[Rezension] "Erlöst" von P.C. und Kristin Cast (House of Night #12)


Autorinnen: P.C. Cast und Kristin Cast
Originaltitel: Redeemed
Reihe: House of Night, Band 12
Genre: Fantasy, Vampire
Verlag: Fischer
Format: Hardcover
Seiten: 523
ISBN: 978-3-8414-2222-4
Erschienen: 11/2013
Preis: 16,99 € [D]
Leseprobe



Klappentext:
Die Göttin der Dunkelheit zeigt ihr wahres Gesicht

Showdown in Tulsa: Neferet, die Göttin der Dunkelheit, hat allen ihr wahres Gesicht gezeigt. Sie ist jetzt die uneingeschränkte Herrscherin in Tulsa und im House of Night. Niemand – weder Mensch noch Vampyr - kann ihr mehr gefährlich werden. Nur mit Hilfe der alten Magie könnte man sie noch stoppen. Zoey Redbird ist die Einzige, die damit umgehen kann. Wer wird diesen allerletzten großen Kampf gewinnen?

Folgeband! Achtung Spoilergefahr!!!

Keine Bücherreihe hat mich über längere Strecken so enttäuschen und begeistern können wie House of Night. Es gab Bände, die waren handlungsmäßig wirklich schrecklich, weil die Hauptprotagonistin Zoey ständig in irgendeiner selbstgemachten Liebeskrise steckte oder die Welt wieder von ihr abhing und sie sich erstmal ausgiebig selbst bemitleiden musste.
Es gab viele negative Kritikpunkte, aber auch ein paar gute Bücher dazwischen - sonst wäre ich jetzt wohl nicht beim finalen 12. Band angelangt. Die Charaktere hinter Zoey, wie z.B. Aphrodite (die sich zu meinem absoluten Lieblingscharakter der Reihe gemausert hat), Shaunee, Damien, Stevie Rae, Darius, Stark und wie sie nicht alle heißen, sind immer weiter in den Vordergrund gerückt und Zoey wäre ohne ihre Freunde längst ein elendes Bündel voller Selbstmitleid.

Vom finalen Band habe ich mir einen spannenden Showdown zwischen dem Licht und der Finsternis gewünscht und zunächst sah auch alles vielversprechend aus. Das Autorengespann geizte nicht mit einer psychopatischen Neferet, die menschliche Diener und Jünger um sich scharrt, damit sie sie anbeten können. Und der Cliffhanger aus dem letzten Band, in dem sich Zoey der menschlichen Polizei stellte, war auch sehr aussagekräftig und aufwühlend. Doch dann plätscherte die Handlung eher nichtssagend weiter. Die Konfrontationen und Kämpfe, die Rituale und das Menschen und Vampyre sich zusammenrotten um Neferet aufzuhalten, war zwar auf den ersten Blick spannend zu lesen, aber mir fehlte die Tiefe. Da gab es schon herausstechendere Bände, in denen mehr und grauenvolleres passiert ist. Vielleicht haben die Cast-Frauen die Messlatte dadurch auch hoch gelegt, aber mir persönlich war dieses Finale zu wenig. Keine wirklichen Oh mein Gott Momente.

Zoey ging mir auch am Ende nochmal auf die Nerven und es gab etwas, dass Neferet sagte, wo ich ausnahmsweise mal dem Bösen zustimmen musste. Sie mag zwar eine enorme Macht besitzen, aber wie sie damit umgeht, ist ziemlich zäh und meist bemitleidet sie sich erst wieder, bevor sie sich mit einer Entschlossenheit alles und jeden entgegen stellt. Sie ist die stärkste, weinerlichste Protagonistin, über die ich je etwas lesen durfte. Aber ihre Ich-Stimme wandelt sich ein wenig mehr in eine Wir-Stimme - bei der sie auch die Leistungen ihrer Freunde mehr anerkennt und sie nicht als selbstverständlich hinnimmt.

Im finalen zwölften Band entstehen Bündnisse, die wirklich schön zu lesen waren und Charaktere wachsen zusammen, bei denen man es nicht für möglich gehalten hätte.
"Erlöst" ist eigentlich kein schlecht erzähltes Buch, aber spannungsmäßig und gefühlsgeballt empfinde ich es nicht. Da gab es andere Bände, die mehr zu bieten hatten.
Auch der finale Kampf gegen Neferet war für mich nicht nachvollziehbar. Alles muss schnell gehen, aber wirklich eilig haben es die Protagonisten nicht.

Ich weiß nicht ganz wie ich das Buch bewerten soll. Ein Finale vergleiche ich automatisch immer mit seinen Vorgängerbänden und ob etwas neues passiert ist, was es bisher nicht gab. Und ob nervige Charaktere liebenswerter werden.
Beides kann ich für "Erlöst" verneinen. Neferet ist nach wie vor grausam und skrupellos und Zoey nimmt sich wichtiger als sie ist.
Es gibt wahrscheinlich genug Menschen, die meiner Meinung nicht zustimmen werden, aber mir konnte Band zwölf nichts bieten, was mich umgehauen hätte. Kalona, Erik und Detective Marx waren für mich die drei Protagonisten, die mit ein paar Überraschungen Schwung in die Story gebracht haben, aber sonst war mir das einfach zu wenig.

"Erlöst"

Kommentare:

  1. Hallöchen Tascha :)

    Eine sehr schöne Rezension zu "Erlöst" :)
    Ich selbst habe den Finalen Band noch nicht gelesen, möchte ihn mir aber in den nächsten Wochen unbedingt zulegen, um mit HoN abzuschließen :)
    Schade, dass dich der letzte Band nicht überzeugen konnte.
    Ich bin gespannt, wie mir "Erlöst" gefallen wird, da ich sehr hohe Erwartungen an das Buch habe :)


    Liebste Grüße,
    Nenya
    Nenyas Tinten Wunderland

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  2. Hallo Tascha,

    ich habe das Buch auch schon gelesen. Ich kann dir bei vielem zustimmen. Einerseits war ich traurig, dass es vorbei war und andererseit auch froh darüber. Besonders ihr Liebeschaos fand ich schrecklich.

    Ich denke, dass die Casts sich ihre Ziele zu hoch gesteckt hatten. Als sie mit HoN angefangen hatten, hatten sie ja 12 Bücher festgelegt und mussten die Geschichte ein wenig strecken. Ich denke, wenn es nur die Hälfte der Bücher gewesen wären, dann wäre die Reihe an sich sehr viel besser gewesen.

    Liebe Grüße,
    Yunika

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  3. Huhu,
    ich muss dir auch zustimmen :)

    Ich bin einerseits froh, dass die Reihe vorbei ist, weil man das ein oder andere Buch hätte streichen können aber andererseits bin ich traurig, dass es vorbei ist.
    Liebe Grüße,
    Lisa

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  4. Hey Tascha,

    ich war auch ziemlich enttäuscht vom Finale der Reihe. Ich meine es war das Finale und dann bekommt Neferet so ein Ende :-(
    Kalona und Detective Marx fand ich auch richtig klasse!
    Und Zoey ist einfach nur grrrrrrrrrhhhhh ohne Worte.

    Liebe Grüße
    Sandra

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Huhu Ihr Lieben Mitschwimmer :)

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