[Rezension] "Tears 'n' Kisses" von Kiersten White (Paranormalcy #3)


Autorin: Kiersten White
Originaltitel: Endlessly
Reihe: Paranormalcy, Band 3
Genre: Romantic Fantasy
Verlag: Loewe
Format: Gebunden
Seiten: 414
ISBN: 9783785572405
Erschienen: 06/2012
Preis: 17,95 €
Leseprobe


Mein neues, normales Leben könnte so schön sein. Wenn nicht plötzlich an jeder Ecke total durchgeknallte Geister, Feen und Kobolde aufauchen würden. Und jetzt soll ich auch noch meinen Freund Lend, den oberschuckligsten Typen aller Zeiten, auf Nimmerwiedersehen in eine andere Welt schicken? Die piepen wohl nicht richtig!

Von wegen normal! Eigentlich ist Evie vollauf damit beschäftigt, Weihnachtsgeschenke zu besorgen und den großen Winterball zu planen. Doch wie soll sie sich auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben konzentrieren, wenn sie auf einmal das Gerichtsverfahren gegen ihre Ersatz-Mum Raquel verhindern, ihren Freund Lend aus den Fängen der Dunklen Elfenkönigin befreien und sich entscheiden muss, ob sie nun dieses verpiepte Tor in eine andere Dimension öffnen soll oder nicht.
Dort hindurch will nämlich die gesamte Mannschaft der Paranormalen. Doch was, wenn Lend ebenfalls mitgeht und die Erde verlässt?
Plötzlich ist Evies Entscheidung noch viel schwieriger als gedacht.

Folgeband! Achtung Spoilergefahr!!!



"Flames 'n' Roses" - vorbei.
"Dreams 'n' Whispers" - vorbei.
"Tears 'n' Kisses" ist nun das dritte Buch und auch wenn feststeht, dass damit die Paranormalcy Trilogie rund um die rosaverrückte Evie endet, ist eines klar: Irgendwie ist es doch erst der Anfang. Denn ich werde sie vermissen und mir die Bücher irgendwann wieder vornehmen!

Evie ist kein normales Mädchen. Sie ist ein Leeres Wesen, gezeugt (oder sollte man besser sagen "produziert"?) um die Macht der Feen zu vergrößern. Doch vorallem ist sie verrückt! Durch Teenagerkram wie Highschoolserienromanzen, die Farbe Rosa und natürlich ihre Arbeit bei der Internationalen Kontrolle Paranormaler hat Kiersten White eine ausgefuchste, charamante Heldin auf ihre Leser losgelassen, die auch in gefährlichen Situationen eine freche und kesse Ausdrucksweise an den Start legt. Vampire fassen, Kobolde babysitten, Werwölfe erkennen und ganz nebenbei ein Teenagerleben führen in dem man frisch verliebt ist - sowas kann nur Evie. Sie ist etwas ganz besonderes, sehr oft einfach nur besonders nervig, aber ihre Talente sprechen für sich.
Im letzten Buch hatten wir beide ziemliche Annäherungsschwierigkeiten, aber diesmal war ich wieder voll und ganz von ihr begeistert!

Gleich die erste Seite hat mich bestimmt drei Minuten gefesselt, weil ich aus dem Kichern nicht mehr rauskam. Kiersten White beweist wieder viel frechen Charme und eine fesselnde Schreibweise. Von solchen Stellen gab es allgemein sehr viel und genau das mochte ich am meisten an dieser Geschichte. Von "Oh mein Gott, er wollte mich umbringen" (Jack) zu "Irgendwie würdest du mir trotzdem sehr fehlen" war die Gefühlspalette komplett abgesteckt. Evie-Chaos oder Evie-Logik nenne ich es heimlich, aber trotzdem ist es köstliche Unterhaltung.

In "Tears 'n' Kisses" stellt sich heraus, dass die IBKP absolut nicht mehr das ist, was sie mal war. Raquel, Evie's Ziehmutter und Mentorin, suchte Evie auf mit der Bitte ihren Job dort wieder aufzunehmen. Dabei wirkte sie ziemlich gehetzt. Dass kurz zuvor eine unbekannte Frau vor Evies Haustür stand und sich als neue Chefin der IBKP aufplustert lässt nicht nur Evie's Alarmglocken schrillen.
Wie sich herausstellt, wollen die Paranormalen - zumindest die Mehrheit - dass Evie ein Tor öffnet, durch das sie vor langer Zeit ungewollt in diese Welt gelangen konnten. Abgesehen davon, dass Evie keine Ahnung hat wie sie das machen soll, beschäftigt sie natürlich eine Frage am dringlichsten: Wenn alle Paranormalen diese Welt verlassen würden, was wäre dann mit ihrem Freund Lend, dessen Mutter schließlich ein Wassergeist ist?
Doch all das wird erstmal unwichtig, als die Dunkle Feenkönigin Evie will. Lend, der jede Gestalt annehmen kann, verwandelt sich in Evie und liefert sich aus. Als wenn Evie's Probleme nicht schon groß genug wären....

Verpiept nochmal! Das hat mir so richtig gefehlt... Pieploch, verpiep dich, Ach du piep - Evie ist und bleibt ein Unikat und auch dieses Buch hat mich richtig mitgerissen. Storymäßig gab es wieder jede Menge Herzschmerz, ob nun wegen der großen Liebe, dessen Zukunft Ungewiss ist, oder die angebliche Liebe einer Fee, die einen eher in den Abgrund und Wahnsinn treibt. Nicht zu vergessen die ganzen Freundschaften, die geknüpft und verloren wurden, nur um dann zu entdecken, dass man gemeinsam einfach stärker ist und somit versucht alte Feindschaften zu vergessen.
Besonders gelungen fand ich die dünne Verschmelzung zwischen Evie's Realität und der Welt der Paranormalen. Ihr Bemühen rund um den Schulball, den sie natürlich in Rosa gestalten will und ihre menschliche beste Freundin, die schließlich doch noch in den Paranormalen-Strudel gerät.

Das Ende kam mir persönlich zwar ein wenig kurz vor, aber White hat Sätze gewählt, die noch lange nachklingen und beschäftigen, sodass man sich die weitere Zukunft auch gut vorstellen kann.
Eigentlich bleibt mir nur noch eins zu danken: Rosa hat mir noch nie soviel Spaß bereitet. Danke Evie <3

Eine wahnsinnig gute Trilogie mit mal anderen Paranormalen Wesen, die mehr im Vordergrund stehen, als immer nur Vampire und Werwölfe.


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