[Rezension] "Die Therapie" von Sebastian Fitzek


Autor: Sebastian Fitzek
Genre: Thriller
Verlag: Droemer Knaur
Format: Taschenbuch
Seiten: 332
ISBN: 9783426633090
Erschienen: 06/2006
Preis: 7,95 € [D]
Leseprobe | Hörbuch




Klappentext:
Keine Zeugen, keine Spuren, keine Leiche. Josy, die 12-jährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen. Ihr Schicksal bleibt ungeklärt. Vier Jahre später: Der trauernde Viktor hat sich in ein abgelegenes Ferienhaus auf einer kleinen Insel zurückgezogen. Doch eine schöne Unbekannte spürt ihn dort auf. Sie wird von schizophrenen Wahnvorstellungen gequält. Darin erscheint ihr immer wieder ein kleines Mädchen, das ebenso spurlos verschwindet wie einst Josy. Haben ihre Halluzinationen etwas mit dem Verschwinden seiner Tochter zu tun? Viktor beginnt mit der Therapie der geheimnisvollen Unbekannten, die mehr und mehr zum dramatischen Verhör wird …


"Die Therapie" war Sebastian Fitzek's erster Psychothriller, aber nicht mein erstes Buch von dem Autoren, deswegen war mir in etwa klar, worauf ich mich einlassen würde: Psychospielchen und das Verzerren von Realität und Wahnsinn beherrscht Fitzek sehr gut - ganz besonders in diesem Buch.

Dieses Buch wurde aus der Perspektive eines Berliner Starpsychologen geschrieben. Viktor Larenz praktiziert aber nicht mehr, weil ihm das Verschwinden seiner zwölfjährigen Tochter Josy sehr mitgenommen hat. Sie war das Jahr zuvor schon sehr krank - bekam Nasenbluten und Zitteranfälle - und Viktor schleppte sie von Spezialist zu Spezialist, aber keiner fand heraus, was Josy fehlte. Viktor will daran glauben, dass sie heute, vier Jahre später, noch lebt, während seine Frau schon wieder arbeitet und  durch die Welt reist.
Um etwas Abstand von den Erinnerungen an Josy zu bekommen, zieht er sich auf die Insel Parkum zurück um an einem Interview für die Bunte zu arbeiten.
Doch ungestört ist er dort nicht. Eine Frau namens Anna Spiegel sucht ihn dort auf und behauptet von einem Kollegen zu ihm geschickt worden zu sein, weil Viktor ihr vielleicht helfen könnte.
Anna leidet an Schizophrenie und behauptet die Romanfiguren aus ihren Büchern würden real werden. Eine Geschichte belastet Anna am meisten. Darin geht es um die neunjährige Charlotte, die an einer unerklärlichen Krankheit leidet...
Als Viktor dies hört beginnt für ihn die schlimmste Zeit seines Lebens. Sofort sieht er Paralleln zu seiner Tochter. Hat Anna Spiegel etwas mit dem Verschwinden von Josy zu tun? Wer ist diese Frau und was plant sie wirklich? Woher kennt sie soviele Details...?

Zu Beginn gleiten die Seiten nur so durch meine Hände. Die Geschichte ist dramatisch spannend und die Hauptfigur Viktor auf den Spuren eines möglichen Hirngespinst. Sehr umfangreich sind die Umgebungsbeschreibungen und die Empfindungen des Doktors. Seine Welt steht Kopf und trotzdem konnte er oft eine kühle, klare Denkweise bewahren.
Zwischen den Erzählungen auf Parkum gibt es aber noch eine Perspektive, in der Viktor selbst der Patient ist und von seinen Erlebnissen mit Anna erzählt. Dabei spürt man schon deutlich, dass etwas passiert sein muss, aber Fitzek lässt sich sehr lange Zeit um die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Für mich gab es sogar zwei verschiedene Enden. Als alles rauskam war ich etwas enttäuscht, weil man dann doch irgendwie damit gerechnet hat. Aber dann wurden die allerletzten Seiten nochmal komplett anders. Es waren nicht viele Seiten, aber die hatten es wirklich in sich, denn N I E M AL S wäre man auf so einen Ausgang vorbereitet gewesen.

Fitzek hat wieder einen Thriller geschrieben, der Wahn und schreckliche Grausamkeiten beinhaltet hat. Das Geheimnis der Geschichte wurde nur sehr mühsam enthüllt und der "Trip" der Enthüllung war schon ein Lesegenuss. Am Ende muss ich trotzdem sagen, fehlte mir etwas. Es gab irgendwie gewisse Unklarheiten, die ich gerne verstehen würde. Allerdings geht es hier um Schizophrenie und ich weiß selbst, dass es da niemals Klarheit gibt. Aber als Leser möchte man natürlich einfach alles wissen, auch wenn Fitzek irgendwie genau das zu beherrschen scheint. Er gibt eine Thrillerkulisse vor, aber hinter den Vorhang sehen? Besser nicht.

Kommentare:

  1. Ich fand das Buch seeehr gut *-* :)

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  2. Heyho Nalla :)

    schau mal hier ;)
    http://kiala-fantasyfreak.blogspot.de/2014/02/award-liebster-award-discover-new-blogs.html

    lg Kiala

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  3. Guten Morgen :)
    Ich hab dich getaggt :)

    http://fascinating-books.blogspot.de/2014/02/tag-ich-mochte-unbedingt-lesen.html

    Liebsten Gruß,
    Shellan ♥

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  4. Liebste Nalla ♥
    Auch von mir wurdest du getaggt :D
    http://lielan-reads.blogspot.de/2014/02/tag-ich-mochte-unbedingt-lesen.html

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  5. Hey Tascha,

    was für ein Ende oder?! Damit hat er mich wirklich mit offenem Mund auf der Couch sitzen lassen, konnte ja nun echt keiner rechnen wie das ausgeht.
    Das mag ich an den meisten seiner Bücher so, man kann rumraten und rätseln wie nun alles zusammen hängt aber diese unsichtbaren Fäden hält halt nur Fitzek in der Hand und der gibt sich auch erst her wenn er will.

    Tolle Rezi jedenfalls <3

    Liebe Grüße,
    Jenni

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    1. Danke <3

      Oh ja, Fitzek ist da echt ein wahninniges Genie :)

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