[Rezension] "Vampirschwur" von J.R. Ward (Black Dagger #17)

Autorin: J.R. Ward
Originaltitel: Lover Unleashed (Part 1)
Reihe: Black Dagger, Bd. 17
Verlag: Heyne | Format: Taschenbuch
Seiten: 366 | ISBN: 9783453528727
Erschienen: 11/2011
Preis: 8,99 € 
Leseprobe

Spannung: ♥♥♥♥♥ (5/5 + 1 Bonus)
Charaktere: ♥♥♥♥♥♥♥ (5/5 + 3 Bonus)
Lesespaß: ♥♥♥♥♥♥♥ (5/5 + 3 Bonus)



Folgeband! Achtung Spoilergefahr!!!

Inhalt:
Niemals hätte Vishous, der unerschrockene Krieger aus der Bruderschaft der BLACK DAGGER, gedacht, dass er eine Zwillingschwester hat: Jahrhundertelang wurde Payne von ihrer Mutter, der Jungfrau der Schrift, auf der Anderen Seite gefangen gehalten. Von Natur aus mutig und freiheitsliebend, ist Payne eine Kämpferin wie ihr Bruder und nicht geschaffen für das Leben auf der Anderen Seite. Sie bricht mit der Tradition und kommt ins Diesseits – allerdings wird sie dabei schwer verletzt und den Geschwistern bleibt keine Zeit, sich über ihr Kennenlernen zu freuen, denn Payne schwebt zwischen Leben und Tod. Es gibt nur einen, der ihr jetzt noch helfen kann: Dr. Manuel Manello, brillantester Arzt der Stadt und ehemaliger Kollege von Vishous’ Shellan Jane. Als Manuel seine Patientin zum ersten Mal sieht, verliebt er sich Hals über Kopf in die schöne Vampirin und setzt alles daran, sie zu retten. Auch Payne fühlt sich unwiderstehlich zu dem attraktiven Arzt hingezogen, doch Manuel ist ein Mensch und ihre Liebe darf nicht sein. Und so beginnt für Payne der schwierigste Kampf ihres Lebens: der Kampf gegen ihre eigene Leidenschaft …

Meine Meinung:
Seit ich im Oktober 2009 das erste Buch der Black Dagger Reihe gelesen habe, ist eine lange Zeit vergangen. Damals ahnte ich nicht, wie vielschichtig und dadurch langatmig die Geschichte werden kann. Jedes Buch von J.R. Ward habe ich seither verschlungen und konnte nie genug von ihr bekommen. Zweifelsfrei ist sie meine Lieblingsautorin und die Black Dagger Bücher sind mit die besten, die ich je lesen durfte.
Die Autorin bleibt ihrem freizügigem, manchmal recht hartem, aber dennoch stets treffendem Umgangston treu und lässt die unterschiedlichsten Charaktere miteinander verschmelzen, dass ich nicht nur einmal staunen konnte.
Seit dem ersten Buch bin ich in Caldwell, NY gefangen und verfolge die Entwicklung der Charaktere regelrecht mit Ehrfurcht. Ich habe viel gelacht und gelitten, oft gejammert, weil ich die letzte Seite erreicht habe und noch mehr gefreut, wenn es dann endlich weiterging.
"Vampirschwur" ist der nunmehr siebzehnte Band dieser Buchreihe und der erste Teil einer noch fast neuen Persönlichkeit: Payne. Sie ist die Tochter der Jungfrau der Schrift und Vishous' Zwillingsschwester, den wir als härtesten Knüppel der Bruderschaft mit der Vorliebe für BDSM kennen gelernt haben.
Zum ersten Mal Erwähnung fand Payne ein paar Bände zuvor in "Vampirträume" (Band 12), als ihre Mutter, die Vampir-Gottheit, sie aus ihrem Gefängnis befreite, in das sie seit ihrer Geburt gezwängt war. Die Andere Seite beherbergt schließlich ausschließlich Frauen, die über einen spirituellen Geist verfügen und der Jungfrau der Schrift und der Bruderschaft willenlos ergeben sind...Payne passte da nicht ganz ins Bild.

Als Wrath, der Blinde König in Paynes Leben tritt, spürt sie zum ersten Mal ihre richtigen Lebensgeister. Sie ist eine Kämpferin und hat das Zeug dem König abolsute Parollie zu bieten. Payne ist die stärkste Frau, der Wrath jemals begegnet ist.

"Vampirschwur" beginnt mit einer Tragödie, die man im letzten Band schon erahnen konnte. Payne ist nach ihrem letzten Kampf mit Wrath schwer verletzt worden und kann ihre Beine nicht mehr spüren. Für sie als Kämpferin der schlimmste Moment ihres Lebens.
Doc Jane, die Shellan (Ehefrau) ihres Zwillingsbruders schlägt vor ihren alten Kollegen  Dr. Manuel Manello - einen Menschen - zu holen, damit er sich Payne anschauen und ihr Helfen kann. Für Jane ist klar, dass nur noch er ihr Leben retten kann. Doch das ist leichter als gedacht, denn Manello denkt Jane sei tot, bei einem Autounfall ums Leben gekommen...
Jane legt sich ins Zeug, überwindet ihre Angst und stellt sich ihrem ehemaligen Kollegen. Schwer gestört, aber schließlich doch gefasst hört er Jane an und erklärt sich bereit ihr zu helfen.
Schließlich nehmen die Dinge ihren Lauf und Manello ist von Anfang an wie gebannt von Payne, was auch auf Gegenseitigkeit beruht. Für Payne, die noch keinen intimen Kontakt zu einem Mann hatte, ist Manello jedoch nicht nur ein Objekt, zu dem sie sich hingezogen fühlt, sondern auch ein Mensch. Instinktiv weiß sie, dass sie in nie wiedersehen wird.

Payne ist ein sehr außergewöhnlicher Charakter. Ihre Mutter ist die Gottheit der Vampire, ihre Schöpferin. Ihr Vater ist ein brutaler Krieger mit sadistischen Neigungen und einem grausamen Charakter. Was daraus resultieren kann, haben wir bei Vishous erlebt. Er ist schwer körperlich gezeichnet, aber ein harter Brocken - mit der härteste Kämpfer, den die Bruderschaft hat. Und seine Vorliebe für BDSM ist legendär.
Payne gleicht ihrem Bruder schon sehr, aber dabei ist sie doch feminin geblieben und entdeckt Schritt für Schritt ein freies Leben.
Ihre Beinlähmung macht sie völlig fertig und es ist für sie absolut undenkbar so weiterzuleben. Sollte sich an ihrem Zustand nichts ändern, ist sie wild entschlossen in den Tod zu gehen.

"Vampirschwur" hat mich sehr überrascht! Payne hat mir sehr gut gefallen und auch Manello ist der Knüller. Ihn durfte ich ja schon in "Seelenjäger" (Band 9) bewundern, aber da hat er mich nicht so ganz begeistert. Jetzt zeigt er seine weiche Seite. Und seine männliche, die er ganz hart an die Leine nehmen muss.

366 Seiten befassen sich mit Paynes und Manellos persönlichem Alltag und auch Vishous und Jane beanspruchen einen großen Teil der Aufmerksamkeit. Das die Bruderschaft aber immer noch im Krieg gegen die Gesellschaft der Lesser steckt, spürt man nicht wirklich und leider finden - anders als in Band 16 - in diesem Buch auch nicht mehr alle Charaktere eine Stimme. Teilweise hatte ich schon das Gefühl, dass man das ein oder andere etwas kürzer hätte fassen können, aber allgemein war alles nachvollziehbar.
Die Spannungskurve schwankte sehr stark. Es tauchen schon im Prolog neue Charaktere auf, dessen Beziehung zu der Geschichte zwar erzählt wird, die sich aber für mich nicht ganz nachvollziehen lässt.

Wie auch schon in Vishous' eigener Geschichte, hatte ich ein paar Probleme eine Wellenlänge mit ihm zu finden. Er ist mir dann mit seinen Neigungen ein wenig zu krass.

Wards Schreibstil ist wie immer fesselnd, auch wenn die Spannung gerade Urlaub macht. Sie schreibt fetzige, liebevolle und nachdenkliche Dialoge. Man spürt die Tiefe jedes einzelnden Charakters und das gefällt mir einfach.

Einen ganz kleinen Teil der Geschichte, einen Miniteil, übernimmt Qhuinn, den ich sehr, sehr mag.
Qhuinn,  mit seinen zwei verschieden farbigen Augen sowieso schon aus seiner Aristokratenfamilie ausgestoßen, lebt ein recht freizügiges Sexualleben und verehrt seinen besten Freund Blay. Leider steht er nur am Rand und muss mit ansehen, wie sein Cousin Saxton Blay den Hof macht. Bisher machte mir Qhuinn nur den Eindruck, dass er gerne experimentiert, aber ihm liegt doch mehr an Blay als er selbst zugeben will. Qhuinn ist was besonderes - nicht nur ein Sexjunkie!!! Von ihm erhoffe ich mir wirklich eine eigene Geschichte und ich hoffe so sehr, dass er Blay, der ja mal in ihn verliebt war, bekommt... Da fiebere ich schon seit längerem mit, denn es ist eine eher ungewöhnliche Ebene, nicht nur, weil sie beide Männer sind.
Vielleicht erhört mich J.R. Ward ja noch und als nächstes kommt Qhuinns Geschichte. ^^

Aber um auf "Vampirschwur" zurückzukommen: Leider ist das ja erst der erste Teil von Payne und Manello und wir dürfen uns sicherlich auf einiges mehr freuen. Das Ende war relativ normal, so wie man es nach jedem ersten Teil der einzelnden Geschichten kennt: Nachdenklich und voller Zweifel.
Der zweite Teil erscheint Mitte Februar 2012 und trägt den Titel "Nachtseele":

Fazit:
J.R. Ward weiß es einfach ihre Leser zu überraschen. Charaktere, die schon vor Ewigkeiten Erwähnung fanden, kommen in die Geschichte zurück, so auch Dr. Manuel Manello. Und dann diese spezielle Würze der Dialoge und Charakterentwicklungen.
Leider muss ich aber sagen, dass ich mir ein kleines wenig mehr erhofft hatte... Wo war die Jungfrau der Schrift? Wie ist der aktuelle Stand im Krieg? Aber dennoch hat es mir sehr gefallen und lies sich toll lesen. Wahrscheinlich bin ich ein wenig voreingenommen, weil ich die Serie einfach liebe und Wards Schreibstil zu geil ist, aber es ist ja noch viel Platz nach oben. So viele Geschichten, die noch erzählt werden können... ^^


Bisher erschienen:
"Nachtjagd"
"Blutopfer"
"Ewige Liebe"
"Bruderkrieg"
"Mondspur"
"Dunkles Erwachen"
"Menschenkind"
"Vampirherz"
"Seelenjäger"
"Todesfluch"
"Blutlinien"
"Vampirträume"
"Racheengel"
"Blinder König"
"Vampirseele"
"Mondschwur"

Fortsetzung:
"Nachtseele" (erscheint am 13.02.2012)


Die Autorin:
J. R. Ward begann bereits während ihres Studiums mit dem Schreiben. Nach ihrem Hochschulabschluss veröffentlichte sie die BLACK DAGGER-Serie, die in kürzester Zeit die amerikanischen Bestseller-Listen eroberte. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihrem Golden Retriever in Kentucky und gilt seit dem überragenden Erfolg der Serie als neuer Star der romantischen Mystery.
J.R. Ward's Homepage

Quellen:
Foto © Nalla 
Inhalts- & Autorenbeschreibung: Heyne

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