[Rezension] "Ruht das Licht" von Maggie Stiefvater (Wolves of Mercy Falls #2)


Autorin: Maggie Stiefvater
Originaltitel: Linger
Reihe:Wolves of Mercy Falls, Band 2
Genre: Romantic Fantasy
Verlag: srcipt5
Format: Gebunden
Seiten: 398
ISBN: 9783839001189
Erschienen: 2011
Preis: 18,90 € [D]
Leseprobe | Hörbuch 



Klappentext:
Obwohl alles verloren schien, ist Sam zu Grace zurückgekehrt. Er hat den Wolf in sich besiegt und jetzt liegt ein ganzes Leben in seiner Menschengestalt vor ihm. Doch nun ist es Grace, deren Zukunft ungewiss erscheint. Sie, die sich ihrer menschlichen Haut immer so sicher war, hört nachts die Stimmen der Wölfe und weiß: Sie rufen nach ihr. Wogegen Grace sich mit aller Macht wehrt, wäre Cole hochwillkommen. Cole wünscht sich nur eines: Vergessen. Vergessen, wer er ist. Vergessen, was er getan hat. Die Wolfshaut ist seine Zuflucht. Doch trotz der eisigen Kälte gelingt es ihm nicht, die Wolfsgestalt dauerhaft anzunehmen.
Als Coles Vergangenheit ihn einholt und sich immer mehr neugierige Augen auf die Wölfe richten, muss Sam zusehen, wie seine Welt zerbricht: Das Rudel schwebt in größter Gefahr und Grace hält nur noch die Liebe zu ihm in ihrem menschlichen Leben. Sam ahnt, dass der Wolf in ihr eines Tages siegen wird …



Folgeband! Achtung Spoilergefahr!!!

"Ruht das Licht" ist der zweite Band der Wölfe von Mercy Falls Trilogie. Maggie Stiefvater konnte mich mit ihrem Auftaktbuch "Nach dem Sommer" sehr begeistern! Eine junge Liebe, die so unmöglich zu sein scheint und doch tief in der Realität verwurzelt ist. In anderen Fantasy-Romanen ahnen die Menschen in der Umgebung nicht mal das Übernatürliche, oder sie ignorieren es. Stiefvater bringt jedoch beides sehr gut unter einen Hut.


"Nach dem Sommer" hat mich im letzten Absatz sehr berührt, es ist sogar ein kleines Tränchen geflossen. Der Moment der Wiedervereinigung kam so urplötzlich und völlig unverhofft, so dass ich sofort "Ruht das Licht" weiterlesen musste.

Leider hat der zweite Band mich nicht so sehr begeistert wie der erste, obwohl der Erzählstil nach wie vor fließend und auch mitreißend war. Es war aber dann doch genauso, wie man es aus vielen anderen Romanen und besonders Filmen kennt: Normalität. Sam und Grace haben für ihre Liebe gekämpft und gewonnen. Es sind neue Freundschaften entstanden und Grace' Eltern wehren sich gegen die Beziehung der Beiden, je länger sie dauert. "Du bist erst 17", sagen sie. "In fünf Jahren wirst du seinen Namen eh vergessen haben."
Alles für sich ist es eine unterhaltsame Geschichte, aber nach "Nach dem Sommer" war ich von der Faszination Wolf so gefesselt, es war magisch und dann auf einmal wird alles so normal und vorhersehbar.
Grace - die brave, rechtschaffende Grace, die nie ihre Eltern enttäuschen und ihre Hausaufgaben vergessen würde - wird zur kleinen Rebellin und wehrt sich. Zu Recht! Jahrelang haben sie sich nicht für ihre Tochter interessiert und dann spielen sie sich auf, als wäre Grace ihr privates Eigentum.

Wichtig in der Geschichte fand ich Sams Entwicklung. Er ist endlich ein Mensch und bleibt es auch, selbst wenn es kalt ist. Schön fand ich die Szene, wo Grace ihr Notizbuch, wo sie ihre Neujahrsvorsätze reinschreibt, hervorholt und Dinge wie "Einen guten Abschluss machen" und "Auf's College gehen" schreibt. Sam hingegen schreibt "Akzeptieren, dass ich ein Mensch bleibe" und "Lernen zu leben." Hier wird zum ersten Mal der Unterschied klar: Beide sind Teenager, 17 und 18 Jahre alt, aber ihr Leben ist nicht gleich verlaufen. Was Grace schon lange kennt - Schule, Freunde, Beruf - muss Sam nun Schritt für Schritt aufbauen. Ich finde, dass ist ein Hauptgrund, warum die beiden so gut zusammen passen.

Toll fand ich auch Isabel! Sie wurde schon in Band eins als totale Oberzicke dargestellt, die ihr Hündchen mit sich herumträgt. Und ihr Bruder Jack, der schließlich stirbt, weil er kein Werwolf mehr sein will.
In "Ruht das Licht" hat Isabel einen großen Unterhaltungswert. Umso passender, dass ein neuer Werwolf namens Cole auftaucht. Die beiden sind sich verdammt ähnlich! Große Klappe, strotzen vor Sarkasmus und sind mit ihrem Leben sehr unzufrieden. Cole war Leadsänger in einer bekannten Boyband, hat viel Drogen und Alkohol konsumiert, sich durch die Frauenbetten geschlichen und schließlich, als er Beck in Kanada traf, die Chance genutzt all seine Erinnerungen hinter sich zu lassen und ein Leben als Wolf zu führen. Doch bei ihm klappt die Verwandlung nicht so selbstverständlich, wie er sich das vorgestellt hat.

Wenn im ersten Buch Sam und Grace im Mittelpunkt standen, könnte man sagen, dass nun Isabel und Sam den größten Teil der Erzählung übernommen haben - und natürlich Cole!
Ich mag Isabel. Sie bringt Farbe in das Schwarz-Weiße Drama und hat mich mit ihren sarkastischen Bemerkungen ziemlich oft zum lachen gebracht.

Es gäbe sehr viel über dieses Buch zu sagen, aber wir sind erst in der Mitte einer Trilogie und es wäre doch schade, wenn eine Trilogie schon nach dem zweiten Teil perfekt und stimmig wäre...
Man muss "Nach dem Sommer" und "Ruht das Licht" selbst gelesen haben. Maggie Stiefvater schreibt sehr liebevoll und flüssig und es macht sehr viel Spaß die Kapitel zu verschlingen. Allein die Buchcover sind eine Augenweide!

Ich freue mich jetzt schon auf September 2012 - verdammt, dass ist ja wirklich noch EIN JAHR! Aber manchmal wird man ja belohnt und ich hoffe, hoffe sehr, dass Band drei -  "In deinen Augen" - ein paar Überraschungen mitbringt. Denn irgendwie habe ich das Gefühl es ist noch lange nicht alles erzählt und damit könnte man noch fünf Bücher füllen. Ich bin sehr gespannt!


"Ruht das Licht"
"In deinen Augen" [erscheint09/12]

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