[Rezension] "City of Heavenly Fire" von Cassandra Clare (Chroniken der Unterwelt #6)

Autorin: Cassandra Clare
Originaltitel: The Mortal Instruments - City of Heavenly Fire
Reihe: Chroniken der Unterwelt, Band 6
Genre: Urban Fantasy
Verlag: arena
Format: Hardcover
Seiten: 896
ISBN: 978-3401066745
Erschienen: 02/2015
Preis: 24,99 € [D]
Englische Leseprobe


Klappentext
Jace trägt das Himmlische Feuer in sich und Sebastian verkündet den finalen Schlag gegen die irdische Welt. Um zu verhindern, dass Dämonen über die Städte herfallen, müssen Clary und Jace mit ihren Freunden in die Schattenwelt eindringen. Wird es ihnen gelingen, Sebastians finstere Pläne zu stoppen, ohne selbst Schaden zu nehmen? Als sie auf Clarys dunklen Bruder treffen, stellt er Clary vor eine schier unlösbare Aufgabe: Entweder sie kommt an seine Seite oder er vernichtet ihre Familie und Freunde, die Welt und alle Schattenjäger …

Folgeband! Achtung Spoilergefahr!!!

Nachdem Chroniken der Unterwelt ursprünglich nur eine Trilogie werden sollte, war ich richtig froh, dass Cassandra Clare weitergeschrieben hat.
Jetzt heißt es aber wirklich Abschied nehmen, denn nach sechs Bänden endet die Reihe mit "City of Heavenly Fire". 

Was als erstes auffällt, ist der gewaltige Seitenberg! Fast neunhundert Seiten erwarten den Leser und so sehr ich auch auf dicke Bücher stehe, hab ich automatisch immer ein mulmiges Gefühl dabei. Meistens hätte man nämlich vieles weglassen können.
Schon beim Prolog niestete sich das Gefühl dann richtig ein, wo man ein paar sehr junge Schattenjägerkinder kennenlernt, die auch im weiteren Verlauf des Buches häufiger vorkommen. Emma Carstairs steht dabei im Mittelpunkt, die gerade damit fertig werden muss, dass ihre Eltern ermordet wurden.
Als das Institut dann von Sebastian und seiner Armee angegriffen wird, wird auch klar, wieso Clare dem Leser die Kinder als Fenster zum Geschehen vorgesetzt hat und bei all dem, was der Prolog an Kraft, Kampf und drohender Niederlage und Verlust auffährt, war auch das Gefühl weg, das Buch könnte einen zu langen Atem haben.

Als Clary, Jace, Isabelle, Alec und Simon wieder auftauchen, war es so ein Endlich geht's weiter Gefühl und ich hatte echt die ganze Zeit ein dümmliches Grinsen im Gesicht :D
Denn am meisten haben mich die Beziehungen interessiert und wie sie sich weiter entwickeln und Clare widmet den einzelnden Beziehungen nochmal viel Zeit, was mir eine Chance gab wieder langsam in die Geschichte reinzukommen. Besonders gespannt war ich dabei auf Alec und Magnus.

"City of Heavenly Fire" beweist wieder einmal wie gewaltig die Reihe Chroniken der Unterwelt ist. Es geht direkt zur Sache und Blut und Zerstörung stehen an allererster Stelle. Die Protagonisten versuchen ihr bestes sich auf Sebastian und seine Armee vorzubereiten, aber nur Clary und ihre Freunde sehen den wirklichen Ernst der Lage und die wahre Bedrohung. Das Sebastian die Nephilim mittels eines Höllenkelches zu seinen Marionetten machen kann, braucht wirklich sehr lange um bei den restlichen Nephilim anzukommen - schließlich sind es Brüder und Schwestern, die man bekämpfen soll.
Sebastian selbst taucht natürlich nur auf, wenn einer der Protas ihn zu Gesicht bekommt und direkt mit ihm konfrontiert wird. Seine Pläne, Anschläge und Weltansichten lernt der Leser also nur durch die Schlussfolgerungen der Charaktere kennen, was der Geschichte nicht nur Dramatik und Spannung sondern auch etwas Unheilvolles bietet. Das hat mir sehr gut gefallen.

Weniger schön fand ich die enormen Abwechslungen: Kampf, Dialog, Kampf, Dialog, emotionsvolle Szenen, Kampf, Dialog, Dialog und so weiter. Sobald ich das Gefühl hatte die Geschichte gerät auf die Überholspur, wurde sie auch schon ausgebremst und es hieß erstmal Wunden lecken und verdauen.
Zum Glück war das für mich aber nur einmal wirklich störend. Die anderen Male fügten sich die weiteren kleinen Handlungsstränge perfekt in diese Achterbahnfahrt ein.

Die Beziehung von Clary und Jace ist deutlich gewachsen. Das konnte man schon in den anderen Bänden verfolgen, aber vieles, was bisher ungesagt blieb, wurde in diesem sechsten Band aufgegriffen und in wirklich tolle Szenen verwandelt. Man merkt aber, dass sie nicht mehr das Paar Nummer eins sind - dafür haben sich auch die anderen Beziehungen enorm entwickelt und beanspruchen in diesem Band weitere Entwicklungen für sich.

Für den finalen Teil hat Clare auch für die Fans von Chroniken der Schattenjäger ein besonderes Bonbon eingebaut. Es ergänzt eigentlich perfekt gewisse Handlungen aus "Clockwork Princess", die man in diesem Buch einfach hinnehmen musste ohne wirklich verstehen zu können wieso das jetzt so passiert ist. In "City of Heavenly Fire" werden die Antworten geliefert und auch sonst merkt man, wie sich diese zwei Reihen perfekt ineinander fügen. Da die Schattenjäger sehr viel Wert auf Familie und Tradition legen, ist das aber wohl auch nicht verwunderlich.

"City of Heavenly Fire" ist der perfekte Abschlussband für eine spannende Saga. Cassandra Clare hat mich mit ihren Beschreibungen im Dämonenreich und den einzelnden Kämpfen wirklich packen können und die Gefühle von Angst, Hoffnungslosigkeit und Verlust genauso perfekt rübergebracht wie Liebe, Freundschaft und Kampfeswille. Nach der finalen Schlacht nimmt sie sich sehr ausschweifend Zeit für die Charaktere und wie es ihnen nun geht, sodass man sich als Leser würdevoll von ihnen verabschieden kann. Ein paar kleine Freudentränchen konnte ich nicht unterdrücken. Clare hätte kein anderes Ende schreiben können, dass perfekter gepasst hätte.

"City of Heavenly Fire"

Kommentare:

  1. Ich weiß nicht. Die ersten 3 Bände konnten mich überhaupt nicht überzeugen. Ich habe mich ziemlich durchgequält. Da aber Band 4 + 5 bereits auf meinem SuB liegen, werde ich die Reihe wohl dennoch beenden. Ob ich deine Euphorie jedoch werde teilen können, wird sich erst noch zeigen. ;)

    Liebe Grüße,
    Nazurka

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    1. Hey Nazurka ;)

      Hmm, ich denke da schlägt die Geschmackssache zu :D
      Wenn Dir aber schon die ersten Bände nicht gefallen haben, werden Dir die Folgebände noch viel weniger zusagen, denn ich persönlich finde der Anfang der Reihe war das beste irgendwie.
      Und wenn man etwas nicht so spannend ode rgut findet, sind soviele Seiten richtige Lesestimmungskiller :/

      Ich würde Dir ja viel Glück wünschen, dass sie Dir doch noch zusagen, aber ich denke eher weniger :/
      Trotzdem viel Glück! <3

      Liebe Grüße,
      Tascha

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  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  3. Hi Tascha

    Oh, ich hätte so gerne auch die volle Punktzahl vergeben .... gestern Abend ist meine Rezension auch endlich online gegangen und ich musste leider für einige Längen im Buch die Bewertung nach unten anpassen. Jetzt im Nachhinein realisiere ich jedoch, dass mir vielleicht Hintergrundwissen gefehlt hat, da ich die Chroniken der Schattenjäger noch nicht gelesen habe. Ich dachte, ich beendet erst mal eine Reihe, bevor ich die nächste beginne .... Zudem habe ich die deutsche Übersetzung gelesen, das kann natürlich auch noch etwas ausmachen.
    Trotzdem war City of Heavenly Fire auch für mich ein würdiges Ende für eine grandiose Reihe.
    Ich bin mir jedoch noch nicht so ganz sicher, ob ich es gut finde, dass es nun mit "The Dark Artifices" weitergeht. Das wird so ja eine Nver-Ending-Story.

    lg Favola

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    1. Hey Favola,

      Wenn Du die andere Reihe nicht gelesen hast, kann ich Deine Probleme verstehen, vielleicht kommen sie Dir ja noch unter Deine lesehungrigen Augen und Du kannst zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, denn Chroniken der Unterwelt erklärt mehr zum Ende von Chroniken der Schattenjäger und umgekehrt.

      Liebe Grüße,
      Tascha

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