[Rezension] "Feinde mit gewissen Vorzügen" von Amelie Murmann

Autorin: Amelie Murmann
Reihe: bittersweet
Genre: Liebesroman, Kurzgeschichte
Verlag: Carlsen
Format: eBook
Seiten: 70
ISBN: 978-3-646-60108-4
Erschienen: 01/2015
Preis: 1,49 €
Leseprobe

Klappentext 

Sturmgefühle – Puddingrache – Nahdistanz…

Sophia liebt Worte. Für Tobias hat sie auch ein paar übrig: fies, hinterhältig, verabscheuenswert … Die Liste geht noch ewig weiter. Doch dann geschieht die Katastrophe: Sie soll mit ihm Tango tanzen! Auf Tuchfühlung mit dem Todfeind – aber ist er das wirklich?
 

bittersweet ist eine Kurzgeschichtenreihe von verschiedenen Autorinnen, die als eBooks erschienen sind und sich in der Bloggerwelt größter Beliebtheit erfreuen.
"Feinde mit gewissen Vorzügen" von Amelie Muramann ist meine dritte Geschichte und konnte mich schon mit den Schlagworten Tanzen, Todfeinde und Katastrophe anlocken.

Das schönste an Kurzgeschichten ist, dass sie keine endlos lange Einleitung brauchen und das es auch direkt zur Sache geht. In diesem Sinne heißt es: Fetzen, bis die Worte ausgehen! Doch Sophia ist keine Protagonistin, die auf den Mund gefallen ist und eher ihr die Worte ausgehen, muss wohl schon die Welt untergehen. Oder aber eine andere Katastrophe hereinbrechen, wie z.B. gezwungen sein mit dem Todfeind Tango zu tanzen.

Seit Jahren liefert sie sich mit Tobias Fischer eine Wörterschlacht nach der nächsten. Während es für Sophia eine richtig verbissene Angelegenheit geworden ist - niemand schlägt sie im debatieren! Wie konnte Fischer nur so dreist sein?! - scheint Tobias das ganze viel gelassener anzugehen. Seine Coolness lässt sich für Sophia nur mit Arroganz vergleichen.
Sarkastische Kommentare, hin und her geworfene Beleidigungen und Todeswünsche sind mit die Grundbausteine dieser Geschichte und ich habe mich über so manchen Dialog und Gedanken einfach nur kaputt gelacht. Die Geschichte ist aus Sophias Sicht geschrieben und irgendwie mochte ich sie. Ihre Anekdoten waren lustig, aber irgendwie - und das kam dann je länger dieser ich muss ihn hassen-Zustand angehalten hat - wurde es dann doch ein wenig zu langatmig.

Ich mag Geschichten übers tanzen. Ich mag es, wenn sich zwei Menschen einander annähern, die ziemlich viel Zeit darin investieren sich nicht zu mögen. Ich mag es, wenn der Dialog vor Sarkasmus trieft und von bissigen Bemerkungen dominiert wird. Und vorallem mag ich es, wie solche Geschichten ausgehen.
Mir kam das Ende dann aber trotzdem ein wenig zu schnell. Oder.. Schnell ist das falsche Wort. Es war zu schnell zu sehr gewollt, vorallem wenn man an den Anfang der Geschichte zurückdenkt. Da fehlte mir irgendwie die natürliche Entwicklung der Charaktere und die Gedanken, die sich langsam dem Ende annähern.

Amelie Murmann schreibt packend und flüssig. Die Aufeinandertreffen von Sophia und Tobias waren nervenaufreibend, lustig und vorallem unterhaltsam.

"Just Friends" von Jennifer Wolf
"Wir sehen uns gestern" von Tanja Voosen
"Feinde mit gewissen Vorzügen" von Amelie Murmann
"Hinter den Buchstaben" von Felicitas Brandt
"Ewig und eine Stunde" von Mirjam H. Hüberli
"Im Herzen der Vollmond" von Nathalie Luca


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