[Abgebrochen] "Frettsack" von Murmel Clausen


Autor: Murmel Clausen
Reihe: Band 1
Genre: Humor
Verlag: Heyne
Format: Taschenbuch
Seiten: 318
ISBN: 978-3-453-43613-8
Erschienen: 05/2012
Preis: 8,99 €
Leseprobe


Klappentext
Jens Fischer hat keinen Schlag bei den Frauen. Die Hoffnung, jemals eine Familie gründen zu können, hat er längst verloren. Verbittert wird er Samenspender, um sein Erbgut wenigstens anonym weiterzugeben. Als er jedoch vom Frettchen seines Mitbewohners Sven in den Sack gebissen und kastriert wird, setzt er alles daran, die Frau zu finden, die durch seine letzte Spende indirekt von ihm geschwängert wurde. Mithilfe von Sven und dem Balkanhünen Hondo bricht er in die Samenbank ein und gelangt so an die Adresse der bezaubernden, aber verheirateten Maren Heinze. Und endlich hat Jens ein Ziel in seinem Leben: Er muss diese Frau für sich gewinnen.


 
Die Romanvorlage zu "Vaterfreuden" ist dieses Buch hier. "Frettsack" von Murmel Clausen hat von deutschen Comedians viel gute Kritik bekommen und weil ich Grundidee und Cover lustig fand, wollte ich es natürlich auch lesen.

Doch nach mehr als der Hälfte des Buches habe ich es nicht mehr ausgehalten und abgebrochen.

Jens Fischer ist siebenunddreißig Jahre alt, hält sich mit schlecht bezahlten Messejobs über Wasser und lebt mit einem gleichaltrigen Typen namens Sven zusammen. Beide haben keine Chance bei Frauen, absolut gar keine, weil Jens immer das dümmste von sich gibt, was ihm einfällt und Sven so von sich eingenommen ist, dass er mehr als ein abschreckendes Bild für die Frauenwelt bietet.
Das Bedürfnis eine Familie zu gründen, scheint kein wirkliches Thema zu sein.
Sven geht seit einem Jahr schon zur Samenbank und macht großes Geld und auch Jens hat nichts gegen ein paar Extrascheinchen.
Als Sven dann ein Frettchen anschleppt und posaunt er wolle damit züchten, ist alles für eine irrsinnig dumme, aber witzige Geschichte in die Wege geleitet. Oder doch nicht?

Nicht wirklich, finde ich. Auf den ersten Blick habe ich mich wohl wirklich von der Fassade des Witzes locken lassen und zu Beginn ist es ja auch urkomisch. Jens' Gedankengänge waren jedoch zu extrem weit ausholend und somit blieb das, was unwichtig erschien, direkt auf der Strecke. Er beschreibt irgendwie alles was er sieht und hat zu jeder Situation eine passende Anekdote. Wie gesagt, zu Beginn noch ganz witzig, aber wenn das immer und immer so weiter geht, verliert die Handlung an Schwung und es fiel mir schwer am Ball zu bleiben. Obwohl der Autor so flüssig und ineinander übergehend schreibt, dass kaum auffällt, wie die Seiten dahinrinnen.

Jens ist ein Losertyp und sein Kumpel Sven setzt nochmal alles an Dummheit drauf, was geht. Mir wirkte das nach einer Weile einfach zu sehr aufgesetzt.
Das schlimmste kommt dann aber erst noch: In Form von Hondo, einem gewaltbereiten Jugoslawen mit Assi-Slang, dessen Dummheit noch aufgesetzter wirkt und der mir viel zu schnell von Spaß zu Ernst umschalten konnte.
Er ist ein Kumpel von Sven und wird von ihm für den Einbruch in die Samenbank engagiert. Die Situationen werden einfach nur skuril und mein Kopf war auf Dauerschütteln eingestellt. Mir ist bewusst, dass der Autor auf diese Art von Humor und Unterhaltung abgezielt hat, aber mir konnte das absolut nicht zusagen.
Der Dialogton ging ab da nur noch bergab.

Die Stelle, an der ich abgebrochen habe, klang schon ein wenig vielversprechend. Als wenn die Dummheit bereit ist sich zu ergeben und etwas anderem Platz zu machen.
Aber das würde mich auch nicht trösten, denn ich finde mit dem Loser-sein und Dummheitsgetue hat der Autor hier einfach zu sehr übertrieben. Dinge, über die ich normalerweise lachen könnte, wurden mir somit versaut und meine Geduld das Buch weiterzulesen, war bei null

Die Geschichte versprüht einen gewissen Charme und so manche Zeile war auch lustig, aber für meinen Geschmack gab es einiges, was irgendwie aufgesetzt wirkte. Die Charaktere übertreffen sich mit ihren dummen Entscheidungen, aber wirkliche Entwicklungen konnte ich nicht rauslesen und ich habe nicht das Gefühl, dass sich das noch ändern könnte. Konsequenz: Abbruch.

Den Film dazu habe ich noch nicht gesehen.

175/318 Seiten gelesen

Kommentare:

  1. Hey,
    bei 175 Seiten hätte ich wohl gedacht "Augen zu und durch". Ich tue mich schwer, ein Buch nicht bis zum Schluss zu lesen. Aber warum unnötig quälen? Lesen soll Spaß machen. Dass "Frettsack" viele positive Rezensionen bekommen hat, es dir trotzdem nicht gefallen hat, finde ich normal. Es gibt nicht DAS perfekte Buch. Ich hatte das kürzlich mit "Frag mich, Schatz, ich weiß es besser!". Ich fand es schrecklich und kurz drauf habe ich eine positive Rezension gelesen, in der die Leserin meinte, dass es eines der besten Bücher sei, die sie je gelesen hat. #lach Bücher sind einfach toll.
    Viele Grüße und hoffentlich wird dein nächster Schmöker besser!
    Emmi

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    1. Hey Emmi,

      Ja, das war auch ein erster Gedanke von mir, aber als ich dann einen Blick auf meine ungelesenen Bücher geworfen habe, war klar, dass die zuerst gelesen werden müssen.
      Vielleicht gebe ich Frettsack ja irgendwann nochmal ne Chance ;)

      Danke :)

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  2. Hallöchen,

    mir hat das Buch auch nicht sonderlich gefallen, hab es dann aber doch bis zum Schluss durchgezogen. Ich hab gedacht: Vielleicht kommt ja noch was was mich richtig umhaut ... aber was soll ich sagen .... kam nicht -.-
    Ich finde es bemerkenswert was für einen tollen Film die aus diesem Buch gemacht haben :D

    Liebe Grüße <3
    Alena

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    1. Sehr gut, dann habe ich ja nichts verpasst und mein Gefühl war richtig :D

      Den Film kenne ich noch nicht. Ich lese lieber erst die Bücher dazu, bevor ich mir die Verfilmung anschaue, aber das wird sich bald ändern. Ich kann wirklich nur hoffen, dass er besser ist, aber mit Schweighöfer persönlich wird das garantiert der Fall sein. :D

      Liebe Grüße,
      Tascha

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