[Rezension] "Blutschwur" von Kim Harrison (Rachel Morgan #11)



Autorin: Kim Harrison
Originaltitel: Ever After
Reihe: Rachel Morgan, Band 11
Genre: Urban Fantasy
Verlag: Heyne
Format: Paperback
Seiten: 700 
ISBN: 9783453314740
Erschienen: 10/2013
Preis: 14,99 € [D]
Leseprobe


Klappentext:
Erdhexe Rachel Morgan steckt bis zum Hals in Schwierigkeiten: Eine ihrer Kraftlinien, die sie zwischen der Realität und dem Jenseits, dem Reich der Dämonen, erzeugt hat, ist aus dem Gleichgewicht geraten – mit möglicherweise katastrophalen Folgen für Menschen, Vampire, Hexen und Dämonen. Doch noch bevor Rachel die Kraftlinie reparieren und so das Ende der Welt verhindern kann, wird ihr Patenkind Lucy von wütenden Dämonen entführt. Der Vater des Kindes ist ausgerechnet Trent Kalamack, der mächtigste Elfenfürst Cincinnatis und nebenbei der bestaussehendste Typ, dem Rachel je begegnet ist. Ihr bleibt also nichts anderes übrig, als sich selbst auf den Weg ins Jenseits zu machen, Lucy zu befreien und die Apokalypse aufzuhalten. Doch dann taucht ein alter Bekannter aus Rachels Vergangenheit auf und droht, all ihre Pläne zunichte zu machen ..

Folgeband! Achtung Spoilergefahr!!!

Quen, der Sicherheitsmann von Trent Kalamack will Rachel überreden seinen Job für einen Tag zu übernehmen. Er macht sich Sorgen um Trent. Rachel versucht ihm klarzumachen, dass sie nicht für ihn den Babysitter spielen könnte und das Trent so einen auch nicht nötig hätte. Er ist der mächtigste Bürger Cincinnatis und ein Elf mit ziemlich alter Magie!
Während des Gespräches zieht ein TV-Beitrag über entführte Babies Rachel's Aufmerksamkeit auf sich. Über kranke Babies, die das Rosewood-Syndrom haben. Die selbe Krankheit, die auch Rachel als Kind hatte und wo Trent's Vater ihre DNA so veränderte, dass sie überhaupt überleben konnte - sogar mit Extrabonus, der sie heute als Dämon kennzeichnet. Es gibt nur zwei Menschen, die diese Krankheit je überlebt haben und Trent Kalamack ist der einzige, der diese Kinder retten könnte.
Doch wer steckt hinter der Entführung? MegPag? Die Untergrundorgansisation, die schon einmal Rachel entführte um an deren DNS zu gelangen?
Egal wer dahinter steckt, Rachel ist schon auf ihren Fersen... Und muss ganz nebenbei eine Apokalypse aufhalten, da die Dämonen sie für das Schrumpfen des Jenseits verantwortlich machen.

Lieblingszitat
Ich fand es seltsam, dass Trent Keuschheitsringe neben einem Elfenporno aufbewahrte.


Rachel Morgan ist zurück! Und wie! Mit einem Sack voller Probleme, dessen Probleme noch Probleme haben und jeder will ihr - wie immer - irgendwas anhängen und an den Kragen.
Kim Harrison's Band elf der Reihe "Blutschwur" ist mit siebenhundert Seiten wie gewohnt dick, detailiert und spannend bis zur letzten Minute.

"Blutschwur" hat es mir von vorne bis hinten angetan - ganz besonders das Ende :DD
Ich kann nicht anders, als diesem Buch die volle Punktzahl und volle Bonuspunktzahl zu geben, denn alles passte und auch wenn das Buch mal eben siebenhundert Seiten hat, war es verdammt schnell vorbei. Ich habe wirklich eine ganze Nacht durchgelesen, weil es einfach zu spannend war!

Die Bücher haben immer ein typisches Muster: Rachel muss um ihr Leben kämpfen! Diese Frau steckt immer in Schwierigkeiten, allein schon weil sie der einzige Dämon ist, der in der Sonne wandeln kann. Egal was in der Welt passiert, Rachel wird immer irgendwie mit reingezogen und verdächtigt.
Diesmal kommt die Todeskeule direkt aus dem Jenseits. Rachel's Kraftlinie wurde irgendwie beschädigt und ihr Ungleichgewicht lässt das ganze Kraftliniennetz in den fiesesten Tönen jaulen und kreischen. Doch am schlimmsten ist, dass dadurch das Jenseits schrumpft.Sie hat die Wahl: Das Jenseits retten und eine Apokalypse aufhalten, oder sterben.
 Jede menge Dinge müssen erledigt werden, wozu Vertrauen, Entführung, Diebstahl und ganz alte, wilde Elfenmagie gehören.
Kim Harrison hat in diesem Buch eigentlich nur zwei Handlungsstränge eingebaut, die es komplett ausfüllen. Die Kinderentführungen und die bevorstehende Apokalypse reichen aber völlig um ein solides Grundgerüst zu haben und die Autorin hat sich rundherum sehr gut ausgetobt um den Leser zu unterhalten. Die Welt der Dämonen wurde sehr gut beschrieben, so detailreich, dass man es sich wieder gut vorstellen konnte. Farben, Gerüche, sogar Geschmäcker.
Was mir gut gefallen hat, war zu lesen wie Rachel diese Welt mittlerweile sieht. Besonders Al - ihr Dämonenlehrer - hat ihr schon so manches Problem bescherrt, aber sie trotzt immer noch allem und jedem.

Die einzelnden Charaktere der Dämonen konnte man in diesem Buch noch besser kennen lernen, auch wenn ihre extremen Persönlichkeiten schwer zu verstehen waren und ihre Handlungen somit unberechenbar wurden.

Besonders gefallen hat mir Trent. Er hat bisher schon eine extreme Charakterpalette vorweisen können und in diesem Teil hat er mich echt umgehauen. Wenn man ihn jetzt mit dem Trent aus Band eins vergleichen würde, würde man hinterher in einer Nervenheilanstalt sitzen, da bin ich mir sicher.
Ein extrem krasser Unterschied!
Jenks, mein Lieblingspixie, hat natürlich auch wieder ziemlichen Unterhaltungsaufwand betrieben. Dieser kleine Kerl ist zu göttlich. Rachel's Geschichten ohne den Pixie wären nichtmal halb so spannend. Besonders amüsant waren auch die Gargoyles, die diesem Teil ihren Stempel aufdrücken. Der kleine Bis, der sich an Rachel gebunden hat, ist zwar ein Tolpatsch, aber er nimmt eine der wichtigsten Rollen ein.
Ivy, der lebende Vampir, spielt in diesem Teil erst später ihre Rolle - sogar eine sehr ungewohnte.
Im Grunde ist es egal, welche Charaktere sich aus dem Schatten nach vorne kämpfen wollen: Rachel und Trent stehen im Rampenlicht und das ist auch gut so.

Dieser Teil hat einiges zu bieten. Er ist lebhaft, spannend, aber auch wild. Rachel muss Entscheidungen treffen und sie steht ausnahmsweise mal weniger als Zicke da. Ihre vorschnellen Schlüsse, die meist in Gekreische enden, wird sie aber wohl nie ablegen - zumindest hoffe ich es! Diese Frau bedeutet einfach Ärger, aber man kann nicht anders, als sie zu mögen. Sie denkt an alle, versucht immer allen gerecht zu werden und macht sich Gedanken, was sie am Tag, wo sie die Welt rettet, bloß anziehen soll. Sehr sympathisch, oder? ;)

"Blutschwur" steht für Stärke und Dominanz. Grenzen austesten, über sich hinauswachsen. Für das kämpfen, was einem wichtig ist. Alte Liebschaften, die zu persönlichen Fehden werden. Erinnerungen an eine alte Zeit, vor dem Krieg zwischen Elfen und Dämonen. Vorallem aber steht es für einen Umschwung in der gesamten Welt und nach diesem Ende kann ich es kaum erwarten den nächsten Band in die Finger zu kriegen. In meinen Augen hebt sich dieser Band von allen anderen ab. Es wird nicht mehr nur groß auf allem zweimal rumgekaut, sondern es bewegt sich endlich was. 

Für Fans von Hexen, Dämonen, Elfen und allem anderen übernatürlichen Kram ist dieser Urban-Fantasy-Schinken ein fettes Muss.


"Blutschwur"
"Bluthexe" [erscheint 08/2014]

Sonderbände
"Blutwelten"
"Blutseele"

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