[Rezension] "Die Bestimmung: Fours Geschichte" von Veronica Roth


Autorin: Veronica Roth
Originaltitel: Four. A Divergent Collection
Genre: Dystopie
Verlag: cbt
Format: Paperback
Seiten: 315
ISBN: 978-3-570-16363-4
Erschienen: 11/2014
Preis: 14,99 €
Leseprobe



Klappentext
Four – das ist der attraktive Protagonist von Veronica Roth‘ Bestseller-Trilogie "Die Bestimmung". Seine Geschichte unterscheidet sich von Tris' – und ist mindestens genauso interessant. In "Fours Geschichte" erfahren die Leser endlich mehr über ihren Lieblingshelden: Wie kam er zu den Ferox? Wie wurde er ein Anführer? Und wie lernte er Tris kennen? In fünf Kurzgeschichten erzählt er von seinem Leben. Ein Muss für alle Fans der "Bestimmung".

ACHTUNG: SPOILERGEFAHR!
Sonderband zu "Die Bestimmung"


Mit "Die Bestimmung" hat Veronica Roth eine Dystopie-Trilogie geschrieben, die mich lange Zeit gebannt, und mir viel Lesevergnügen bescherrt hat. Es ist eine Welt mit lauter Vorschriften, die einem eine Pseudowahl lässt. Vier Fraktionen mit vier völlig unterschiedlichen Ansichten und Verhaltensweisen sollen dafür sorgen, dass nie mehr Krieg entsteht.
Dieses Geschichtsgerüst konnte mich mehr als überzeugen und auch die Hauptprotagonistin Tris hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Am meisten konnte mich aber Four begeistern, der erst sehr unbarmherzig rüberkommt, wo man aber schnell merkt, dass das seine Art von Schutz ist. Denn er und auch Tris stellen eine Gefahr für das System da.
Die Trilogie wurde ausschließlich von Tris erzählt und weil ich Four irgendwie lieber mochte, war ich völlig aus dem Häuschen, als "Fours Geschichte" angekündigt wurde.
Meine Erwartungen waren irgendwie schon hoch, vielleicht zu hoch, denn erfüllt wurden sie leider nicht.

Dieses Buch enthält ein paar Kurzgeschichten, erzählt von Four. 

Man kann lesen wie das Leben des Tobias Eaton ist, den man bereits nur aus seinen Erzählungen gegenüber Tris kennt. Die Erlebnisse, wie sein Vater ihn schlägt und was er dabei empfindet und denkt, waren schon eine gewisse Offenbarung, aber leider für mich nichts neues. Es festigt nur das Bild, was man sich bereits von ihm machen konnte. Auch die Hintergründe mit seiner Mutter werden erneut aufgefasst und auch mehrfach mit neuem Leben gefüllt.
Eigentlich weiß man als Leser der Divergent-Trilogie wie aus Tobias Four wurde, aber weil es natürlich aus Fours Sicht erzählt wird, bekommt es einen neuen Touch. Und doch wirkte es auf mich irgendwie stumpf. Einfach nur eine geschichtliche Auflistung ohne große Emotionen - was vielleicht auch an Fours Charakter liegt.
Für mich war das beste die Enthüllung seiner und Eric's Geschichte. Und wie schließlich das neue Programm der Ferox entstanden ist. Denn es war nicht immer so gnadenlos, wie zu Tris' Zeiten. Das war von allen Erzählsträngen schon am intensivsten von allen. 
Auch die paar Handlungen mit Tris aus Fours Sicht erzählt, wirkten es nicht zwingend fesselnd, was mich irgendwie enttäuscht hat. Seine Gedanken über Tris' ersten Sprung, wie er ihr zu Hilfe eilt, als man sie umbringen will, ihr Vordringen in seine Angstlandschaft - man merkt wie Four mit sich selbst ringt.

Natürlich war es ein wenig anders ihm selbst zu lauschen, seine Gedanken und Handlungen besser verstehen zu können, aber wirklich etwas neues - frisches - konnte mir dieses Buch nicht bieten.

Veronica Roth schildert in ihrer Einführung, dass sie die Divergent Geschichte zunächst aus Fours Sicht erzählen wollte, aber nach ein paar Kapiteln merkte sie, er wäre nicht die richtige Erzählfigur. Vier Jahre später hat sie es mit Tris versucht und die Geschichte wurde ein Erfolg. Aus diesen Anfängen ist quasi "Fours Geschichte" als Bonus entstanden und auch wenn ich mir selbst mehr von diesem Buch erhofft habe, war es nicht schlecht. Allerdings kann ich verstehen, wieso es aus Tris' Sicht besser geklappt hat. Four ist zwar ein guter Lehrer, ein Kämpfer, aber er brauch sehr lange um innerlich etwas anderes durchblicken zu lassen als ständige Anspannung.
Ich würde nicht sagen, dass dieses Buch ein Muss ist, aber dennoch auf seine Art und Weise interessant und lesenswert ist.

Lieblingszitat:
"Mein Name ist Four", erkläre ich. "Nenn mich noch einmal 'Stiff' und wir beide haben ein Problem."
Er verdreht die Augen, aber ich weiß, ich habe mich klar ausgedrückt. Ich habe einen neuen Namen, und das bedeutet, dass ich ein neuer Mensch sein kann. Jemand, der sich nicht mit den bissigen Bemerkungen eines Ken abfindet. Jemand, der zurückbeißen kann.
Jemand, der endlich bereit ist zu kämpfen.
Four.

Kommentare:

  1. Huhu Tascha!
    Ich habe die Trilogie natürlich auch gelesen und fand sie auch gut, allerdings mochte ich das Ende gar nicht ;)
    Als ich dann von Fours Geschichte gehört habe, wollte ich es mir auch besorgen, allerdings kam es bis jetzt nie dazu. Natürlich ist das ziemlich interessant, Zusatzmaterial zum Hauptplot zu bekommen, aber irgendwie hatte ich einfach das Gefühl, dass es das Geld nicht so wert ist.
    Summa Summarum denke ich nicht, dass ich es mir besorgen werde. Danke für die schöne Rezension! :)

    liebe Grüße,
    Emilie
    www.blaetterwind.blogspot.de

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    1. Hey Emilie,

      Ich mochte das Ende auch nicht. :x

      Ja, vielleicht ist es ganz gut, dass Du bisher nicht dazu gekommen bist. Ich denke es wird noch mehr Rezi's geben, die sagen, dass man dieses Buch nicht zwingend haben muss.
      Freut mich, wenn ich Deinen Grundgedanken unterstützen konnte :D

      Liebe Grüße,
      Tascha

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  2. Die Trilogie habe ich ja auch schon gelesen und vor kurzem kam ich dann auch endlich zu Fours Geschichte und ich muss sagen, dass sie mich mehr überzeugt hat, als dich, aber ich denke, dass liegt auch an der Sichtweise, so war Fours Geschichte für mich zum Beispiel viel besser als Allegiant, was andere Leute sicher genau anders rum sehen.
    Schöne Rezi :)
    Liebst, Emme ♥

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    1. Hey Emme,

      Jeder hat einfach seinen Geschmack und das ist auch gut so. :)
      Four selber gefällt mir als Charakter nach wie vor auch besser als Tris, aber seine Gedanken und Denkweisen waren nicht so spannend für mich :/

      Liebe Grüße,
      Tascha

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