich mit ein paar Fragen zurück, die mich als Fan von Charakterentwicklungen sehr interessiert hätten.

Die Kurzbeschreibung könnte man mit dem Satz "Da steht ein maskierter Mann vor der Tür, der dir droht, aber erst nochmal sein Spielchen mit dir spielen will" recht kurz fassen. Trotzdem ist "Still" kein typischer Horrorfilm, sondern eher ein Psychothriller. Während Maddie ihre Küche aufräumt, schlägt ihre Freundin mit blutigen Fäusten gegen ihre Türe, so nah dran und für Maddie doch unerreichbar, weil sie die Hilfeschreie nicht hören kann. Und es wird noch schlimmer, da der maskierte Mann auftaucht und mehrmals auf ihre Freundin einsticht. Es wirkt so absurd, dass Maddie von all dem nichts mitbekommt, der Zuschauer aber wohl, obwohl sie so nah dran steht.
Erst als Maddie mit ihrem Laptop auf der Couch sitzt und von ihrem eigenen Handy Fotos geschickt bekommt, die sie in ihrer jetzigen Pose zeigen, dämmert ihr, dass sie beobachtet wird. Als sie ihren Angreifer sieht, ahnt sie die Gefahr, doch nur stückchenweise wird sie sich der Bedrohung wirklich bewusst.

Der Film wird bei Netflix mit den Tags Brutal, Spannend und Furchteinflößend beschrieben, was recht nah rankommt. Es gibt sehr spezielle Szenen, wo Blut und Verletzungen richtige Effekthascher sind. Storymäßig bietet "Still" nur das nötigste vom nötigsten und weiß mit gekonnter Darstellung für angsteinflößende und psychotische Momente zu sorgen.

Der Zuschauer erlebt die Geschichte aus Maddie's Sicht und die Macher streuen Szenen rein, bei denen der Ton langsam runtergedreht wird und sich das Bild verlangsamt - es wird sich also sehr bemüht, dem Zuschauer Maddie's Gehörlosigkeit näher zu bringen. Man soll fühlen, was sie fühlt und bei mir hat es funktioniert, was mich doch selbst überrascht hat, denn zu Beginn gab es ein paar Punkte, die ich nur schwer begreifen konnte. Sie weiß, dass vor ihrem Haus ein Killer ist und statt sich zu verstecken, schleicht sie an den Fenstern rum. Wieso tut sie das? Mein Freund hat mich deshalb ausgelacht, weil es für ihn offensichtlich war, dass eine Gehörlose ganz anders mit der Situation umgehen muss.
Somit entstehen doch recht eindrucksvolle Momente.


Insgesamt finde ich den Film nicht überragend, aber auch nicht schlecht. Das Ende erklärt wenig, was ich ziemlich schade fand. Ich hätte gerne mehr über die Hintergründe gewusst, vorallem wieso der Mann sich dieses Haus ausgesucht hat. Gibt es eine Verbindung oder nicht?
Schlußendlich blickt man auf einen einstündigen Film zurück, der von einem Kampf ums Überleben erzählt, den die Macher eindrucksvoll erzählt haben. Auch die Filmeinstellungen waren keine typischen Ich-weiß-was-jetzt-kommt-Situationen. Es wurde ein bisschen mit dem Zuschauer gespielt, was ich als gelungen empfand.


1 Kommentar:

  1. OMG! Ich liebe dein Design! Da könnte ich doch glatt den ganzen Tag hier zubringen :D Ich muss gleich als Leserin dableiben... Ich bin auch ein kleiner Filmsuchti und meine Freunde wissen das auch - die verschleppe ich nämlich immer ins Kino. Ich bin aber auch absolut kein Fan davon, wenn die Hintergründe nicht erläutern werden, da könnte ich ... Upps, jetzt habe ich doch etwas gekrümmelt. Sorry. Aber Danke für den Keks aus deiner Dose!

    Ganz viele liebe Grüße, Michelle ☼♥
    walkingaboutrainbows.blogspot.com

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