[Rezension] "City of Lost Souls" von Cassandra Clare (Chroniken der Unterwelt #5)


Autorin: Cassandra Clare
Originaltitel: The Mortal Instruments - City of Lost Souls
Reihe: Chroniken der Unterwelt, Band 5
Genre: Urban Fantasy
Verlag: arena
Format: Hardcover
Seiten: 677
ISBN: 9783401066677
Erschienen: 02/2013
Preis: 19,99 € [D]
Leseprobe | Hörbuch


Klappentext:
Die Dämonin Lilith ist besiegt und Jace aus ihren Fängen befreit. Aber als die Schattenjäger am Schauplatz eintreffen, finden sie nur noch Blut und zerbrochenes Glas. Nicht nur von Jace, den Clary über alles liebt, fehlt jede Spur, auch ihr dunkler Halbbruder Sebastian, den sie aus tiefstem Herzen hasst, ist verschwunden. Doch Jace findet Clary wieder und enthüllt sein schreckliches Schicksal: Durch Liliths Magie ist er auf immer mit Sebastian und den dunkle Mächten verbunden. Nur ein kleiner Trupp glaubt daran, dass Jace noch gerettet werden kann. Dazu müssen sich allerdings auch die Schattenjäger der dunklen Magie verschreiben. Clary geht den gefährlichsten Weg: Sie möchte Jace' Seele retten. Aber kann sie Jace überhaupt noch trauen?

Folgeband! Achtung Spoilergefahr!!!

Clary bekam kaum Luft und stieß mühsam hervor: "Hab mir... beim Ohrfeigen... deiner nichtsnutzigen Visage... den Nagellack ruiniert... siehst du?" Sie zeigte ihm ihren Finger - den Mittelfinger.
Cassandra Clare's Chroniken der Schattenjäger sind endlich zurück. Mit dem fünften Buch dieser Reihe "City of Lost Souls" dürfen wir Leser endlich wieder zusammen mit Clary auf Entdeckungsreise gehen. Es gibt wieder verdammt viel Dunkles und Böses, was sich seinen Platz in der Welt erobern will und diesmal haben sie alle Register gezogen.
Ich war wieder einmal so in dieses Buch vertieft, dass ich mir am liebsten selbst ein Schattenjägeroutfit angezogen, und mich mit in die Schlacht gestürzt hätte.

"City of Lost Souls" bginnt genau dort, wo das vierte Buch aufgehört hat. Mit einem riesengroßen Schlag in Clary Fairchilds Herz. Ihr leiblicher Bruder, der die Identität Sebastian Verlac's angenommen hat, sollte eigentlich tot sein, doch die Dämonefürstin Liltih hat ihn persönlich ins Leben zurückgeholt. Sebastian schlägt genau nach seinem Vater Valentin und strebt nach Macht - ganz egal, was er dafür bezahlen, oder mit wem er sich dabei verbünden muss.
Doch diesmal ist Sebastian nicht alleine, denn Lilith hat ihm ein ganz besonderes Geschenk gemacht: Sein Leben und sein Tod ist vom jetzigen Zeitpunkt auch Jace' Leben und Jace' Tod. Mithilfe sehr schwarzer Magie steht Jace nun unter Sebastian's Einfluss. Alles, was Sebastian will, will nun auch Jace und er geht bereitwillig mit, glaubt an Sebastians Pläne und tut alles, was Sebastian will. Nur eine Sache scheint in Jace weiterhin zu bestehen: Seine Liebe zu Clary, weswegen er Sebastian bittet sie mitnehmen zu dürfen und sie in ihre Pläne einzuweihen...
Clary hingegen ist am Boden zerstört. Der Rat hat sie mehrfach unter Beschuss genommen, weil sie glauben Clary können wissen, was für Pläne ihr verhasster Bruder haben könnte. Schließlich war sie die letzte auf der Dachterasse, die die Beiden gesehen hat.
Als Jace bei Clary auftaucht und ihr klar wird, wie Sebastian ihn in der Hand hat, beschließt sie ihren eigenen Weg zu gehen, denn auf die Hilfe des Rates, dessen Prioritäten definitiv nicht bei Jace liegen, kann sie sich nicht wirklich verlassen. Nur ihre Freunde Alec und Isabelle - Jace' Adoptivgeschwister, der Hexenmeister Magnus Bane, ihr bester Freund und Vampir Simon und die Werwölfe Jordan und Maia scheinen ihre einzigen Verbündeten zu sein...

Ich hatte wirklich noch nie so eine große Lesefreude bei solch dicken Wälzern wie den Chroniken der Unterwelt.  Cassandra Clare's Schattenwelt ist schon seit dem ersten Buch tief in mein Unterbewusstsein verwurzelt. Detailgetreu und magisch. Auch ihre Hauptfiguren sind mir sehr vertraut und jeden einzelnden davon habe ich in mein Herz geschlossen. Ganz besonders Alec - ihn mag ich am liebsten. Seine Liebesbeziehung zu Magnus Bane im Hintergrund habe ich immer sehr gerne gemocht. Er ist sterblich, während Magnus' Existenz niemals auf natürliche Weise ein Ende finden würde. Das es an Alec nagt, spürt man deutlich. Zum einen ist da die Sorge um Jace, seinen Bruder im Herzen und im Kampf, und dann seine Angst um seine Beziehung.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht natürlich Clary, die ihren Jace zurückwill und dabei jede Regel und jede Vorsicht vernachlässigt, aber man spürt auch deutlich die anderen Handlungsstänge, wie Alec und Magnus und Isabelle, die sich deutlich verknallt hat, aber zu hart ist um es sich selbst irgendwie einzugestehen. Sie ist eine Schattenjägerin, die niemals um Hilfe bitten würde, aber wenn es um Simon geht, dann weiß sie selbst nicht so ganz, was sie glauben soll.
Sebastian war für mich wieder einmal die Hassfigur der Geschichte und doch kam er diesmal familärer rüber. Er glaubt unbesiegbar zu sein, aber manchmal könnte man auf die Idee kommen seine Fassade würde ein paar Risse bekommen. Vorallem ist es so, als würde Valentin noch immer die Strippen ziehen...

Die weitere Nebengeschichte der beiden Werwölfe Jordan und Maia waren auch interessant, aber auf eine andere Weise. Sie gehören zum internen Kreis und sind Verbündete - fast niemand schafft es Nebenfiguren so eine starke Stimme zu verleihen wie Clare - und J.R. Ward! Sie ist eine absolut, unangefochtene Meisterin darin! ^^

Clare's Schreibstil ist wirklich voller Hingabe. Sie hat es geschafft mich so dermaßen zu fesseln, dass ich nur mit Mühe Pausen einschieben konnte. Besonders gut an ihren Büchern gefällt mir die Vielfalt der Dialoge. Wenn sie ernst, traurig, glücklich oder nachdenklich sind, dann spürt man das als Leser. Sie hat sehr viele Dialoge eingebaut und keine Zeitsprünge in der Geschichte gemacht, sodass alles noch viel näher rüberkommt. Bei ihr scheint alles wichtig zu sein.

Am Ende des Buches habe ich auch endlich erkannt, was mir die ganze Zeit über gefehlt hat: Der richtige Jace. Der lustige und coole Schattenjäger, dem alle Gefahren egal sind und der für jede noch so gefährliche Situation einen dummen Spruch auf den Lippen hat. Er ist charimatisch und selbstsicher, hat das Herz aber am richtigen Fleck. Weswegen ich "City of Lost Souls" eher in die Kategorie "Traurige Bücher" stellen würde. Soviel Kampf gegen das eigene Ich hat noch kein Buch geboten!

Wenn mich an diesem Buch eine Sache wirklich gestört hat, dann war es die dickköpfige Clary. Man feiert solche Charaktere immer als Helden, weil sie bereit sind alles für ihr Ziel zu tun, aber weil man diesen langwierigen Prozess bis zum eventuellen Happy End immer so zäh verfolgen muss, ist das nach einer gewissen Zeit einfach nervig. Genau deswegen hat mir der Dialog zwischen Jace und Clary am Ende so gut gefallen. Das wäre ein Dialog für ein Zitat, aber es würde jegliche Spannung für all die nehmen, die dieses Buch noch nicht gelesen haben. Ich kann es wirklich nur empfehlen, denn allein für diesen Dialog lohnt es sich, durch die Hölle zu gehen. <3

Ich komme aber auch nicht drumherum zu sagen, wie unkomfortabel das lesen war. ~_~ Die ersten drei Bücher waren vom Einband dünner und besonders Band drei lies sich gut festhalten. Bei Band vier wurde es dann so dick, dass zwar weniger Seiten, aber dennoch mehr Umfang das lesen zu einer kleinen Herausforderung gemacht haben. Ist nur eine Randnotiz, aber halt eine, die einem irgendwann in den Fingern wehtut - und anders, wie z.B. das Buch auf den Schoß oder so legen, kann ich nicht lesen. :/


"City of Lost Souls" 
"City of Heavenly Fire" (Veröffentlichung in Deutschland noch nicht bekannt)

1 Kommentar:

  1. Hallo!
    Super Rezension. Du sprichst mir direkt aus der Seele! Das Gespräch zwischen Clary & Jace am Ende, ist einer meiner liebsten Dialoge. Es ist einfach so wichtig.

    AntwortenLöschen

Huhu Ihr Lieben Mitschwimmer :)

Wenn Ihr möchtet, dürft Ihr gerne ein paar Wellen ~ äh, Kommentare hinterlassen. Oder auch ein paar Fische *~*
Ich freue mich über alles, was Ihr da lasst ♥
Als Dank habe ich immer ne Packung Celebrations und ne fette Keksdose für Euch bereit stehen. Bedient Euch und kommt ruhig öfter zum rumkrümmeln vorbei ♥

Klickernde Grüße,
Tascha