[Comic Rezension] "Grenzen" von Robert Kirkman (The Walking Dead #18)


Autor: Robert Kirkman
Originaltitel:What Comes After
Reihe: The Walking Dead, Band 18
Genre: Dystopie, Zombies
Verlag: Cross Cult
Format: Hardcover
Seiten: 136
ISBN: 9783864251009
Erschienen: 08/2013
Preis: 16,00 € [D]
Leseprobe


Klappentext:
Während die meisten auf eine schnelle Vergeltungsaktion hoffen, sieht Rick den einzigen Ausweg aus der neuen Gefahrenlage, die die Bedrohung durch den skrupellosen Anführer der Erlöser und seine unüberschaubare Armee darstellt, in der Anwendung praktischer Vernunft … sich kleinmachen, sich ducken heißt das Motto der Stunde, das er ausgibt. Damit aber können die wenigsten in Alexandria einverstanden sein, haben sie in der Vergangenheit doch einen völlig anderen Rick Grimes kennengelernt, einen, der sich wehrt und nie aufgibt. Besonders Andrea und Carl sind über das neue Wesen Ricks frustriert … Carl sogar so sehr, dass er beschließt sich ein Maschinengewehr zu schnappen und selbst auf die Jagd nach Negan zu gehen … mit irreparablen Konsequenzen!

Folgeband! Achtung Spoilergefahr!!!
 
Wieder einen TWD-Comic durchgesuchtet *__*
Einmal hingesetzt und bis zur letzten Seite nicht mehr aus der Hand gelegt, war auch wieder diesmal das Motto. Klar sind nichtmal 150 Seiten mit Bildern und kleinen Texten nicht so viel, dass man meinen könnte ich hätte eine Meisterleistung vollbracht, aber es sagt vorallem eines: Diese Comics - alle, durchgehend, unwiderruflich - sind einfach der absolute Oberknaller!

Robert Kirkman hat in seinen Comics bisher sehr deutlich zum Ausdruck gebracht, dass er sein Ding durchzieht - egal wie entsetzt die Fans auch werden würden. Es gab einige Szenen, die wirklich traurig waren und andere entsetzlich widerlich. Doch genau das macht den Kick an The Walking Dead aus. Alles andere als Jugendfrei und voll nach dem Motto Alles ist möglich.

In diesem Teil bekommt man Einblicke, die ich nicht erwartet hätte. Negan, der "Erlöser", der alle anderen Überlebenden unter sich einnimmt, ihnen Schutz gegen Nahrung und andere Dinge bietet, hat im letzten Teil schon sein ekliges Grinsegesicht gezeigt. Wer seine Regeln nicht strengstens befolgt, muss mit den Konsequenzen leben und er ist sich nicht zu schade das auch auszuleben. Er ist ein Psychopath, der sich hinter einer freundlichen Maske aufplustert, aber nie falsche Spielchen treibt. Er meint alles ernst und auch wenn er sich selbst ungern in dieser "Rolle" sehen möchte, merkt man genau wie er es genießt. In manchen Dingen erinnert er an den Governor, als hätten die beiden die gleiche Grundausbildung erhalten, nur das Negan deutlich mehr dafür getan hat um den Preis des Ekels der Apokalypse zu bekommen. Der Governor könnte von Negan noch viel lernen. Da hofft man wirklich die Beiden laufen sich niemals über den Weg...

Rick erlebt man in diesem Teil von einer anderen Seite. Er ist vorsichtiger, denkt über alles genauer nach und tut so, als würde er kapitulieren. Er kommt mir so mehr wie ein Vater vor. Nur das Carl sich auch verändert hat und die Beiden sich auf der Mitte deutlich verpasst haben. Rick will Carl noch einen letzten Rest Kindheit erkämpfen, dabei mäht Carl schon mit einem Maschinengewehr bewaffnet die Gegner um. Ich habe viel darüber gelesen, dass Carl sich drastisch verändern würde, aber nachdem ich diesen Comic jetzt selbst gelesen habe, finde ich das eher weniger. Er ist mutiger, ja, aber in meinen Augen ist er keine gefühlskalte Killermaschine...

"Grenzen" spricht mal wieder für sich. Ein wohlgewählter Titel, der den Inhalt gut erfasst. Tut was er sagt und euch wird nichts passieren. Anderenfalls lernt ihr die Grenzen kennen...
Negan nimmt einen großen Raum ein und man lernt ihn in vielen Facetten kennen, auch wenn ich glaube, dass der Kerl noch viel mehr drauf hat! Man sieht wie er lebt und das schüchtert schon ungemein ein.
Nach dem letzten Buch hatte ich etwas Angst vor diesem Teil, aber es war anders als erwartet - wieder einmal die Ruhe vor dem Sturm...
Das nächste Buch soll "Auf dem Kriegspfad" heißen und nachdem was ich von Negan nun mitbekommen habe, läuft es mir eiskalt den Rücken runter...
Da ist das Ende von "Grenzen" ja schon leicht beruhigend gewesen, wenn man sieht welche Leute sich als Verbündete erweisen könnten - wenn man ihnen die Chance gibt.


"Grenzen"
"Auf dem Kriegspfad" [erscheint 03/2014]  

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