[Rezension] "Im Zwielicht" von Lisa J. Smith (Tagebuch eines Vampirs #1)


Autorin: Lisa J. Smith
Originaltitel: The Awakening
Reihe: Tagebuch eines Vampirs, Band 1
Genre: Dark Fantasy 
Verlag: cbt | Format: Taschenbuch
Seiten: 253 | ISBN: 9783570304976
Erschienen: 11/2008
Preis: 7,95 € [D]
Leseprobe | Zum Hörbuch




Klappentext:
Über 600 Jahre ist es her, dass die Florentiner Brüder Stefano und Damon aus Liebe zu der schönen Catarina zu erbitterten Feinden wurden – und durch Catarinas Fluch zu Vampiren! Doch der Kampf der Rivalen ist noch immer nicht entschieden …
Als Stefano in der amerikanischen Kleinstadt Fell's Church seinem jahrhundertelangen Schattendasein zu entfliehen sucht, begegnet er der faszinierenden Elena – und das Drama von einst scheint sich zu wiederholen. Denn wie Stefano verliebt sich auch Damon in die Highschool-Schönheit. Doch während sich Stefano verzweifelt gegen sein Verlangen nach ihrem Blut wehrt, hat Damon es genau darauf abgesehen. Skrupellos versucht er, Elenas und Stefanos Liebe zu zerstören und selbst von ihrem Blut zu trinken



In letzter Zeit ist das bei mir so: Ich werde im TV oder Kino auf einen Film / eine Serie aufmerksam und es ist eine Buchverfilmung! -.- Na toll... Dabei lese ich lieber erst und dann gucke ich die Verfilmung... Hier war das andersrum und nachdem ich Vampire Diaries gesehen habe, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen.

Vampire Diaries - mittlerweile eine gefragte TV-Serie, basierend auf den Büchern "Tagebuch eines Vampirs" von Lisa J. Smith. "Im Zwielicht" ist der erste Roman der Reihe und mit knappen 250 Seiten nicht gerade das dickste Buch.
Anfangs war ich etwas unentschlossen ob ich die Serie beginnen sollte. Entdeckt hatte ich schon lange, aber irgendwie ist sie mir immer wieder entglitten und ich habe es vergessen.
Nachdem "Vampire Diaries" im deutschen TV ausgestrahlt wurde, bekam ich ein wenig den Hype mit, aber selbst reingeschaut habe ich erst als die erste Staffel schon fast um war. Deshalb war ich ein wenig voreingenommen, da ich von bisherigen Buchverfilmungen nicht viel gehalten habe. Sieht man einen Film oder eben eine Serie und kennt das Buch nicht hat man automatisch die Schauspieler im Kopf unf verbindet sie mit den Charakteren.
Genau so ging es mir auch mit dem ersten Buch der Vampirserie von Lisa J. Smith.

Das die Serie anders ist als das Buch finde ich - jetzt im nachhinein, nachdem ich das Buch gelesen habe - viel besser. Stefan statt Stefano klingt einfach besser und Nina Dobrev in der Rolle von Elena ist so in mir verwurzelt, dass ich mir eine blonde Elena überhaupt nicht vorstellen konnte!
Ich komme nicht umhin Vergleiche zu ziehen zwischen dem was ich sehe und dem was ich gelesen habe, aber ich rezensiere ja das Buch und mache keinen Besser/Schlechter-Vergleich. :-)

Erst einmal frage ich mich warum die Reihe überhaupt Tagebuch eines Vampirs heißt? Tagebucheinträge, die in der Geschichte vorkommen sind von Elena und sie ist schließlich kein Vampir! Merkwürdig...

In anderen Rezensionen habe ich viel darüber gelesen, dass ihnen Elenas Selbstverliebtheit ziemlich auf die Nerven ging, aber mich hat es jetzt nicht so arg gestört. Sie ist einfach ein Teenager, der sich nach Aufmerksamkeit sehnt. Und arrogant ist sie auch nicht, auch wenn sie selbst sagt sie bekomme immer was sie will. Elena geht dabei jedoch nicht über Leichen, wie man das vielleicht erwartet.

Allgemein betrachtet finde ich die Charaktere ehrlich gesagt sehr vage beschrieben. Die Tiefe der Persönlichkeiten fehlte mir, deshalb konnte ich viele Handlungen nicht nachvollziehen. Alle Charaktere wurden sehr oberflächlich gehalten und die Geschichte kurz und rasant erzählt. Zunächst erfährt man nichts und dann wird man mit alten Erinnerungen nahezu überhäuft.

Mir hat das Kribbeln beim lesen gefehlt... Die Geschichte hat mich nicht berührt. Leider... Auch wenn es schön geschrieben war. Vielleicht lag es an der wenigen Beschreibung der Umgebung, der Gedanken und persönlichen Vorlieben und Eigenschaften der Charaktere.

Was mir auch gefehlt hat ist das Wort "Vampir". Auf keiner einzigen Seite stand es! Das hat der Haupthandlung (Mensch trifft auf Vampir) sehr viel an Unwahrscheinlichkeit genommen und genau die braucht man für einen Fantasy-Roman. Unrealistisches. Mysteriöses. Unvorhersehbares. Leider fehlte es damit an allen Ecken und Kanten. Besonders in der "Beziehungsentstehung". Elena wollte ihn und hat ihn bekommen. Es gab kein "Ich darf nicht lieben" o.ä. - man war sofort mitten in einer Beziehung, die auch nur halb eine war. Was ich auch komisch fand war Elenas Einstellung über Stefano. Sie hat keine Sekunde gezögert seine Geschichte anzuzweifeln, es war einfach zu selbstverständlich...

Das Ende hat sehr viel Verwirrung hinterlassen und kam ein wenig zu aprubt.

Dafür, dass es eine verbotene Liebe und eine Welt voller Vampire sein soll war mir das alles einfach zu schnell selbstverständlich. In solchen Roman herrscht normalerweise Verwirrung, Überzeugungsanstrenung und wiederwilligige Gefühle. Eigentlich zur Abwechslung mal ganz nett, aber so ganz konnte ich mich damit nicht anfreunden.
Lisa J. Smith hätte mehr aus der Geschichte machen können. Gut, dass die Produzenten von Vampire Diaries genau das getan haben. Ich mag die Serie mehr...


"Im Zwielicht"
"Bei Dämmerung"
"In der Dunkelheit"
"In der Schattenwelt"
"Rückkehr bei Nacht"
"Seelen der Finsternis"
"Schwarze Mitternacht" [erscheint 04/2011]

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