[Rezension] "Ruhelose Seelen" von Ilsa J. Bick (Ashes #3)

Autorin: Ilsa J. Bick
Originaltitel: Monsters
Reihe: Ashes, Band  3
Genre: Dystopie
Verlag: Egmont-INK
Format: Hardcover
Seiten:442
ISBN: 978-3-86396-007-0
Erschienen: 08/2013
Preis: 17,99 € [D]
Leseprobe 


Klappentext
Eine unfassbare Katastrophe hat unsere Welt für immer verändert. Wer dabei nicht dem Tod zum Opfer gefallen ist, kämpft nun Tag für Tag ums Überleben. Die größte Bedrohung geht von den Veränderten aus – jenen gefürchteten Jugendlichen, die sich aus bisher unerfindlichen Gründen seit der Katastrophe in blutrünstige Kannibalen verwandeln. Auch die siebzehnjährige Alex fürchtet diese Bestien und würde keine Sekunde zögern, sie zu töten. Doch als einer dieser Jungen ihr das Leben rettet, nagen Zweifel an ihr. Ist es möglich, dass seine Seele trotz der Verwandlung in ihm weiterlebt? Und dann spürt Alex selbst etwas in sich wachsen: Eine unaufhaltsame Macht scheint von ihr Besitz zu ergreifen …

FOLGEBAND! ACHTUNG: SPOILERGEFAHR!!!

Auch im dritten Ashes Band von Ilsa J. Bick geht es grausam und verwirrend weiter.
Bereits nach Band zwei war klar, dass die Autorin auf weitschweifende Wiederholungen verzichtet und man dementsprechend als Leser mehr als gut aufpassen muss welche Person mit welchem Ereignis in Verbindung gebracht wird. Hilfe konnte man auch von den Charakteren nicht erwarten, da Bick die Kapitel kunstvoll kurz und extrem spannungsgeladen gehalten hat. Mehr blutige Details, statt erklärender Dialoge. Bisher war genau das so faszinierend an den Büchern: Man watet durch einen Sumpf schauriger Erlebnisse und lernt die Charaktere eigentlich nur am Rande kennen. Doch diesmal musste ich mich zwangsläufig fragen, ob es nötig war die Geschichte so lange auszudehnen. Bis auf ein paar Kernpunkte, die wohl im finalen Buch Wendepunkte bedeuten könnten hat sich ja nicht wirklich viel getan. Das hätte man auch auf deutlich weniger Seiten packen können. Die Welt in diesem Dystopie-Roman hat sich also nicht verändert, wenn überhaupt, dann ist sie nur grausamer geworden.

"Ruhelose Seelen" konnte mich nicht ganz so begeistern wie der zweite Teil. Es erging mir ähnlich wie beim ersten, wo einfach ungeheuerliche Dinge passieren und die Autorin den Leser einfach ihrem oder seinem Schicksal überlässt. Es werden auch diesmal kaum Fragen beantwortet und das Ereignis und Personen Memory nimmt fröhlich seinen weiteren Lauf. Es war verdammt schwer für mich am Ball zu bleiben, weil die Geschehnisse rundherum wieder so fürchterlich und eklig waren und manche Handlungsstränge - als sie spannend wurden - aussetzen mussten, damit ein anderer Handlungsstrang erzählt werden konnte. Anders als in den beiden Vorgängern wechseln die Handlungen hier diesmal weniger und so wird der Leser noch grausamer auf die Folter gespannt, dass man sich automatisch fragt: Leben die anderen Personen noch?

 Am Ende sickern dann ein paar Dinge durch, die meine Neugier dann wieder richtig entfachen konnten, aber genau da endet die Geschichte auch und man wird mit den schlimmsten Wörtern in der Buchgeschichte konfrontiert: Fortsetzung folgt...

Dieser dritte Band war wieder eine geladene Mischung an Grausamkeiten, blutigen Kämpfen und Charakteren, die versuchen ihren Platz in dieser neuen Welt zu finden. Es tun sich Abgründe auf, die einem die Haare zu Berge stehen lassen, aber leider waren das keine neuen Hintergründe - zumindest nicht alle, und somit denke ich, dass die Autorin die Geschichte künstlich in die Länge ziehen will.
Die einstige Hauptprotagonistin Alex teilt sich das Rampenlicht mit allen anderen Charakteren und das fand ich ein bisschen schade. Das die Autorin die Handlungen wechselt um parallele Ereignisse dazustellen war auch in den ersten beiden Büchern interessant, aber in diesem Teil hatte es ein klein wenig an Reiz verloren, da man ziemlich lange hingehalten wird, bis man erfährt, was jetzt mit manchen Hauptcharakteren passiert ist.
Irgendwie muss ich auch gestehen, fand ich manche Darstellungen dick aufgetragen. Die ganzen "im Blut ausgerutscht-Szenen" waren zwar schaurig und haben ihre Wirkung in meinem Kopfkino nicht verfehlt, aber dennoch konnte ich mir ein stirnrunzeln und Übertrieben-Augenrollen nicht verkneifen.
Was Bick ihren Charakteren antut ist nichts für schwache Nerven und ich bin gespannt wie es im vierten Band weitergeht, denn am Ende diesen Bandes schlich sich ein merkwürdiges Gefühl ein. Das Buch wird als Dystopie eingestuft, aber es ergeben sich immer mehr Fantasy-Elemente.

Bick hat zweifelsfrei wieder ordentlich auf den Putz gehauen und auch wenn manche Dinge übertrieben dargestellt wurden, war es von Anfang bis Ende ein spannendes Lesevergnügen.

"Ruhelose Seelen"
"Pechschwarzer Mond"

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