[Rezension] "Pechschwarzer Mond" von Ilsa J. Bick (Ashes #4)

Autorin: Ilsa J. Bick
Originaltitel: Monsters 2
Reihe: Ashes, Band  4
Genre: Dystopie
Verlag: Egmont-INK
Format: Hardcover
Seiten: 448
ISBN: 978-3-86396-063-6
Erschienen: 09/2013
Preis: 17,99 € [D]
Leseprobe

Klappentext
Die Welt, die wir kannten, existiert nicht mehr. Ein entsetzlicher Anschlag hat alles verändert. Nur wenige Städte sind verschont geblieben, hinter deren Schutzwällen nun zweifelhafte Rädelsführer ihr Unwesen treiben. Die unheilbringenden Anhänger der Stadt Rule sind unter den angrenzenden Gemeinden berühmt-berüchtigt, und man rüstet sich zum Krieg gegen sie. Alex und ihre Freunde geraten zwischen die Fronten von machtgierigen Anführern, einer gefährlichen Miliz und einer Horde von menschenfressenden Bestien – jenen Jugendlichen, die sich seit der Katastrophe verwandeln und zur tödlichen Gefahr geworden sind. Die letzte Schlacht ums nackte Überleben hat begonnen. Doch lohnt sich ein Kampf für ein Leben in dieser totgeweihten Welt überhaupt noch? Wenn nur noch eins zählt: Er oder ich?
 FOLGEBAND! ACHTUNG: SPOILERGEFAHR!!!


Mit diesem vierten Ashes Buch nimmt die Reihe von Ilsa J. Bick ein Ende. Diese Dystopie-Reihe war von Anfang an ein ziemlich gruseliges Erlebnis.
Die Autorin hat vier ganz besondere Bücher geschrieben, die bei mir lange nachgehallt haben. Viel Blut, Kampf und Zerstörung prägte diese Geschichte rund um die siebzehnjährige Alex, dessen Reise begann, als ihr gesagt wurde sie habe einen irreparablen Gehirntumor.
Als dann die Welt durch einen scheinbaren EMP Anschlag unterging, die Tiere durchdrehten und Menschen zu Kannibalen wurden, fing der Kampf ums überleben an. Einige haben sich verändert, wie man es in den Büchern nennt. Nur die Alten und ganz jungen wurden scheinbar verschont.

Von Buch zu Buch steigerte Bick das Drama, bei dem es vorallem ums überleben, aber auch ums Wiederfinden ging. Die Charaktere haben viele Freunde verloren, manche für immer, während andere durch ein Schicksal von ihnen getrennt wurden. Die Hauptprotagonistin Alex ist sehr lange von den anderen getrennt und für mich war natürlich die brennendste Frage, wie ein mögliches Wiedersehen ausgehen könnte. Ob überhaupt eine Wiedervereinigung bevorstehen würde war auch nicht ganz klar, denn die Autorin hat diesen ganz bestimmten Schreibstil, der das ganze Grauen in allen blutigen Facetten bildlich beschreiben kann - man hat es sofort als Kopfkino, so autentisch sind die Worte der Autorin - aber dennoch sind da so extrem viele Geheimnise, so viele "Ach so ist das-Momente" bei den Charakteren, aber als Leser muss man dennoch selbst draufkommen was das gesagte jetzt genau bedeutet.  Bei dem Tempo der Geschichte haben die Charaktere einfach keine Chance vergangenes zu analysieren - dafür ist es ein zu extremer Kampf ums tägliche Überleben.
Überhaupt muss man sich ziemlich auf dieses Buch konzentrieren, da Bick in keinem Buch Wiederholungen eingebaut hat, weswegen es sich empfiehlt direkt alle vier Bände möglich zeitnah zu lesen.

Ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen an dieses Buch gegangen, weil natürlich die Frage nach dem Warum immer noch nicht geklärt wurde. Wieso sind einige verändert und andere verschont? Was hat das Ende der Welt ausgelöst? Was ist der Grund wieso sich die Menschen verändert haben? Und nach dem dritten Band stellte sich natürlich noch die Frage wieso einige Veränderte sich kontrollieren lassen.
Für mich persönlich wurden leider nicht alle Fragen geklärt und nach der letzten Seite war meine erste Analyse: Hmm... Eigentlich ging es die ganze Zeit nur ums brutale Überleben. Das war eine ernüchternde Feststellung, da ich einfach mit einer größeren Enthüllung gerechnet habe. Mit einer größeren Handlung im Allgemeinen, die eine Ausweitung über vier Bücher rechtfertigen würde. Doch im Endeffekt war das einfach zu wenig. Versteht mich nicht falsch, denn die Bücher sind richtig, richtig gut geschrieben: Dramatisch, blutig, kraftvoll, absolut nicht langweilig und schon gar keine selbstverständlichkeit was die Handlungen anging. Aber wenn man eine Reihe liest, dann erwartet man ja auch irgendwie eine Steigerung. Was Drama und Kampf angeht, da hat Bick sich wirklich von Buch zu Buch selbst übertroffen, aber der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte wurde dann einfach zu ausschweifend.

Das Ende hat mich schließlich richtig gerührt. Ein Mittelding zwischen dem was ist und was sein könnte. Eigentlich ist es kein richtiges Ende, da die Autorin nur so eine gewisse Ahnung vermitteln möchte. Die Fantasie des Lesers wird dabei angefacht.
Ich finde es schade, dass das Buch an dieser Stelle aufhört, da allein auf den letzten zwei Seiten noch Dinge passieren, über die man ein ganzes Buch schreiben könnte. 

"Pechschwarzer Mond" ist das Ende einer ziemlich blutigen Dystopie-Reihe, die mich wirklich über lange Strecken begeistert und gegruselt hat. Wer auf das riesengroße Happy End steht und wo alle Fragen geklärt sind, dem rate ich von der Ashes Reihe ab, denn Ilsa J. Bick scheut sich nicht vor schaurigen Szenen, die meist ziemlich schmerzhaft und blutig sind.
Ashes ist eine Leseerfahrung, bei der man als Leser selbst sehr viel mitdenken und Verbindungen herstellen muss. Es sind Bücher, in der sich die Autorin richtig ausgetobt hat und sogar kleine Kinder ziemlich hart kämpfen müssen.
Bick's Ashes Welt ist auf keinen Fall was für schwache Nerven!
Wenn man komplizierte Wendungen, verbissene Charaktere, Überlebenskampfgeist und Kämpfe bis aufs Blut mag, dann ist diese Buchreihe genau das richtige!

"Pechschwarzer Mond"

Kommentare:

  1. Hach ja, ich fand die "Ashes"-Trilogie auch total klasse (obwohl es auf Deutsch ja vier Bücher sind), aber man merkte Band 3 und 4 von er Dramaturgie schon an, dass es eigentlich ein Buch ist, das im Deutschen einfach zweigeteilt wurde. Blutig, spannend und nervenaufreibend war die Reihe und genau so liebe ich es!

    Eine schöne Rezension zum letzte Teil!

    LG
    Kathi

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  2. Danke Kathi :)
    Ich wusste gar nicht, dass es im englischen eine Trilogie ist :o
    Aber hätte man erwarten können.... Die Deutschen spalten ja gerne Bücher q.q
    Aber das erklärt, wieso ich bei Band drei so ein "komisches Gefühl" hatte ^^

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