[Rezension] "Heldentage" von Sabine Raml


Autorin: Sabine Raml
Genre: Jugendbuch, Leben
Verlag: Heyne
Format: Hardcover
Seiten: 301
ISBN: 978-3-453-26960-6
Erschienen: 03/2015
Preis: 14,99 €
Leseprobe



Klappentext
Lea ist fünfzehn und hat viele Träume: Sie will schreiben. Sie will rennen, ohne je außer Puste zu sein. Sie will so wunderschön sein wie ihre beste Freundin Pola. In ihren Träumen ist Lea eine Heldin. Im richtigen Leben klappt es manchmal nicht: Gerade hat sich Lenny, Leas erster Freund, von ihr getrennt. Sie vermisst ihn schrecklich. Leas Mutter versinkt in ihren eigenen Problemen und kann Lea nicht helfen. Aber es gibt ja noch Pola und die Clique – und einen tollen neuen Jungen an der Schule, der sich unbegreiflicherweise für Lea interessiert ... Im Laufe eines langen Sommers findet Lea heraus, dass sie eigentlich doch auch eine Heldin ist, jeden Tag ein bisschen.

"Heldentage" von Sabine Raml ist ein Jugendbuch, dass schon so manchen Blogger zum schwärmen gebracht hat und natürlich wurde ich dadurch auf dieses Buch aufmerksam. Das Cover strahlt für mich eine gewisse Athmosphäre aus, die Lust aufs lesen machen.

Mit dem Einstieg hatte ich dann aber doch ziemliche Probleme, weil ich mich mit dem Erzählstil der Ich-Erzählerin Lea nicht anfreunden konnte. Sabine Raml erzählt "Heldentage" auf eine Weise, die lockt mehr zu erfahren und sich trotzdem immer wieder im Kreis zu drehen scheint.
Die Heldin der Geschichte ist die fünfzehnjährige Lea, die wegen ihrer Haare den Spitznamen Spaghetti trägt, unter schweren Atem- und Hautproblemen leidet und eine Mutter hat, für die sie alles machen muss. Sie beschreibt sich selbst sehr unscheinbar, eher so als sei sie eine mickrige Person, aber wenn sie dann von ihren Freunden angesprochen wird, erhält man als Leser das Gefühl trotz all der Probleme ein zauberhaftes Mädchen kennen zu lernen. Es fiel mir dadurch sehr schwer ein Gesamtbild der Hauptprotagonistin zu bekommen.
Sie lebt in einem schwierigen Umfeld, hat eine große Verantwortung und läuft mit abgetragender Kleidung und viel zu engen oder hässlichen Schuhen durch die Gegend, aber trotzdem schildert sie ihre Alltagsszenarien mit einer Stimme, die keinen Zweifel daran lässt, über was für eine innere Stärke sie verfügt.

Ihre beste Freundin Pola ist ziemlich beliebt und Lea's größter Halt - mit der sie trotzdem nicht über alles sprechen kann. Weil Lea die Klasse wiederholen muss, fühlt sich ihre Schule ein wenig fremd an und ihre Clique scheint ihr meilenweit entfernt.
Und dann ist da noch Lenny, den sie sehr liebt, den sie aber nicht an sich rankommen lässt und der auf sehr unsentimentale Weise mit ihr Schluss macht. Ein wenig nervig waren die zig Lenny, Lenny, Lenny. Zeilen schon.

Was die Autorin mit diesem Buch erzählen möchte, war mir zunächst nicht klar, aber wenn man am Ende ankommt, versteht man es. Hier spricht eine Jugendliche von großen Träumen und einem verrückten, traurigen Leben. Sie gibt nicht auf, gestaltet auf ihre Weise eine Welt, in der sie leben kann. Das ist sehr beeindruckend!

"Heldentage" muss man an sich heran lassen. Der Erzählstil ist zwar zu Beginn sehr gewöhnungsbedürftig, aber am Ende wird man mit einer mutmachenden Geschichte belohnt!


Quellen:
Umschlaggestaltung ©: Das Illustrat, München
Motiv ©: Olesia Bilkei / Shutterstock
Klappentext ©: Heyne
Rezension ©: nallasbuecherkiste.blogspot.com

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