[Rezension] "Der Tod dreht mit" und "Mord vor laufender Kamera" von Jason A. Frost



Autor: Jason A. Frost
Verlag: Cora
Genre: Thriller
Format: Taschenbuch
Seiten: 286
Erschienen: 07/2013
Preis: 5,99 € [D] 
Leseprobe




Klappentext:
1. Roman: 
Man nannte ihn den Wolf von Seattle: den Serienmörder Mitchel, der seine Opfer bestialisch zu Tode quälte. Das wird verfilmt, und Catherine kann eine der Hauptrollen ergattern! Sie spielt ein Zimmermädchen, das dem Mörder entkommen konnte. Doch die Dreharbeiten im Neverland Hotel lassen ihre Nerven flattern: Damals verschwand der Wolf spurlos – jetzt scheint es, als ob er hinter ihr her ist …

2. Roman:
Catherine und Lisa haben nur knapp überlebt. Aber die Angst im Hotel nimmt zu - bei den Dreharbeiten weiß niemand mehr, was Spiel und was Ernst ist. Und dann wird Catherine in ein Hotelzimmer verschleppt, wo sie auf einer DVD den Mord an ihrer besten Freundin miterleben muss! Starr vor Angst ahnt sie: Wenn nicht ein Wunder geschieht, ist sie die Nächste, die durch das schreckliche Skalpell stirbt …



Mit diesem Rezensionsexemplar des CORA Verlags habe ich wieder zwei Romane von Jason A. Frost verschlingen dürfen - einem absolut geilen Thriller-Autoren.
Es geht um die neunzehnjährige Catherine, die nichts lieber möchte als Schauspielerin zu werden. Als sie eine E-Mail bekommt, wo sie zum Casting eingeladen wird, ist sie Feuer und Flamme, aber auch verdammt nervös, schließlich hat sie noch absolut keine Erfahrung in dieser Branche.
Sie spricht für die Rolle der Maggie Crane vor, die die weibliche Hauptrolle in Der Wolf von Seattle ist, einer wahren Geschichte über den Serienmörder John Mitchel nachempfunden, der 1900 sein grausiges Unwesen trieb.
Als Catherine die Rolle nach ein paar holprigen Ansätzen dann doch bekommt, reist sie zusammen mit ihrer Freundin Lisa - die als Reporterin über den Dreh schreiben soll - und der gesamten Crew an den Originalschauplatz des Grauens. Das Hotel, dass John Mitchel damals extra bauen ließ, wurde zu Drehzwecken einigermaßen saniert und instand gesetzt.
Und während die Crew fieberhaft arbeitet und viele Streitigkeiten auszufechten hat, lässt ein Unbekannter Catherine eine ganz besondere Aufmerksamkeit zuteil werden...

"Der Tod dreht mit" ist der Auftakt zu einer gruseligen Mördergeschichte. Im Prolog darf der Leser John Mitchel, den Wolf von Seattle kennenlernen. Schnell wird klar, wie psychopathisch dieser Typ ist. Bewaffnet mit Skalpell, dass ihm als Gerichtsmediziner schon lange nicht mehr verlocken konnte, streift er durch die Gassen und sucht sich seine Opfer. Mord ist nur das notwenige Nebenprodukt. Seine wahre Obsession ist die Angst der Menschen, wenn er sie foltert.
Über Mitchel erfährt man ziemlich viel, es wird nichts verschwiegen um es als große Bombe am Ende der Geschichte platzen zu lassen. Durch seine Tagebucheinträge, die perfekt mit den Dreharbeiten verschmelzen, weiß man sofort mit wem man es zutun hat. Mich konnte die Reihenfolge der Erzählung richtig begeistern. In der Gegenwart spielt Catherine gerade die Rolle der Maggie und wo diese Szene aufhört, beginnt dann Mitchels Tagebucheintrag, sodass man quasi das komplette Drehbuch nach und nach enthüllt bekommt.
Die Rolle des John Mitchel hat ein Schauspieler namens Carl, der so extrem in seiner Rolle aufgeht, dass man meinen könnte er sei die perfekte Reinkarnation des Serienmörders. Er bleibt auch nach Drehschluss in seinem Kostüm und behandelt Catherine ziemlich abschätzig. Allgemein ist er sehr arrogant.
Auch der Drehbuchautor und Produzent Douglas Anderson ist ein ziemliches Arschloch und schreckt vor nichts zurück um dieser Geschichte soviel Echtheit wie nur möglich einzuhauchen.
Das komplette Gegenteil davon ist der Regisseur Logan. Er ist zu allen freundlich, gilt als Streitvermittler und ist laut Catherine's und Lisa's Aussagen ziemlich attraktiv. Und wenn zwei beste Freundinnen für den selben Mann Interesse haben, kann das nie gut ausgehen...

Während der erste Roman dem Leser alles erklärt - wieso es zu diesem Filmdreh kam, wer welchen Job hat, was es mit John Mitchel auf sich hat - ist der zweite endlich weniger schonungslos und die kleinen Psychospielchen verblassen ziemlich angesichts des Grauens in  "Mord vor laufender Kamera".
In der Fortsetzung wird auf einmal alles ziemlich rasant. Jede Menge Action, kranke Psychotricks, viel Blut und vorallem die Überzeugung, dass das nicht einfach nur noch ein Dreh zu einem Film über eine reale Person ist. Catherine ist mittendrin und erlebt schreckliche Dinge. Doch das schlimmste ist nicht einfach der Tod. Das schlimmste ist die Qual.

Bis zum Schluss war es spannend!! Einfach nervenkitzel pur, weil man nicht weiß, wer für all das verantwortlich ist. Natürlich hatte ich meinen Favoriten, wer hinter diesem kranken Plan stecken könnte, aber ich hätte es besser lassen sollen, denn Thrillerautoren erschaffen ihre eigenen Dreckskerle, die der Leser unmöglich erkennen könnte. Genau das macht ja irgendwie auch den Reiz an diesem Genre aus.

Jason A. Frost hat es wirklich wieder geschafft mir das Fürchten zu lehren. Es gab mehr als überzeugende Charaktere, Gemetzel, menschliche Abgründe, eine klischeehafte Romanze und vorallem ein absolut ungeahntes Ende!
Mich konnte diese Geschichte mehr als überzeugen und ich habe jetzt noch, Stunden später nach der letzten Seite, eine Gänsehaut, vorallem weil es ein offenes Ende gibt, wo die Fantasie des Lesers nochmal angestachelt wird.



VIELEN DANK FÜR DIE BEREITSTELLUNG DIESES REZENSIONSEXEMPLARES AN DEN CORA VERLAG :) 

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