[Rezension] "Clockwork Princess" von Cassandra Clare (Chroniken der Schattenjäger #3)


Autorin: Cassandra Clare
Originaltitel: Clockwork Princess
Reihe:Chroniken der Schattenjäger, Band 3
Genre: Jugendbuch, Urban Fantasy
Verlag: arena
Format: Hardcover
Seiten:604
ISBN: 978-3-401-06476-5
Erschienen: 09/2013
Preis: 19,99 €
Leseprobe


Klappentext
Tessa Gray sollte glücklich sein - sind das nicht alle Bräute? Doch während sie noch mitten in den Hochzeitsvorbereitungen steckt, zieht sich die Schlinge um die Schattenjäger des Londoner Instituts immer weiter zu. Denn Mortmain hat eine riesige Armee zusammengestellt, um die Schattenjäger endgültig zu vernichten. Nur ein letztes Detail fehlt Mortmain zur Ausführung seines Plans: Er braucht Tessa. Jem und Will, die beide Anspruch auf Tessas Herz erheben, würden alles für sie geben. Die Zeit tickt, sie alle müssen eine Wahl treffen.

FOLGEBAND! ACHTUNG: SPOILERGEFAHR!!!


"Clockwork Princess" nennt sich der dritte und letzte Band aus der Reihe Chroniken der Schattenjäger von Cassandra Clare. Für mich war das Verlangen diese Reihe zu beenden größer, als der Wunsch, weil ich ungern etwas unfertig lasse.
Diese Trilogie konnte mich in Band eins zwar erfreuen, aber weil die Geschichte so langatmig eingeführt wurde, konnte ich nicht anders als meine Hoffnungen auf Band zwei zu verlagern, doch auch um dieses Buch hat die Spannung einen kleinen Bogen geschlagen.
Also galt es wieder die Hoffnungen auf Band drei zu legen und hier sind wir...

Der Einstieg in "Clockwork Princess" fiel mir sehr leicht. Es gab gewisse Rückblicke, die einem die aktuelle Situation nochmal ins Gedächtnis rufen konnten und die Charaktere hatten ihren Charme nicht verloren. Die Schattenjäger stehen immer noch im Krieg gegen den Magister Mortmain, der seine Klockwerk-Armeen auf die Welt loslassen und alle Nephilim auslöschen will und nachdem mir davon in Band zwei eindeutig zu wenig vorkam, war ich gespannt was Mortmain geplant hat, während die Dreiecksgeschichte von Tessa, Will und Jem im Blickpunkt der Geschichte stand.

Erfreulicherweise konnte mich der Beginn des Buches richtig fesseln. Es gab Action, Kampf, Blut - das düstere London, was mir bisher einfach gefehlt hat, hat sich erhoben und eindrucksvolle Lesemomente geboten. Und auch die weiteren Seiten haben mir sehr gut gefallen. Das Gleichgewicht zwischen Drama und Dialog war wieder hergestellt. Bei Band zwei hatte ich so Gedanken wie: Große Worte, aber eher stumpfe Handlung und Band drei hat mich das alles vergessen lassen, denn es wurde nicht mehr groß geredet oder im Fechtsaal Messerwerfen geübt. Es ging endlich richtig zu Sache! Auch Tessa's "Sinn" in dieser Geschichte wurde vorrangetrieben. Schließlich konnte bisher niemand sagen was sie ist. Die Kunst des Gestaltwandels machte sie zu einem Schattenwesen, ohne das man genau wusste, was es bedeutet. Auch diese Tatsache ist in Band zwei ziemlich untergegangen.
Ich kann also zufrieden feststellen, dass der finale Band genau das aufgeholt hat, was die Geschichte bisher vermissen ließ.

Cassandra Clare beschreibt alles wieder recht intensiv. Die Gegenden, die gewählten Sprachen und Ausdrucksweisen konnten mich wieder völlig in seinen Bann ziehen. Der Krieg zwischen den Klockwerk-Automaten - die in diesem Band nochmal eine neue Dimension an Grausamkeit erreicht haben - und den Schattenjägern stand zunächst eher im Mittelpunkt, doch die finale Schlacht war schon hundert Seiten vor dem Buchende vorbei und das war dann die Bestätigung dafür, dass Clare's Hauptaugenmerk eher auf Tessa, Will und Jem lag. Als wenn die ganzen Personen und die Straßen und Häuser um sie herum errichtet wurden und nur dargestellt wurden, damit die drei nicht alleine dastehen.
Somit befassten sich die letzten hundert Seiten mit dieser verrückten Liebesgeschichte und Clare hat einen wirklich mysteriösen Weg gefunden um ihren Charakteren gerecht zu werden.
Bei Liebesdreiecken besteht immer eine gewisse Gefahr und Herausforderung, und da Will und Jem durch ihren Parabateischwur einander enger verwurzelt sind als Familienangehörige hatte ich ziemlichen Bammel davor, dass dieses Grundgerüst auseinander geraten würde.
Wie es ausging müsst Ihr selbst lesen, aber mich hat das Ende ziemlich gespalten, denn ich mochte Will und ich mochte Jem und ich wollte absolut nicht in Tessas Haut sein.
Clare hat ziemlich weit ausgeholt um alles verständlich zu machen.

Am besten gefiel mir, dass auch die anderen Charaktere hinter Tessa, Will und Jem absolut nicht blass geblieben sind. Sie sind im Laufe dieser sechshundert Seiten aneinander gewachsen, haben sich ihren Herausforderungen angepasst, sich enorm gewandelt und konnten mich sehr erfreuen. Auch wenn es drei Hauptfiguren gab, haben sie sich in diesem Teil nicht so hervor getan. Irgendwie hatte ich eher das Gefühl als würde jeder Charakter die Hauptfigur sein.
Den Part meiner Lieblingsfigur hat wieder Hexenmeister Magnus Bane eingenommen, der mir auch schon in den Chroniken der Unterwelt richtig gefallen hat. Er ist und bleibt für mich einfach die beste, geheimnisvollste und witzigste Person, die Clare je geschrieben hat und die mit ihrem Wissen schon für so manche gefährliche Situation lebenswichtig war!

Für einen Abschluss ist "Clockwork Princess" auf jeden Fall gelungen! Alle Fragen wurden beantwortet, aber dennoch entsteht eine neue Geschichte, die man wohl niemals erfahren wird.
Clare hat mich mit den beiden Vorgängebänden ziemlich auf dem Trockenen gelassen, aber jetzt kann ich mich eigentlich gut zurücklehnen und die Geschichte abklingen lassen.
Es war die richtige Mischung an Kampf und Drama, auf die man drei Bücher lang warten musste. Viele unerwartete Dinge passieren und wer - wie ich - von den ersten beiden Bänden nicht so begeistert war, dem wird "Clockwork Princess" eines besseren belehren und um die Ohren fliegen!
Auch wenn ich persönlich denke, dass man das Ende ruhig etwas kürzer hätte fassen können.

Lieblingszitat:
"Du glaubst, dass ich nicht kämpfen kann...", entgegnete Tessa und erwiderte seinen Blick mit erhobenem Kopf, "...weil ich ein Mädchen bin."
"Ich glaube, dass du nicht kämpfen kannst, weil du ein
Brautkleid trägst", erklärte Jem. "Und wenn du mich fragst, wäre selbst Will nicht in der Lage, in diesem Kleid vernünftig zu kämpfen."
"Möglicherweise nicht kämpfen", kommentierte Will, der Ohren hatte wie eine Fledermaus, aber ich würde eine strahlende Braut abgeben."

"Clockwork Princess"

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