[Rezension] "Entsetzen" von Karin Slaughter (Will Trent #2)


Autorin: Karin Slaughter
Originaltitel: Fractured
Reihe: Will Trent, Band 2
Genre: Thriller
Verlag: blanvalet
Format: Paperback
Seiten: 528
ISBN: 9783442374779
Erschienen: 11/2011
Preis: 9,99 € [D]
Leseprobe



Klappentext:
Sie glaubt, den Mörder ihrer Tochter vor sich zu haben. Stürzt sich auf ihn und tötet ihn in einem erbitterten Kampf. Nur – das Opfer ist gar nicht ihre Tochter. Emma lebt, doch sie wurde entführt. Special Agent Will Trent weiß: Die Chance, das Mädchen lebend zu finden, wird von Stunde zu Stunde geringer. Doch noch entsetzlicher ist die Vorstellung, dass der sadistische Täter ungeschoren davonkommen könnte …
FOLGEBAND! ACHTUNG SPOILERGEFAHR!!! 




"Entsetzen" ist Karin Slaughter's zweiter Thriller rund um den GBI-Agenten Will Trent, auch wenn man nicht wirklich von einer Fortsetzung sprechen kann. Man kann beide Bücher auch unabhängig voneinander lesen, aber wenn man den Charakter Will verstehen möchte wäre es natürlich einfacher man hätte schon "Verstummt" gelesen.

Slaughter ist eine Thriller-Meisterin der Spitzenklasse! Dieses Buch ist mein achtes Buch von ihr und sie hat es wieder geschafft mich mit offenem Mund dastehen zu lassen.
In diesem Buch fängt der Fall sehr mysteriös an. Eine Frau namens Abigail Campano kommt nach Hause und findet ihre Tochter zusammengeschlagen und übel zugerichtet vor. Über ihr steht ein junger Mann mit einem Messer in der Hand. Abigail muss davon ausgehen den Mörder ihrer Tochter vor sich zu haben und greift ihn an. Obwohl er größer und schwerer ist, schafft sie es ihn zu überwältigen und tötet ihn.
Als Will eintrifft muss er nicht nur feststellen, dass der Vater des Mädchens ein alter Bekannter ist, der ihm früher oft zusetzte, sondern dass die Tote gar nicht Emma Campano ist. Es ist ihre beste Freundin Kayla Alexander. Von Emma keine Spur. Und was die Sache noch schlimmer macht: Der junge Mann ist nicht Kaylas Mörder...

Fetten daumen hoch für diese verzwickten Irrwege und menschlichen Abgründe, Mrs. Slaughter! Von Beginn an war man wieder komplett drin. Ich habe auf die schon slaughtertypischen Irrwege gewartet und wurde absolut nicht enttäuscht. Der Horror fängt extrem früh an und bleibt bis zum Ende präsent. Normalerweise hat sich Slaughter immer etwas Zeit genommen ihre Figuren zu beschreiben und dann das Verbrechen in all seinen verzweifelten Farben zu erzählen, aber bei den Abigail und Paul Campano musste sie gar nicht viel sagen. Eine reiche Familie lebt in einer Villa in einem sehr reichen Viertel. Die Mutter geht zum Tennis, fährt ein teures Auto. Der Vater betrügt seine Frau mit 20-jährigen Blondinen und vergöttert seine Tochter, gibt ihr alles was sie will und noch schneller, je lauter sie brüllt.

Will Trent wird von anderen Polizisten gemieden, weil er bekannt ist die Taten von Kollegen schnell aufzuklären. Die Polizei von Atlanta stellt ihm Faith Mitchell zur Verfügung und besonders sie muss einen Hass auf ihn haben, schließlich war er für die Frühpensionierung ihrer Mutter verantwortlich. Doch Faith lernt schnell, dass Will nicht einfach irgendein Polizist ist. Er redet nicht wie einer, er kleidet sich nicht wie einer und sich wie einer verhalten tut er schonmal gar nicht. 
Faith muss auch einiges einstecken und das nicht nur weil sie eine Frau bei der Polizei ist und man über ihre Beförderungen behauptet, sie habe diese nur erhalten, weil ihre Mutter so ein hohes Tier sei, sondern auch weil sie schon mit 14 Jahren schwanger wurde.
Slaughter hat mit Faith Mitchell eine kluge, schlagfertige Frau erschaffen, die sich wirklich abrackert, aber auch weiß, dass sie mehr für ihren Einsatz erwarten müsste.
Will ist Partnerarbeit nicht wirklich gewöhnt, was vorallem an seinem Handicap liegt. Denn er kann nicht richtig lesen und schreiben, trotzdem hat er sich seine Methoden perfektioniert um nicht aufzufallen und kommt der Wahrheit rund um Kaylas Tod und Emmas Entführung immer schneller auf die Spur - besonders wegen seiner ganz besonderen Sicht.

Besonders gelungen fand ich das Ende. Anders als bei anderen Thrillern gab es mal ein "Danach". Wie versuchen die Campanos ihr Leben weiterzuführen nach allem was passiert ist? Solche Blicke bekommt man sehr selten und deshalb fand ich es ein gelungenes Buch von Anfang bis Ende.

"Entsetzen" löste genau das bei mir aus: Pures entsetzen! Gänsehaut garantiert. Für Thriller-Fans kann es nur eines geben: LESEN!!!

"Entsetzen"

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