[Rezension] "Die Vampirschwestern - Eine Freundin zum anbeißen" von Franziska Gehm (Die Vampirschwestern #1)


Autorin: Franziska Gehm
Reihe: Die Vampirschwestern, Band 1
Genre: Vampire, Humor, Junge Mädchen
Verlag: Loewe
Format: Hardcover
Seiten:174
ISBN: 978-3-7855-6108-9
Erschienen: 2008
Preis: 10,95 €
Leseprobe

Klappentext
Eine Freundin muss her, und zwar sofort. Sonst machen sich Daka und Silvania sofort wieder zurück auf den Weg nach Transsilvanien. Dort kann man wenigstens ungestört durch die Gegend fliegen und nachts in die Schule gehen! Ganz anders in ihrer neuen Heimat Deutschland - hier lauern an jeder Ecke Gefahren. Wie fährt man bitte schön Rolltreppe? Und wie bringt man eine Straßenbahn zum Anhalten? Auch der erste Schultag wird zur reinsten Katastrophe, doch mit Helene ist Rettung in Sicht - und vielleicht auch die erste beste Freundin …
"Die Vampirschwestern" habe ich erst als Film gesehen ohne das ich wusste, dass es eine Buchverfilmung ist. Da ich den Film recht unterhaltsam fand, habe ich mir dann auch den ersten Band gegönnt und noch unterhaltsamere Stunden gehabt, als mit dem Film.

"Eine Freundin zum anbeißen" heißt der erste Band um zwei Halbvampire, die mit ihren Eltern von Transsilvanien nach Deutschland ziehen.Ihr Vater Mihai Tepes ist ein 2676 Jahre alter Vampir und der zweite Sohn einer Adelsfamilie. Ihre Mutter Elvira ist ein Mensch und gestaltet am liebsten Klobrillen.
Silvania und Dakaria sind Zwillinge und grundverschieden. Während Silvania ihren Namen liebt, aber lieber Mensch wäre, hasst Daka ihren kompletten Namen und liebt nichts lieber als Fliegen und Kopfüber von der Decke hängen. Auch ihre Haustiersammlung aus Blutegeln (einer heißt Karl-Heinz), Rennzecken (deren Rennen als liebster transsilvanischer Wettsport gilt) und Mücken ist ungewöhnlich.
Silvania liebt ihr weiches Bett, während Daka lieber in ihrer Sargschaukel schläft.
Und doch müssen sie gemeinsam ein neues Leben in Deutschland beginnen. Dafür stellen ihre Eltern sieben überlebenswichtige Regeln auf, die sie unbedingt beachten sollen, wenn sie unentdeckt bleiben wollen. Doch schon am ersten Schultag müssen sie sich den ersten Katastrophen stellen: Wie hält man denn auch eine U-Bahn an, wieso muss man elektrische Treppen nutzen, wenn man genauso gut fliegen könnte und wie begrüßt man seine neuen Lehrer, wenn nicht mit einer freundlichen Kopfnuss?
Auch die Klassenkameraden sind nicht nett und machen Scherze auf ihre Kosten. Besonders auffällig, aber zurückhaltend finden die Zwillinge Helene. Sie ist hübsch, bemalt ihre Arme mit kuriosen Spinnenbildern und beachtet Silvania und Daka eher neugierig als abfällig.
Während ihre Mutter ihren verrückten Klobrillen-Laden eröffnen möchte und ihr Vater nachts in der Gerichtsmedizin arbeitet, warten auf die Halbvampire viele unfreiwillige Abenteuer, bei denen Peinlichkeiten unausweichlich sind und ungeahnte Gefahren drohen.

Franziska Gehm hat ein kleines übernatürliches Abenteuer für junge Mädchen geschrieben, mit dem man sich identifizieren kann, auch wenn man kein Halbvampir ist. Das Leben der Zwillinge ist auf skurile Weise normal, zumindest versuchen sie ihr bestes als normal durchzugehen, wobei sie einige Male unterhaltsamerweise scheitern. Am meisten sehnen sich Silvania und Daka nach einer Freundin, aber weil sie vorsichtig sein müssen, dürfen sie ihr Geheimnis natürlich nicht rausposaunen. Besonders Daka macht das Menschenleben schwer zu schaffen, während Silvania mit dick aufgetragener Sonnenmilch, dicker Sonnenbrille und großem Sonnenhut losmarschiert, als würde sie nichts lieber tun.
Die beiden Mädchen leben in einer Familie, die man als Leser humorvoll kennen lernt und die man einfach mögen muss. Nur Elvira's Vater weiß nicht, dass sein Schwiegersohn ein Vampir ist.

Der Schreibstil ist unterhaltsam, aber recht einfach gehalten. Die Autorin hat sympathische Charaktere erschaffen, die trotz ihrer Gegensätzlichkeiten typische Zwillinge sind und alles füreinander tun würden. Auch Mihai und Elvira habe ich direkt gemocht, die beide etwas verrückt-normales ausstrahlen.
Aber es gibt noch andere Charaktere, die auf der Lauer liegen. Besonders Dirk von Kombast von nebenan, der gleich riecht, dass mit der Familie Tepes etwas nicht stimmt. Es kommt zu skurilen Momenten zum mitlachen und grinsen, während man sich als Leser mit den Zwillingen nichtsahnend zurücklehnen und neues Chaos stiften kann, ohne es bewusst zu wollen oder gar vor etwas Angst haben zu müssen.

"Die Vampirschwestern - Eine Freundin zum anbeißen" ist ein schöner Reihenauftakt mit sehr sympathischen jungen Mädchen, die auffallen ohne auffallen zu wollen. So manches Abenteuer ist ihnen sicher und die dunklen Wolken aus der Nachbarschaft versprechen auch noch überraschend zu werden.
Silvania und Dakaria werde ich sehr schnell wieder begleiten! 

"Eine Freundin zum anbeißen"
"Ein bissfestes Abenteuer"
"Ein zahnharter Auftrag"
"Herzgeflatter im Duett"
"Ferien mit Biss"
"Bissige Gäste im Anflug"
"Der Meister des Drakung-Fu"
"Bissgeschick um Mitternacht"
"Ein Sommer zum Abhängen"
"Ein Date mit Bissverständnis"
"Vorsicht, bissiger Bruder!"
"Ruhig Blut, Frau Etepetete"

Quellen:
Umschlaggestaltung ©: Christian Keller
Umschlag- & Innenillustration: © Dagmar Henze
Klappentext ©: Loewe
Rezension ©: nallasbuecherkiste.blogspot.com

Kommentare:

  1. Hey :)
    ich habe weder den Film gesehen noch eins der Bücher gelesen, aber ich bin mir sicher das es total mein Fall gewesen wäre wenn ich das vor 10 Jahren gelesen hätte...jetzt wohl ehernicht mehr :D

    Liebe Grüße
    nasemeis

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  2. Ich habe mir sowohl beim Buch als auch beim Film überlegt, ob ich die lesen, bzw. schauen will, aber du weißt ja, wie das ist, man hat immer zu viel davon :P

    Ansonsten finde ich, dass das Buch sich toll anhört. Genau der Grund, warum ich Kinderbücher manchmal mehr mag als so manches Buch für Erwachsene, das sich so krampfhaft bemüht, realistisch zu sein und es doch nicht ist.

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