[Rezension] "Leaving Paradise" von Simone Elkeles (Paradise #1)


Autorin: Simone Elkeles
Originaltitel: Leaving Paradise
Reihe: Paradise
Genre: Jugendbuch, Liebe
Verlag: cbt
Format: Taschenbuch
Seiten: 332
ISBN: 978-3-570-30793-9
Erschienen: 01/2013
Preis: 8,99 €
Leseprobe


Klappentext: 
Das Letzte, was Caleb Becker vorhat, als er in seinen Heimatort Paradise zurückkehrt, ist, sich in Maggie Armstrong zu verlieben. Denn wegen Maggie, die er in jener fatalen Nacht mit dem Auto angefahren haben soll, war er verurteilt worden. Maggie wiederum will alles, nur nicht Caleb wiederbegegnen – dem Jungen, den sie für ihr Unglück verantwortlich macht. Und doch verbindet diese eine Nacht sie für immer, und so fühlen sich Caleb und Maggie, als sie sich wiederbegegnen, gegen ihren Willen zueinander hingezogen. Aber gerade, als die beiden sich näherkommen, kommen Dinge ans Tageslicht, die alles zu zerstören drohen… 



Der siebzehnjährige Caleb Becker kommt nach einem Jahr wieder aus dem Gefängnis. Er wurde verurteilt, weil er im betrunkenen Zustand die beste Freundin seiner Zwillingsschwester Leah und Nachbarin, Maggie Armstrong, angefahren und auch noch Fahrerflucht begangen hat.
Für ihn ist die Rückkehr nach Paradise alles andere als normal, denn seine Familie hat sich stark verändert und die Welt hat sich weitergedreht. Er hat einen Bewährungshelfer, dessen Fragen er schön brav beantworten muss, mit der Auflage Sozialstunden abzuleisten.
Aber auch Maggie hat sich in diesem Jahr verändert. Früher gehörte sie zu den beliebten Mädchen, hat Tennis gespielt und Freunde gehabt. Doch unzählige Operationen und die darausresultierenden Narben haben ihr Bein entstellt. Sie hinkt und fühlt sich hässlich, schirmt sich von allem ab und vermeidet soziale Kontakte.
Als sie hört, dass Caleb aus dem Gefängnis kommt, steht für sie fest, dass sie Paradise nun umso mehr verlassen muss. Ihr Ziel ist ein Auslandsstudium in Spanien, doch die Hürden, die sie bis dahin nehmen muss, führen sie immer wieder zu dem Jungen, der ihr dieses Schicksal angetan hat.

Von der Jugendbuchautorin Simone Elkeles habe ich nun schon ein paar Bücher gelesen, die meist über eine junge, komplizierte Liebe handeln, die eigentlich gar nicht sein darf - meist laut gesellschaftlichen Unterschieden, wie Abstammung oder Ethik.
In "Leaving Paradise" ist es diesmal aber etwas anders, denn hier sind zwei Personen, die sich seit ihrem Denken kennen, befreundet sind und die doch erst durch einen schrecklichen Unfall eine wirkliche Gemeinsamkeit haben. Wo sie zuvor an Schönheit und Kampf (Caleb) oder Ehrgeiz (Maggie) gedacht haben, hat sich ihr beider Leben so kollosal verändert, dass die alten Dinge nur noch wenig bedeuten. Ich hatte den Eindruck, dass beiden klar geworden ist aus welchen Bausubstanzen das Leben besteht und somit konnte man direkt miterleben, wie sie wachsen, Entscheidungen treffen und wie sehr der Charakter von Maggie und Caleb gefestigt wird.

Zu Beginn des Buches ist Maggie ein Mädchen, mit dessen Schmerz ich mich sofort identifizieren konnte. Sie hat etwas verloren, dass ihr mit am wichtigsten war. Die Liebe zum Tennis und somit die Chance ihrem Vater eine gute Tochter zu sein (ihr Gedanke, nicht meine Schlussfolgerung). Denn nichts macht ihr mehr Angst, dass sie ihren Vater, der nun eine neue Familie hat, nicht gerecht werden kann. Ihre Mutter legt sich umso mehr ins Zeug und tut wirklich alles, damit es Maggie an nichts fehlt - so schwer es emotional und finanziell auch stehen mag. Ich mochte sie sofort, denn wer wünscht sich so eine Mutter nicht?
Caleb hingegen war irgendwie schwerer zu greifen. Das Gefängnis hat ihn verändert, aber trotzdem war es leicht sich vorzustellen, wie er vorher war. Seine (Ex-)Freundin Kendra, die verwöhnte Tochter des Bürgermeisters, verdeutlicht das durch ihre Auftritte ziemlich, was mich das ein oder andere Mal fast zum kotzen gebracht hat.
Man merkt aber auch ganz schnell, dass Caleb eben nicht mehr dieser oberflächliche Junge ist und seine Bemühungen eine neue Freundschaftsbasis zu Maggie aufzubauen, haben ihn mein Herz erobern lassen.
Am meisten hat mir die alte Dame Mrs. Reynolds gefallen, die Maggie einen Job als Gesellschafterin gibt. Blumenzwiebeln einpflanzen und Kuchen essen sind aber nur ein Nebenprodukt, denn Mrs Reynolds vermittelt Maggie vorallem einen anderen Blick auf das Leben. Ihre Dialoge waren einfach erfrischend.

Es gab in diesem Buch aber auch so ein paar Stellen, wo ich dachte Geht das nicht doch ein wenig zu schnell? Da hatte ich aber im Endeffekt doch keine allzugroßen Probleme mit, denn die Story war packend, flüssig erzählt und dank der glaubhaften und faszinierenden Charaktere ein wirklicher Lesehochgenuss!!! Ich war von der ersten bis zur letzten Seite richtig gepackt und magisch gefesselt.

Das Ende hat leise angeklopft und doch war es irgendwie ein Schock diese Zwangspause bis zum nächsten Buch auferlegt zu bekommen.

Simone Elkeles schreibt in "Leaving Paradise" über zwei Charaktere, die sich unwiderruflich durch einen schweren Schicksalsschlag verändert haben und wie sie im Laufe der Zeit mit sich und dem anderen umgehen.
Es war eine fantastische Reise zwischen Angst, Selbstzweifel, Überlebnswille und dem Wunsch alles unvergessen zu machen. Die Charaktere wachsen so extrem schnell und die einzelnden Entwicklungen waren wirklich herzergreifend. Besonders die Maggie am Anfang kann es mit der Maggie am Ende nicht mehr aufnehmen.
Für mich ist dieses Buch eines der besten Elkeles-Büchern und sobald die Buchhandlung öffnet bin ich da und sichere mir den zweiten Band, denn die Geschichte ist ein Suchtmacher und die Zukunft dieser zweier Charaktere interessiert mich brennend, schließlich ist die ganze Verbindung zwischen ihnen so krass anders.
Kurzum: Ein Jugendroman, der Linderung für ein gebrochenes Herz verspricht.


"Leaving Paradise" "Back to Paradise"

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