[Rezension] "Rückkehr bei Nacht" von Lisa J. Smith (Tagebuch eines Vampirs #5)


Autorin: Lisa J. Smith
Originaltitel: The Return: Nightfall
Reihe: Tagebuch eines Vampirs, Band 5
Genre: Dark Fantasy
Verlag:cbt
Format: Taschenbuch
Seiten: 607
ISBN: 9783570306642
Erschienen: 05/2010
Preis: 9,95 € [D]
Leseprobe | Hörbuch



Klappentext:
Elena lebt! Sie hat es geschafft, der Schattenwelt zu entkommen. Doch niemand außer ihren engsten Freunden darf von ihrer Rückkehr erfahren - denn in Fell's Church lauert bereits eine höllische Gefahr, gegen die nicht einmal Damon gefeit ist. Der Kampf zwischen Gut und Böse nimmt eine völlig neue Dimension an. Und Elena ist die Einzige, die der blutrünstigen Übermacht entgegentreten kann. Doch dann verschwindet Stefano plötzlich spurlos ...

Folgeband! Achtung Spoilergefahr!!!

"Rückkehr bei Nacht" ist der fünfte Teil der Tagebuch eines Vampirs-Serie und der bisher seitenumfassendeste dazu! Die ersten vier Bücher erschienen mir deutlich zu kurz, manchmal fehlte mir die Liebe zum Detail, die umfassende Formulierung wie dieWelt, in der die Geschichte spielt, denn nun aussieht. Bei diesem Band ist es genau anders: In der Mitte des Buches fing die Geschichte an sich unnötig in die Länge zu ziehen. Irgendwie fühlte es sich an, als müsste ich durch einen tiefen schlammigen Sumpf waten. Die letzten ca. 150 Seiten hatten es dann endlich wieder in sich und haben mich sehr befriedigt zurückgelassen.

In der kompletten Serie steht Elena Gilbert im Mittelpunkt! Auch wenn die beiden Florentiner Brüder Damon und Stefano Salvatore länger leben und der Grundkern der Geschichte den beiden die Hauptrolle zuteil werden lässt, sind sie eher Randfiguren. Anfangs dachte ich sie wären eine nette Beigabe um Elenas Leben ein wenig spannender zu machen. Als würden Stefano und Damon nur deshalb existieren, weil Elena es so will.
Tatsächlich spielt sich alles rund um Elena ab. Im zweiten Band war sie bereits ein Vampir, dann starb sie wirklich und kam als Geist zurück. Jetzt ist sie wieder "nur" ein Mensch, aber mit einer unglaublichen Macht in sich. Ich finde es eine willkommene Abwechslung, dass mal ein weiblicher Part der stärkste einer Geschichte ist. Nicht immer nur die Männer.

Stefano und Elena sind wie Wasser und Brot - unzertrennlich. Doch eine "rote Macht" ist in Fell's Church - angelockt von den ganzen Energielinien, die durch diese Stadt fließen und das Übersinnliche anzieht, wie Licht die Motten. Diese Macht zeigt sich oft in Fuchsgestalt, kann aber jede erdenkliche Gestalt annehmen. Und sie haben ein Ziel: Sie wollen die Stadt zerstören - mit ihr spielen. 
Ihr erstes Opfer ist Caroline, die durch ihren Hass und ihre Rachegelüste die Idealbesetzung abgiebt. Sie infiziert die jungen Mädchen in ihrer Umgebung. Womit sie sie infiziert scheint unklar zu sein. Was fest steht: Die Mädchen verhalten sich verdammt seltsam. Sie benehmen sich sehr obszön und das schlimmste: Sie verletzten sich selbst! Carolines Lügengewebe bringt Matt Honeycutt in der realen Welt in ziemliche Schwierigkeiten. Elenas sanftmütiger Ex-Freund soll diesen Mädchen Gewalt angetan haben und für einige andere mystische Dinge in Fell's Church verantwortlich sein.
Als Stefano verschwindet und sich in einem - für seine Verhältnisse komischen Brief mit den Worten, Damon würde sie beschützen und sie solle seinen Rat und Schutz annehmen, verabschiedet - werden Elena und ihre Freunde auf eine harte Vertrauensprobe gestellt.  Ist Damon der, der er vorgibt zu sein?

Ich mag Lisa J. Smith' Schreibstil - ich liebe ihn über alles! Diesmal hat sie sich bei dem Ausschmücken der Szenen sehr viel Mühe gegeben, besonders bei Elenas Gefühlen. Man möchte fast mitweinen, als Stefano weg ist. Und doch ist sie so stark und mutig, jeder betet sie an. Stefano... Matt... Damon... Und sogar die "rote Macht". Elena ist etwas Besonderes - das weiß ich schon seit dem ersten Buch. Sie macht im Laufe der Geschichte eine tolle Entwicklung durch. In Band 1 konnte ich ihre kalte "Ich-will-es-und-ich-kriege-es-koste-es-was-es-wolle-Art" absolut nicht leiden. Seit sie mit Stefano zusammen ist, hat sie sich jedoch so verändert, dass sie erst an ihre Freunde und deren Sicherheit denkt, bevor sie an sich selbst denkt.

"Rückkehr bei Nacht" ist teilweise zähflüssig zu lesen gewesen. Manchmal dachte ich, die Geschichte würde auf der Stelle treten. Doch gegen Ende nimmt alles so eine irrsinnig rasante Fahrt auf, dass man kaum noch mitkommt. Allgemein empfiehlt es sich nicht, dass Buch aus der Hand zu legen, da die Kapitel alle nahtlos aneinander knüpfen und man manchmal das Ende des letzten Kapitels nochmal lesen muss um ins nächste einsteigen zu können, was ich irgendwie nervig fand, da 600 Seiten an einem Tag einfach nicht zu schaffen sind.
Nichtsdestotrotz ist auch diese Geschichte einfach toll gelungen. Absolut lesenwert!


"Rückkehr bei Nacht"
"Seelen der Finsternis"
"Schwarze Mitternacht" [erscheint 04/2011]

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