[Rezension] "Vorübergehend tot" von Charlaine Harris (Sookie Stackhouse #1)


Autorin: Charlaine Harris
Originaltitel: Dead Until Dark
Reihe: Sookie Stackhouse, Band 1
Genre: Fantasy, Vampire
Verlag: Feder&Schwert
Format: Taschenbuch
Seiten: 328 | ISBN:9783867620550
Erschienen: 2003
Preis: 9,95 € [D]
Leseprobe



Klappentext:
Sookie Stackhouse jobbt in einer Kleinstadt in Louisiana als Kellnerin. Sie ist still, introvertiert und geht selten aus. Nicht, dass sie nicht hübsch wäre. Im Gegenteil. Sookie hat nur, na ja, eben diese "Behinderung". Sie kann Gedanken lesen. Das macht sie nicht gerade begehrenswert. Doch dann taucht Bill auf. Er ist groß, düster, gutaussehend - und Sookie hört kein Wort vom dem, was er denkt. Er ist genau die Art Mann, auf die sie schon ihr ganzes Leben lang wartet...
Doch auch Bill hat eine Behinderung: Er ist ein Vampir. Außerdem hat er einen schlechten Ruf. Er hängt mit einer verdammt unheimlichen Clique herum, deren Mitglieder alle - Überraschung! - Mordverdächtige sind. Als dann noch eine Kollegin Sookies ermordet wird, befürchtet sie, sie könnte die nächste sein...



"Vorübergehend tot" ist die Romanvorlage zur "Erfolgsserie" True Blood, dessen dritte Staffel mittlerweile im deutschen TV zu sehen ist und entspringt der Feder von Charlaine Harris.

Zum ersten Mal mit dieser Geschichte wurde ich durch die eben genannte Serie konfrontiert. Wenn man - so wie ich - absolut auf Vampirfilme und übernatürliche Serien abfährt, ist es eine Pflicht sich auch weitere neue Seien anzusehen - mein Motto! Und allein der Titel klang vielversprechend: True Blood!
Nach den ersten zwei Folgen hatte ich aber schnell die Schnauze voll. Die Darsteller brachten mir die Charaktere nicht nahe genug um eine Verbindung zur Serie zu finden. Es hat mich relativ kalt gelassen.

Doch wie das so ist, wird man schnell wieder mit "Erfolgsserien" konfrontiert und ich beschäftigte mich etwas näher mit den Büchern. Erfahrungsgemäß gefielen diese mir meist deutlich besser als die Verfilmung!
Allein die Buchcover waren eine Augenweide und irgendwie kribbelte es mich dann doch in den Fingern und bei meinem Buchkaufrausch habe ich mir alle neun Bände gekauft. Sozusagen die Katze im Sack.

Nach den erstem vierzig Seiten war dann auch endlich Kapitel 1 beendet und ich wollte mehr! Dank Harris flüssigem und fesselndem Schreibstil mochte ich die Hauptprotagonistin Sookie Stackhouse sofort! Sie ist eine bodenständige Kellnerin, die aber dank ihres Handicaps - anderer Leute Gedanken lesen zu können - was Männer angeht sehr zurückhaltend ist, und keine Dates eingeht. 

Schon im weiteren Verlauf merkt man wie ausgeprägt die Geschichte ist. Wie viele feine Aterien, die durch den Körper fließen. Und obwohl ein Kapitel meist mehr als vierzig Seiten umfasst, habe ich es in einem Ruck lesen können und es gab keine wirkliche Stelle, an der ich eine Pause machen musste. Anders als die Serie hat es das Buch geschafft mir die einzelnden Charaktere schmackhaft zu machen. Jeder Einzelnde ist großartig ausgearbeitet und hat mir viel Freude bereitet.

Am meisten hat mir gefallen, dass diesmal diese ganze Vampirgeschichte völlig anders dargestellt wurde. Laut Harris sind diese Vampire an einem Virs erkrankt und somit nur vorübergehend tot - was durch den Buchtitel fantastisch in Szene gesetzt wurde. Sie sind vom Gesetz völlig anerkannt und kämpfen für eine normale Existenz zwischen den Menschen.Für sie wurde eigens syntethisches Blut hergestellt, was es in Flaschen zu kaufen gibt. Es gibt aber auch sogenannte Vampirgroupies und Fangbangers, die sich freiwillig als Blutspender/in anbieten. 

Was mir weniger gut gefiel, waren manche Handlungsstränge, die sich oft zu lang hingezogen haben. Die Idee gefällt mir, aber so ganz habe ich nicht verstanden, was die Geschichte eigentlich erzählt. Geht es jetzt um ein unnormales Mädchen, dass sich in einen Vampir verliebt? (Denn es ist keine reine Liebesgeschichte, dafür fehlt die ganze Gefühlsduselei. ^^) Geht es um die Existenz der Vampire zwischen den Menschen? Oder geht es um die ganzen unmöglichen Mordfälle, die mit Vampiren in Zusammenhang gebracht werden?
Von allem ist was dabei und es gibt mehrere "Baustellen". An für sich ist es aber schon eine flüssige Geschichte, die sich aus mehreren aufbaut.

Allgemein musste ich aber lange warten, bis wirklich was passiert ist. Das macht das Buch leider nur durchschnittlich und nicht besonders gut. Da aber noch acht Bände in der Wartschlange stehen, ist das Buch eine gute Einleitung und ich bin gespannt, was noch so folgen wird.

Dieses Buch ist bei meiner Bewertung knapp an vier Sternen vorbeigerutscht. Es war gut, okay, aber nicht super oder allzu dramatisch. Oft wurde ich als Leser vor vollendete Tatsachen gestellt, ohne große Vorbeireitungsstory.
Diese Vampirgeschichte war mal was völlig neues und anderes, aber im Endeffekt hatte ich mir etwas mehr erhofft. Vielleicht im nächsten Band?

"Vorübergehend tot" ist ein langer Prolog, wie ich finde. Man gleitet langsam in die Geschichte ein, erfährt viel über die einzelnden Protagonisten, aber das war's auch schon. Es bleibt wenig spektakulär, dafür aber mit viel Witz und Charme gespickt - was es so lesenswert macht.
Meiner Meinung nach hat dieser erste Band der True Blood Reihe einen großen Schritt in die Zukunft gemacht. Anfangs ist alles immer langatmiger, weil man erstmal verstehen muss wer überhaupt eine Rolle spielt, warum und wo sein Platz  ist.
Wenn Charlaine Harris das bezwecken wollte, dass ist ihr das auf jeden Fall gelungen.


"Vorübergehend tot"
"Untot in Dallas"
"Club Dead"
"Der Vampir, der mich liebte"
"Vampire bevorzugt"
"Ball der Vampire"
"Vampire schlafen fest"
"Ein Vampir für alle Fälle"
"Vampirgeflüster"

1 Kommentar:

  1. Schöne Rezension hast du geschrieben,
    will diese Buchreihe unbedingt lesen :)

    LG Steffi
    http://steffisbookcase.blogspot.de/

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