[Rezension] "Das Kind" von Sebastian Fitzek


Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Droemer Knaur
Format: Taschenbuch
Genre: Thriller
Seiten: 389
ISBN: 978-3-426-63793-7
Erschienen: 01/2008
Preis: 8,95 € [D]
Leseprobe




Klappentext:
Strafverteidiger Robert Stern ist wie vor den Kopf geschlagen, als er sieht, wer der geheimnisvolle Mandant ist, mit dem er sich auf einem abgelegenen und heruntergekommenen Industriegelände treffen soll: Simon, ein zehnjähriger Junge, zerbrechlich, todkrank - und fest überzeugt, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein. Doch Robert Sterns Verblüffung wandelt sich in Entsetzen und Verwirrung, als er in jenem Keller, den Simon beschrieben hat, tatsächlich menschliche Überreste findet: ein Skelett, der Schädel mit einer Axt gespalten. Und dies ist erst der Anfang. Denn nicht nur berichtet Simon von weiteren, vor Jahren hingerichteten Opfern, schon bald wird auch die Gegenwart mörderisch ...


Der im Mittelpunkt stehende Strafverteidiger Robert Stern kommt zunächst ziemlich logisch denkend rüber. Alles, was sich nicht beweisen lässt, existiert nicht und umso schwieriger wird es, als ihm der zehnjährige Simon Sachs erklären will, dass er in einem früheren Leben, fünf Jahr vor seiner Geburt, bereits schon Menschen umgebracht hat. Reinkarnation? Unmöglich! Und trotzdem führt der Junge sie zur ersten Leiche und weitere folgen.
Die Polizei hält das für keinen Zufall und versucht natürlich Robert selbst für die Taten verantwortlich zu machen.
Besonders dramatisch wird es, als er eine DVD erhält, die den Tod seines neugeborenen Sohnes Felix zeigt, doch das ist nicht alles. In einer neuen Szene sieht er einen Jungen, der ihm selbst in dem Alter zum verwechseln ähnlich sieht und zehn Kerzen auf seiner Geburtstagstorte ausbläst. Felix sollte heute zehn Jahre alt sein! Ist es möglich, dass Felix noch lebt? Und wie soll das sein, schließlich hatte er seinen toten Sohn damals im Arm.
"Glauben Sie an ein Leben nach dem Tod, Herr Stern? Glauben Sie an Seelenwanderung? An Reinkarnation?", lockt ihn eine Stimme auf der DVD. Er verspricht eine Antwort für eine Antwort. Die Stimme will wissen, wer den Man getötet hat, zu dem Simon sie führte...
Eine grausame Schnitzeljagd beginnt, bei der es wieder zu ungeahnten Wendungen kommt... 

Sebastian Fitzek schafft es wieder mich vollkommen fix und fertig zurückzulassen!!!
Auch in diesem Thriller wird man nicht gerade sanft in die Geschehnisse hineingeworfen. Es gibt einen Mann, dem der Tod seines Sohnes immer noch nahe geht und dessen Verstand plötzlich total auf den Kopf gestellt wird. Zunächst wirkt es, als würde Stern immer mehr zerbrechen, immer mehr verzweifeln, doch mit jeder schrecklichen Situation mehr, die sich ungefragt anhäuft, wird er stärker, widerstandsfähiger und schließlich geht es nicht mehr einfach nur darum das Rätsel um seinen Sohn zu klären, sondern einem anderen Kind das Leben zu retten.
Zusammen mit seinem ehemaligen Mandaten Andreas Borchert und der Krankenschwester Carina Freitag schlittert er durch etwas, was man zuerst gar nicht benennen kann. Wahnwitziges Experiment? Racheaktion eines Psychopathen? Einfach nur ein Spiel?

Mein absoluter Liebling dieser Geschichte ist natürlich der zehnjährige Simon. Sehr weit für sein alter, klug, unglaublich sympathisch und trotz seines Gehirntumors ist er es, der Robert Stern eine seelische Genesungshilfe bietet. Der Kleine ist tapfer ohne Ende!
Auch Andreas Borchert war mir sympathisch. Ein Krimineller, der sämtliche Tricks kennt und eine unglaubliche Hilfe für Stern war. Irgendwie musste ich ja über seine Fußball-Fan-Tarnung lachen - das war irgendwie die witzigste Szene.
Carina Freitag ist der Charakter, der irgendwie alles ins Rollen bringt. Sie führt Simon und Robert zusammen, sie baut Robert auf, sie kämpft wie eine Löwin um und für beide, was einfach nur beeindruckend war!

"Das Kind" ist genauso wie Brigitte.de sagt: "Eine Droge." Amen. :D


In meinen Augen ist Fitzek der größte Autorenatist, der Bücherszene!! Er schafft es inhaltliche, scharfe Kurven zu nehmen, wo ein Auto definitiv verunglücken würde.
Am Anfang wirkt die Story mysteriös und mehr als rätselhaft um dann am Ende dem Leser sprichwörtlich die Zunge rauszustrecken Ätsch, damit hätteste jetzt nich gerechnet, wa?! 
Absolut nein! Und genau das liebe ich so an diesem Autoren.




Quellen:
Foto © Nalla 
Inhalts- & Autorenbeschreibung: Droemer Knaur

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