[Rezension] "Im Bann der Nacht" von Alexandra Ivy (Guardians of Eternity #4)


Autorin: Alexandra Ivy
Originaltitel: Darkness Revealed
Reihe: Guardians of Eternity, Band 4
Genre: Fantasy, Vampire
Verlag: Diana
Format: Taschenbuch
Seiten: 452
ISBN: 9783453354913
Erschienen: 11/2010
Preis: 8,99 € [D]
Leseprobe




Klappentext:
Vampir Cezar ist es gewohnt, sich zu nehmen, was ihm gefällt. Als er Anna Randal begegnet, zögert er daher nicht lange — und bezahlt teuer für diese eine leidenschaftliche Nacht. Zweihundert Jahre lang lassen ihn die Orakel, die mächtigen Herrscher der Dämonenwelt, büßen, denn Anna ist auserwählt, eine der ihren zu werden. Jetzt trachtet eine dunkle Macht der schönen Juristin nach dem Leben, und Cezar wird zu ihrem Beschützer bestimmt. Dumm nur, dass Anna entschlossen ist, eher zu sterben, als Cezar noch einmal zu trauen...
Folgeband! Achtung Spoilergefahr!!!

Es ist London, 1814. Anna Randal ist gemeinsam mit ihrer Cousine Morgana auf einem Ball. Sie soll ein Auge auf Morgana haben, damit sie sich nicht mit irgendeinem dahergelaufenen Schurken einlässt und somit die Familienehre beschmutzt. Doch Annas Aufmerksamkeit ist nicht gerade bei ihrer Cousine. Der Mann, namens Conde Cezar ist viel interessanter... Als sie ihre Cousine nicht mehr findet und auch Cezar sich kurze zeit später erhebt, glaubt sie nicht an einen Zufall und geht ihm nach, mit der Befürchtung ihn und ihre Cousine in einer peinlichen Situation zu erwischen. Doch alles kommt ganz anders. Morgana ist nicht bei ihm und Cezar ist hungrig. Mit wilder Leidenschaft nimmt er Anna in Beschlag und lässt sie ihn nie wieder vergessen. Als sie aufwacht, ist er weg. Und mit ihm einige Antworten...
Nach den ersten drei Bänden der Guardians of Eternity Reihe, bin ich mit deutlich weniger Erwartungen an Band vier herangegangen. "Im Bann der Nacht" wiederholt das Schema des düsteren Vampirs und der hallsstarrigen Frau, die in Band eins eine Sterbliche war, die zum Kelch des Phönix wurde. (Einem Gefäß, vor dem alle Dämonen Respekt haben.) In Band zwei war es eine Shalott-Dämonin, die sehr kratzbürstig und stur war und in Band drei nahm den Part der halsstarrigen Frau eine Werwölfin ein.
Im vierten Buch durften die berühmten Charakterzüge der Hauptprotagonisten natürlich nicht fehlen und somit nimmt Anna Randal den neuen Platz ein, während sie sich nach einem spanischen Vampir sehnt...

Zu Beginn der Geschichte ereignet sich alles sehr schnell und ich hatte meine Schwierigkeiten mich reinzufinden. Anna lebt seit über zweihundert Jahren und sie hat absolut keine Ahnung warum sie nicht altert. Woran sie sich jedoch sehr gut erinnert, ist der Biss von Cezar vor zweihundert Jahren. Irgendetwas scheint er mit ihr gemacht zu haben und sie will endlich Antworten haben! Als sie ihn in Chicago findet, durchlebt sie wieder dieses intensive Gefühl, was ihr schon bei ihrer ersten Begegnung die Luft zum Atmen nahm, aber davon will sie nicht beirren lassen. Sie ist seit Ewigkeiten Anwältin und so schnell wimmelt sie keiner ab! Als sie ihn dann endlich stellt, bekommt sie ihre heißersehnten Antworten immer noch nicht. Nur die Gewissheit, dass er ein Vampir ist, sie selbst aber glücklicherweise nicht von ihm verwandelt wurde.
Als ein magisches Feuer vor ihrer Zimmertür ausbricht, retten sich die Beiden aus dem Fenster. Anna ist immer ratloser, aber Cezars Verdacht bestätigt sich: Irgendjemand jagt Anna und will ihren Tod. Und er selbst wurde vor zweihundert Jahren dazu auserkoren sie zu beschützen. Nur er kennt ihre Bestimmung in der Dämonenwelt...

"Im Bann der Nacht" hat mich jetzt nicht wirklich in seinen Bann gezogen... Die Geschichte war trotz der anderen Handlung einfach zu vertraut, die Eigenarten schienen von Charakter zu Charakter vererbt worden zu sein und diesmal gelang es mir einfach nicht Cezar und Anna als alleinstehende Personen zu sehen, dafür hatten sie zu viel von Viper, Styx und Shay und Darcy.
Es ist sehr schade, denn Ivy's Schreibstil ist klasse, der Humor toll und die Geschichten gut durchdacht, aber wenn man ein Problem mit dem Charakter hat, beeinflusst es alles. Ich konnte dieses vierte Buch nicht so problemlos flüssig lesen, wie die drei Bände zuvor.

Außer bei den Hauptcharakteren, ist die Charakterpallette diesmal auch wieder gut bestückt, sogar besser als bisher. Die bösartige Elfenkönigin Morgana le Fay übertrifft es an Sadismus und Perversität, was ich je gelesen habe. Und der Fürstenkobold Troy ist ein Charakter, den man trotz seiner Bestimmung irgendwie mögen muss.
Und absolut nicht zu vergessen: Levet! Der neunzig Centimeter große französische Gargyle, der an Charme und Witz in jeder Charakterliste führt, gehört einfach in diese Serie, wie meine Finger an meine Hand gehören. Umso trauriger, dass er diesmal eindeutig zu wenig vorkam. Zwar noch genug um über ihn zu lachen und ihn zu lieben, aber da ich einfach nicht genug kriegen kann von ihm, war es mir einfach zu wenig.

Vielleicht hatte ich mir wirklich mehr von diesem Buch erhofft, aber ich bleibe der Serie treu, denn allein Levet ist es wert sie zu lesen. ^^

"Im Bann der Nacht" hat mich nicht begeistern können, aber toll war die Geschichte schon. Spannung wurde geboten und wieder einmal zwei starke Charaktere, denen das Leben erst wichtig wird, als sie einander finden. Ein stark erkennbares Muster, aber ich freue mich dennoch auf die Fortsetzung, auch wenn ich erstmal ein paar andere Bücher lesen werde um ein wenig Abstand zu den Wiederholungen zu bekommen.


"Im Bann der Nacht" 
"Im Rausch der Dunkelheit"
"Wächterin des Blutes"
"Fesseln der Finsternis" (erscheint 04/2012)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Huhu Ihr Lieben Mitschwimmer :)

Wenn Ihr möchtet, dürft Ihr gerne ein paar Wellen ~ äh, Kommentare hinterlassen. Oder auch ein paar Fische *~*
Ich freue mich über alles, was Ihr da lasst ♥
Als Dank habe ich immer ne Packung Celebrations und ne fette Keksdose für Euch bereit stehen. Bedient Euch und kommt ruhig öfter zum rumkrümmeln vorbei ♥

Klickernde Grüße,
Tascha