[Rezension] "Ashes - Tödliche Schatten" von Ilsa J. Bick (Ashes #2)


Autorin: Ilsa J. Bick
Originaltitel: Shadows
Reihe: Ashes, Band  2
Genre: Dystopie
Verlag: Egmont-INK
Format: Hardcover
Seiten: 569
ISBN: 978-3-86396-006-3
Erschienen: 08/2012
Preis: 19,99 € [D]
Leseprobe 


Klappentext 
Den verheerenden Anschlag auf die Welt hat die siebzehnjährige Alex überlebt, aber nun muss sie sich den schwerwiegenden Folgen stellen. In den Städten, die nicht zerstört wurden, rotten sich diktatorische Tyranneien zusammen, in denen sich menschliche Abgründe auftun. Außerhalb der Schutzwälle droht der sichere Tod. Denn dort lauern Horden Jugendlicher, die sich seit dem Unglück in bestialische Kannibalen verwandeln. Und schließlich bleibt noch die Ungewissheit, ob Alex selbst noch zu so einem Monster mutiert. Warum sind ausgerechnet sie und ein paar wenige Ausnahmen von dieser Verwandlung bisher verschont geblieben?

FOLGEBAND! ACHTUNG: SPOILERGEFAHR!!!


Im spannungsgeladenen zweiten Ashes Teil "Tödliche Schatten" knüpft Ilsa J. Bick in ihrer Dystopie-Reihe ein wenig zu nahtlos an den ersten Band an. "Brennendes Herz" habe ich vor zwei Jahren gelesen und ich erinnere mich sehr deutlich daran, dass ich sehr viele Fragen hatte und das meiste Geschehen irgendwo schon in meinem Kopf verloren gegangen ist.
Doch ich erinnere mich auch an den absoluten Drang endlich die Reihe fortzusetzen und nach ein paar Seiten war ich auch sofort wieder in der Geschichte drin.

Bick's Dystopie Ashes als Jugendbuch einzustufen kam mir bereits im ersten Teil ziemlich hart vor. Kannibalismus, wie es zu manchen Toden und Verletzungen kommt und natürlich der überaus harte Überlebenskampf werden ziemlich deutlich und detailliert dargestellt.
Im zweiten Band legt die Autorin dann nochmal eine gewaltige Schüppe drauf und es kam mir vor oft so vor, als sei in meinem Magen eine Schlange.

In diesem Endzeit-Szenario wurden ganz junge und ganz alte Menschen völlig ausgelöscht. Es gibt wenige, die den Einschlag normal überlebt haben, aber vorallem gibt es die Veränderten, die Kannibalen. Sie reden nicht und wäre nicht die Tatsache, dass sie Freude am Töten haben, könnte man sie für normale Jugendliche halten. Sie wissen es sich zu bewaffnen, passen sich Wetterbedingungen an und empfinden ungezügelte Lust. Sie erinnern an Chucky, die Mörderpuppe und werden deshalb auch ganz gerne Chuckies genannt.
Natürlich ist die Frage da, wieso sich einige verändert haben und andere nicht. Besonders die eigentliche Hauptprotagonistin Alex wirft Fragen auf. Sie hatte einen Gehirntumor, aber er scheint irgendwie durchgeschmorrt zu sein. Sie nimmt vorallem Gerüche sehr deutlich war und Bick hat sich absolut nicht mit Umgebungsbeschreibungen gezügelt, weswegen man durch Alex ziemlich deutliche Bilder geliefert bekam und ich bei vielen Geruchsbeschreibungen die Nase rümpfen musste.

Anders als im ersten Teil stehen diesmal aber auch andere Protagonisten im Blickpunkt. Die Szenen wechseln sehr oft und man erfährt, was die Personen gerade parallel erleben. Zum einen Alex, die aus dem vermeitlich sicheren Dorf Rule geflohen ist und sich nun mitten unter den Veränderten befindet.
Dann Tom, dem mit seinem Hund auf der Suche nach Alex schicksalhafte Begegnungen widerfahren und schließlich die Gruppe um Chris, der mit Lena und Nathan ebenfalls Rule verlässt und dabei nicht nur verstehen muss, was sich bisher vor seiner Nase abgespielt hat, sondern auch lauter Gefahren um sich herum scharrt.
Die ganzen Verknüpfungen waren positiv nervenaufreibend. Viele Kapitel waren extrem kurz und dank dem sehr spannungsvollen Erzählstil Bick's bin ich richtig schnell durch das Buch gepflügt. Als wäre ich auf Droge. Es gab absolut keine Verschnaufpause und so merkte ich gar nicht, dass ich schneller am Ende war als erwartet.
Am Ende gibt es einen Cliffhanger, der mich fast rasend gemacht hat. Diese parallelen Geschichten warten einfach nur darauf ENDLICH zusammenzufließen.

"Ashes - Tödliche Schatten" ist so ein klassischer Buchtitel, wo man natürlich automatisch mit dem schlimmsten rechnet. Nach Band eins war klar, dass dieses Buch kein Kindergeburtstag sein würde und ich muss sagen, dass sich Bick im Vergleich zum Auftakt mehr als um hundert Prozent gesteigert hat. Natürlich war die Geschichte zunächst verworren, aber ich verstehe diese neue Welt endlich ein wenig besser und sie macht mir Angst!
Die Charaktere verleihen dem Wort kämpfen eine völlig neue Bedeutung und schaffen es mich völlig für sich einzunehmen. Ich musste einfach mit ihnen fiebern, leiden und Hoffnungen hegen. 
Ich fand diesen Teil dennoch großartig geschrieben, auch wenn definitiv nicht alle Fragen beantwortet wurden. Es ist erst Buch zwei von vier, deshalb sind noch neue Fragen hinzugekommen.
Ziemlich Actionreich und blutig ist es eine gelungene Fortsetzung!

"Tödliche Schatten" 
"Ruhelose Seelen"
"Pechschwarzer Mond" 

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