[Rezension] "Jax" von Inka Loreen Minden (Warrior Lover #1)

Autorin: Inka Loreen Minden
Reihe: Warrior Lover, Band 1
Genre: Dystopie, Erotik
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Format: Taschenbuch
Seiten: 138
ISBN: 978-1491264720
Erschienen: 08/2013
Preis: 6,99 €
Leseprobe


Klappentext:
Jax gehört einer Eliteeinheit an, die den Pöbel von der Stadt fernhält. Wenn ein Warrior erfolgreich vom Einsatz in den Outlands zurückkehrt, darf er sich zu seinem privaten Vergnügen eine Sklavin nehmen – mit der er machen kann, was er will. Da kommt es ihm gelegen, dass er die ehemalige Ärztin unter den Sklavinnen entdeckt, die seinen Bruder getötet hat.
Samantha führt ein behütetes Leben in White City, bis sie beschuldigt wird, einen Warrior – die wie Helden gefeiert werden – ermordet zu haben. Sie kann sich entscheiden: Hinrichtung oder ein Dasein als Sklavin. Sie wählt das Sklavenleben und wird prompt vom gefährlichsten aller Krieger gewählt: Jax, dem Unbesiegbaren. Sie weiß, dass er sich rächen möchte, daher versucht sie alles, ihn von ihrer Unschuld zu überzeugen.  


Als ich auf dieses Buch aufmerksam wurde und die Leseprobe direkt weginhallierte, hatte ich in etwa eine klare Vorstellung, was mich in "Jax" erwarten würde. Eine Dystopie, die definitiv nicht mit Erotik geizt und die mit gnadenloser Brutalität aufgepeppt wird.
Doch schon nach den ersten zwanzig Seiten war mir klar, dass ich etwas komplett anderes erwartet hatte.

Der Auftakt zeigt eine Welt, die man sich kaum vorstellen kann. Eine Kuppel schützt die Menschen dort vor den Strahlen einer Bombe, die schon schon vor achtzig Jahren eingeschlagen ist und laut Aussagen nur alle dreißig Jahre an Bedrohung verliert. Außerhalb dieser Gruppe gibt es jedoch Rebellen und Outsiders, die nur dürftig mit Medikamenten und Trinkwasser versorgt werden. Um die Kuppel zu schützen gibt es die Warrior. Genmanipulierte Krieger aus der besten DNA, die wie Helden gefeiert werden. Ihre "Erfolge", wie sie Rebellen niederschießen, können sich die Leute daheim bequem auf ihrem Screener anschauen.
Immer wenn die Warrior siegreich zurückkehren, dürfen sie sich eine Sklavin oder einen Sklaven zu ihrem privaten Vergnügen wählen. Daraus wird ein riesiges Spektakel veranstaltet und sobald die Warrior sich mit ihren auserwählten Sklaven zurückziehen können die Leute die Demütigungen und Folterungen ebenfalls an den heimischen Screenern mitverfolgen.
Also eine rundum perverse, verkehrte und ekelerregende Welt, die Inka Loreen Minden geschaffen hat. Für mich war aber genau das der Reiz, denn meist verbergen sich die dunkelsten Geheimnisse hinter diesen Geschichten und offenbare Schicksale, mit denen man nicht rechnen würde.

Ich hatte damit gerechnet lange in dieser grauenvollen Welt festzusitzen und das sich die typischen Bücherentwicklungen ein wenig Zeit lassen würden, aber schnell war klar in welche Richtung die Geschichte abzielt. Hätte es die ganzen ungeahnten Informationen nicht gegeben, denen sich die Protagonisten erstmalig stellen mussten, dann hätte ich das Buch wahrscheinlich langweilig gefunden.
Die meisten Szenen, die ich mir typisch für dieses Genre vorgestellt habe, wurden meist nach dem Geschehen in Dialogen geschildert, was ich sehr schade fand, da sich das Buch so eher auf den erotischen Teil der Geschichte fixiert, der sich ziemlich schnell entwickelt hat. Ich hätte mit viel mehr Hürden gerechnet, Widerstand und anderen schrecklichen Dingen, die typisch für Dystopien sind.

Allgemein gesagt habe ich irgendwie mehr von dieser Geschichte erwartet. Mehr Kampf, mehr Geheimnisse, Manipulationen oder sonstige düstere Elemente, doch das Buch ist recht kurz und so beschränkt sich die Autorin darauf nur das wesentliche zusammenzufassen.
Versteht mich nicht falsch, mir hat das Buch absolut gut gefallen, aber es war zu kurz um eine beständige Bedrohung zu sein. Ich denke mal, dass in den nächsten Bänden noch mehr kommt, schließlich hat die Story Potenzial und ich werde gierig über die Bücher herfallen, denn auch wenn ich es etwas zu wenig dystopisch fand, hat mir der erotische Teil sehr gut gefallen. Die Beiden Genre vermischt machen einen erstaunlichen Reiz aus. Auch die Charaktere fand ich sehr gelungen! Jax hat etwas verruchtes an sich, während Samantha eher unbeholfen wirkt, aber weit gefehlt. Es hat mich ziemlich amüsiert, wie sich Jax schließlich selbst beschreibt.

"Jax" ist der Auftaktband zur Warrior Lover Trilogie und es gefiel mir eigentlich sehr, auch wenn man es nicht sofort rauslesen kann. Meiner Meinung nach hätte es dem Buch nicht geschadet noch mehr Rauheit einzubringen, denn die Geschichte trieft oft vor roher Gewalt, wird jedoch nicht weiter vertieft, sodass dieses Element nach einer Zeit völlig in Vergessenheit gerät. Ich finde aber genau das ist es, was eine Dystopie ausmacht und somit hebt sich in meinen Augen der Erotikanteil vom Endzeit-Szenario ab. Da die erotischen Bücher der Autorin in der Mehrheit sind glaube ich aber, dass das beabsichtigt ist^^
Inka Loreen Minden konnte mir vielleicht nicht genau das bieten, was ich mir erhofft hatte, aber nichtsdestotrotz war es ein tolles Leseerlebnis und ich kann es nur jedem empfehlen, der starke Protagonisten gerne als Rebellen sieht und sich für raue Erotik interessiert.

"Jax" 
"Crome"
"Ice"
Sonderbände
"Storm"
"Nitro"
"Andrew & Emma"
"Steel" [erscheint 09/2014]
 

Kommentare:

  1. Jax ♥
    Der erste Band hat mir auch so wahnsinnig gut gefallen :)
    Bei den ersten Seiten war ich zwar erstmal geschockt, aber die Geschichte ist wirklich der absolute Oberhammer :).

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    1. =)))
      Irgendwie freut es mich immer voll, wenn ich zwischen uns wieder Gemeinsamkeiten entdecke :D

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  2. Hey =)
    Das Buch wandert sofort auf meine Wunschliste! Ich lese sowas zwischendurch echt gern, das könnte echt was für mich sein ^^.

    Falls du Lust auf einen Tag hast:
    http://www.druckbuchstaben.blogspot.de/2014/08/liebster-award.html

    LG
    Anja

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    1. Korrigiere: Das Buch ist soeben auf meinen Tolino gewandert =)

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    2. Hey ^^
      Danke für den Tag. Ich mach da direkt mal mit.

      Ich bin gespannt wie's Dir gefallen wird, viel Spaß dabei!!! :)

      Liebe Grüße,
      Tascha

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