[Rezension] "Die Auswahl" von Ally Condie (Cassia & Ky #1)


Autorin: Ally Condie
Originaltitel: Matched
Reihe: Cassia & Ky, Band 1
Genre: Dystopie
Verlag: Fischer
Format: Gebunden
Seiten: 453
ISBN: 9783841421197
Erschienen: 2011
Preis: 16,95 € [D] 
Leseprobe | Hörbuch



Das System sagt, wen du lieben sollst – was sagt dein Herz?
Stell dir vor, du lebst in einer Welt, die ein absolut sicheres Leben garantiert. Doch dafür musst du dich den Gesetzen des Systems beugen: den Menschen lieben, der für dich ausgewählt wird. Was würdest du tun?Für die wahre Liebe das Leben riskieren?




Für die 17-jährige Cassia ist heute der wichtigste Tag ihres Leben: Sie erfährt, wen sie mit 21 heiraten wird. Doch das Ergebnis überrascht alle: Xander, Cassias bester Freund, ist als ihr Partner vom System ausgewählt worden. Als jedoch, offenbar wegen eines technischen Defekts, das Bild eines anderen Jungen auf dem feierlich überreichten Microchip auftaucht, wird Cassia misstrauisch. Kann das System wirklich entscheiden, wen sie lieben soll?


Dieses Buch kennt fast jeder, so kommt es mir vor. Und ich glaube es gibt kaum eine Person, die nicht von der Geschichte rund um Cassia & Ky von Ally Condie begeistert ist.
Wenn das wirklich so ist, dann bin ich wohl eine der wenigen, auf der Seite, die mit der Geschichte nichts anfangen kann.

Da das Buch bekannt ist wie ein bunter Hund, brauche ich ja nicht auf inhaltliche Dinge eingehen. Vielmehr möchte ich etwas ausdrücken, was ich gar nicht so richtig begreifen kann.
Mir fehlte der glühende Funke, das Abtauchen und gleiten lassen in eine Geschichte - "Die Auswahl" hat es nicht geschafft. Ich habe einfach keinen Zugang zu den Figuren bekommen, konnte mir keine Landschaften und Umgebungen vorstellen, auch wenn diese gut und detailliert beschrieben wurde. Irgendwie fehlte mir die Begründung warum diese Stadt so lebt. Alles wird geregelt: Mahlzeiten, Freizeit, Arbeit und sogar der Tod. Man ist so stolz, dass man Krankheiten wie Krebs und Alzheimer besiegen konnte, dass es besser für Menschen ist, wenn sie mit achtzig Jahren sterben. Sie sind alt genug um ein erfülltes Leben gehabt zu haben und jung genug um friedvoll und ohne Alterskrankheiten und körperlichen Gebrechen vor sich hinzuvegetieren. Der Tod kann sogar so gut bestimmt werden, dass es ein Abschiedsbankett gibt. Wenn man das Buch bis zum Ende liest, weiß man auch, warum sich alles so gut vorbestimmen lässt.
Dann gibt es natürlich noch das Paarungssystem. Sobald man 17 ist und sich entschieden hat einen Partner zu wollen, wird für einen der ideale Partner bestimmt, damit das Aussterben der Menschheit niemals eintreffen wird.
Das Abstruseste sind aber noch die Tabletten, die jede Person mit sich herum schleppen muss. Wenn man sie verliert, wird direkt eine Warnstufe ausgerufen und es darf sich keiner bewegen, bis sie Pillen wieder gefunden wurden. Essind drei Tabletten. Eine Blaue, die im Notfall die Versorgung garantiert, eine Grüne, die beruhigen soll und eine Rote, die aber nur in Notfällen und nach strikter Anweisung eingenommen werden darf, und wo keiner weiß, was sie bewirkt.

Natürlich habe ich das Buch komplett ausgelesen, weil ich irgendwie dachte, dass mich dieser Funke doch erreichen sollte, aber die Begeisterung, mit der andere Leute über dieses Buch reden, hat mich einfach nicht gepackt. Ich kann nicht erklären warum nicht. Cassia's Person wurde zwar gut beschrieben, aber sie wirkt so unecht, so künstlich und das hat mir gar nicht gefallen. Xander, ihr bester Freund, ist für mich ein ewiges Rätsel, einerseits mag ich ihn schon, aber er ist nichts im Vergleich zu Ky, der jede Menge Schrecken mitansehen musste und nun degradiert ein Leben führen muss, was ihn früher umbringt, als im Normalfall. Ky ist eine Person, von der man Stück für Stück erfährt und das war auch das einzige, was bei mir angekommen ist. Dass Cassia verwirrt ist und plötzlich an dem Paarungssystem zweifelt, ist der wichtigste Faktor des Buches, der Vorbote eines Auslösers für eine Rebellion. Wie sie ihren Weg geht mag beeindruckend sein, aber wie gesagt - nicht so extrem spannend, wie ich es mir erhofft hatte.
Wahrscheinlich habe ich wirklich extrem hohe Erwartungen an das Buch gehabt, nachdem jeder Andere davon so begeistert war..

Das Buch bekommt aber von mir trotzdem drei Sterne, da es für die Kategorie 2 Sterne im Vergleich mit den anderen dort abgelegten Büchern besser ist!

Leider enttäuschend. Der Schreibstil war gut, aber nicht so dramatisch, wie er meiner Meinung nach zu so einer Geschichte passen sollte. Erst am Ende, so die letzten fünfzig Seiten, habe ich die Geschichte einen Moment mit anderen Augen gesehen, aber das ändert leider nichts an meinem Gesamturteil. Die Charaktere haben mich nicht so überzeugt. Viel zu plastisch... Nur Ky hat bei eine Gefühlsregung hervorgerufen.
Erfahrungsgemäß sind Auftaktbände ja immer ein langwieriger Prozess und ich bin davon überzeugt, dass der zweite Band "Die Flucht" vielversprechender wird, doch ob ich es wirklich lese, lass ich erst nochmal dahingestellt...
Wirlich schade.


"Die Auswahl" 
"Die Flucht"

1 Kommentar:

  1. Ob es einen Black Dagger Teil gibt den ich nicht mochte? Schwer zu beantworten. Im Grunde: Nein.
    Ich liebe einfach den Schreibstil der Autorin und all die Individuellen Geschichten der einzelnen Charakter. Einfach herrlich!

    Aber natürlich kann ich sagen, dass ich so meine Favoriten habe. Wrath, Rhage, V und Z liiiiiebe ich abgöttisch! :D Die Geschichten haben mich so mitgenommen, dass ich sie einfach richtig in's Herz geschlossen habe.

    Phurys Geschichte wiederum war auch super, nur mochte ich ihn als Figur nicht so sehr. Allerdings gab es in diesem Band - wie in jedem anderen - nicht nur eine Geschichte über Phury, was das ganze super ausgewogen hat. :) Verstehst du?
    Auch Rhev ist nicht so mein Ding, aber die Geschichte ist klasse. Und Ehlena mag ich sehr.
    Butch kam mit seinem Humor nie ganz bei mir an, Marissa hingegen gefiel mir wieder richtig gut, da sie so strahlend ist.

    John ist eine Sache für sich. Ich mag seinen selbstzerstörerischen Humor und gönne ihm sein Glück sehr. Dennoch ist es keiner meiner Lieblingscharakter. Wobei ich echt darauf warte, dass mehr vonwegen Darius an's Licht kommt! :)

    Im aktuellen Teil: Manny ist okay. Super fand ich die Idee ihn in's Boot zu holen, da er aus Janes vergangenheit stammt. Payne hingegen ist wieder total mein Fall. :DD Ich liebe sie und dazukommend, dass bei ihrer Geschichte auch wieder V und Jane ihren Part bekommen haben ist einfach super klasse!!

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    Lieben Gruß
    Sarah

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