[Rezension] "Im Pyjama um halb vier" von Gabriella Engelmann und Jakob M. Leonhardt


Autoren: Gabriella Engelmann & Jakob M. Leonhardt
Genre: Jugendbuch, Internet & "Real Life"
Verlag: Arena
Format: Klappenbroschur
Seiten: 237
ISBN:  978-3-401-06793-3
Erschienen: 01/2013
Preis: 12,99 €
Leseprobe



Klappentext
Lulu macht sich bei Facebook auf die Suche nach dem Ben, den sie auf der letzten Party kennengelernt hat. Sie findet … einen anderen, mit dem sie von nun an jeden Tag chattet. Sie erzählen sich Dinge, die sie sonst niemandem erzählen würden. Dinge, die unter normalen Umständen unausgesprochen bleiben. Und plötzlich entstehen Gefühle, gegenüber diesem Fremden, den man eigentlich gar nicht kennt.


Als ich auf "Im Pyjama um halb vier" aufmerksam wurde, war ich sofort von dem witzigen Titel und dem Cover begeistert. Für mich war dieses Buch eine Autorenpremiere, da ich bisher noch kein einziges von Engelmann oder Leonardt gelesen habe.
Dieses Buch ist ausschließlich in Chatform geschrieben und recht bunt gestaltet, was mir sehr gut gefallen hat! Abwechselnd liest man die Chats von der sechzehnjährigen Lulu aus Hamburg und dem siebzehnjährigen Ben aus München, die sich eigentlich nur durch einen Zufall "kennen gelernt" haben, weil Lulu nach einer Party unbedingt den Ben Schumann sucht, den sie so süß fand.
"Hi. Bist du zufällig Ben? Der beste Freund von Marco?" und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Was natürlich beim aufschlagen auffällt, ist die Gestaltung der Chats. Es gibt ein kleines Benutzerbild, was bei Lulu eine Rakete und bei Ben ein Basketball ist. Die Schrift ist nicht wie gewöhnlich schwarz, sondern blau und rot, und dann gibt es noch gewisse Statusmeldungen, wo Freunde der Beiden kommentiert haben, was sich dann farblich auch nochmal voneinander unterscheidet.
Was mir leider gar nicht gefiel war die "Griffigkeit" des Buches. Die Seiten waren sehr dick (was wegen des farblichen Textes wohl notwenig war) und der Buchrücken extrem steif.
Doch die Chats der Beiden trösten relativ schnell darüber hinweg und man will unbedingt weiterlesen.

Die Handlung kann man zeitlich gut erfassen, da über jedem Chat Datumanzeigen zu finden sind. Was ganz praktisch ist, da zwischen manchen Chats eine traurige, nachdenkliche oder dramatische Nachdenkpause eingelegt wurde.
Acht Monate lang texten sich Lulu und Ben hin und her. Weil Lulu nach einem Jungen sucht, den sie süß findet, kommen die Beiden über das Thema Jungs, Mädchen und Beziehungen ins Gespräch und schließen einen Deal: Lulu klärt Ben über die Mädchendenkweisen auf, während Ben Lulu in Sachen Jungs erleuchtet. Der Austausch hat mich ziemlich zum schmunzeln gebracht und automatisch hat man die Dinge hinterfragt. Ich persönlich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass alles, was dort geschrieben steht zu hundert Prozent der Wahrheit entspricht und beweist, wie kompliziert sich Männlein und Weiblein das Leben machen.
Je länger die Chats andauern umso mehr freunden sie sich an, erzählen von Date-Erlebnissen und Ängsten, Träumen für die Zukunft und helfen sich bei familären Problemen.
Doch beide haben ein Geheimnis, womit sie erst gegen Ende rausrücken wollen. Die Angst sich zu überwinden war somit ein Aspekt des Buches, den ich als Leserin sehr deutlich nachempfinden konnte und der wirklich aus dem realen Leben erzählt. 
Was ich interessant fand, war ein Gesprächsthema, das zwischendurch für eine kurze Kontaktpause sorgte. Fake oder nicht Fake? Schließlich ist im Internet alles möglich.

"Im Pyjama um halb vier" wird abwechselnd von Engelmann, die Lulu schreibt und Leonhardt, der Ben Leben einhaucht, geschrieben und diese Aufgabenverteilung gibt den Gedankengängen der Protagonisten etwas sehr ehrliches. Ein Kopf mag sich zwar viele verschiedene Charakterzüge ausdenken können, aber ich finde gerade bei so einem Buchaufbau sollte sich der eine Charakter von dem anderen abheben und das haben beide Autoren geschafft. Was die Entstehung des Buches betrifft, kann ich Euch nur das Interview ans Herz legen. Das fand ich sehr interessant.

Das komplette Buch hat großen Unterhaltungswert. Die Freunde der Beiden, die bei den Statusmeldungen ihren Senf dazugeben, konnten mich ziemlich zum lachen bringen.
Als Leser merkt man schnell, dass sich die Beiden sehr mögen und ich habe richtig mitgefiebert. Bauchgrummeln, Kniezittern und des öfteren musste ich ein paar Tränchen zurückhalten, weil mich die Geschichte einfach berührt hat. Es geht vorallem um die Frage ob man wirklich eine Person, die man noch nie gesehen hat, richtig mögen kann und das Thema haben die beiden Autoren hier sehr spaßig, mitfühlend und autentisch rübergebracht.

Am Ende musste ich wirklich schlucken und war mehr als gerührt von den Charakteren, die beide einen festen Platz in meinem Herzen eingenommen haben. 

Keine Frage: "Im Pyjama um halb vier" hat sich auf die Liste meiner Lieblingsbücher katapultiert!!! <3


 

Kommentare:

  1. Krass!! O.O
    Ich hatte das Büchlein eigentlich schon von meiner Wuli runtergeschmissen, weil einige Bloggerinnen das gar nicht so toll fanden, oder eher mittelmäßig. Dabei klingt es doch so gut. Danke, dass du wieder einmal das Gegenteil beweist :D ♥

    Und jaaa ich hab bei TTT nur mitgemacht, damit wir das auch gemeinsam haben *erwischt* :)

    LG Lielan ♥

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    1. WAS?! Wo hast Du diese Meinungen denn ausgegraben??? Denn weit und breit habe ich nur gutes darüber gelesen :[
      Deshalb kann ich Dir wirklich nur empfehlen es zu lesen! Ich fand es richtig, richtig toll <3

      Das mit dem TTT hab ich mir ja fast gedacht <3 =P

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  2. Mir hat das Buch auch richtig gut gefallen und deine Rezension ist wirklich klasse.

    Liebe Grüße,
    Vanessa

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