[Angesehen] Silver Linings (2012)


Jennifer Lawrence und Bradley Cooper sind für mich zwei Aushängeschilde, die mich gerne zu gewissen Filmen und Serien hinziehen. Und Robert deNiro und Chris Tucker obendrauf? Da sage ich doch nicht nein!
"Silver Linings" erzählt eine recht aufregende Geschichte über den Glauben an den Silberstreif am Horizont und wie man sich die Hoffnung am Leben erhalten kann ihn zu bekommen.


Pat ist gerade nach acht Monaten aus einer psychatrischen Anstalt entlassen worden, weil er seine Frau beim Fremdgehen erwischt, und dessen Liebhaber, einen ihrer beiden Lehrerkollegen, verprügelt hat. Trotz eines Kontaktverbotes, glaubt Pat daran, dass er seine Frau Nikki zurückerobern kann und will sich ändern. Er hat abgenommen und arbeitet daran nicht mehr auszurasten, wenn er das Lied seiner Hochzeit hört, das ebenfalls lief, als er seine Frau inflagantri erwischte.
Pat redet frei nach Schnauze und die Beziehung zu seinen Eltern - bei denen er nun wieder wohnt - ist auf schräge und laute Weise ein Wegweiser für den Zuschauer. Sein Vater sucht die Bindung zu seinem Sohn durch die Philadelphia Eagles und glaubt fest daran, dass sein Sohn ein Glücksbringer ist, wenn sie zusammen die Footballspiele gucken. Er glaubt so sehr an seinen Sohn, dass er bereit ist dafür beim wetten aufs ganze zu gehen.
Doch nicht nur Pat nimmt die Leinwand für sich ein, sondern auch Tiffany, die er durch seinen besten Freund kennen lernt. Sie hat ihren Ehemann verloren und wirkt auf den ersten Blick noch instabiler als Pat. Zusammen erleben sie Dialoge, die trotz der ernsten Thematik schräg und lustig rüberkommen.
Tiffany bietet Pat an Nikki seinen Brief zu überreichen, wenn er auch etwas für sie tut und sie zu einem Tanzwettbewerb begleitet.

Cooper und Lawrence bieten erstklassige und ausdrucksstarke Schauspielerei an, von der ich mich als Zuschauer sehr leicht mitziehen lassen konnte.
Pat und Tiffany liefern sich so manche Schlacht, wer verrückter ist und das ganze Zusammenspiel zwischen Worten, Mimik und Gestik ist perfekt!
Es gab einige Szenen, in die ich mich sofort verliebt habe! Manchmal wird es etwas rauer, manchmal versöhnlich und nachdenklich.

Meine Lieblingsszene ist die, wo Pat die Bücher liest, die seine Frau unterrichtet und er das Buch mit einem lauten "What the fuck" aus dem Fenster wirft und anschließend ins Schlafzimmer seiner Eltern reinplatzt, um sich über Ernest Hemingway und seine Geschichten aufzuregen. Manche Szenen davon gibt es sogar im Trailer zu sehen. Die Szene in englisch, könnt Ihr Euch hier ansehen, um Euch Lust auf den Film zu holen.

Der Film hat allgemein sehr viel tolles zu bieten. Abgesehen von manchen Dialogen, die unverständlich quer von Charakter zu Charakter geschleudert wurden und wo weitere dazwischen quatschten, gab es nichts, was ich an dem Film schlecht finden konnte.
Charakterentwicklung schreibt der Film groß und am Ende finden sich alle abgedrehten Momente zu einem einprägsamen Ganzen zusammen.



"Silver Linings" erzählt von Verlust, Glauben, Träumen, füreinander da sein, komplizierten und abgefuckten Momenten und bietet trotzdem viele wundervolle und lustige Situationen. Manchmal verliefen die Dialoge ziemlich durcheinander, sodass es lauter wurde und ich nicht genau wusste auf welchen Charakter ich mich nun konzentrieren sollte. Wirklich gefallen hat es mir nicht, aber es gehört zum Erzählstil von Silver Linings. Das Leben ist einfach durcheinander und manchmal muss man einen Moment inne halten, um sich zu sortieren und seinen Weg zu finden.



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