[Rezension] "Die Diablerie bittet zum sterben" von Derek Landy (Skulduggery Pleasant #3)


Autor: Derek Landy
Originaltitel: The Faceless Ones
Reihe: Skulduggery Pleasant, Band 3
Genre: Urban Fantasy
Verlag: Loewe
Format: Gebunden
Seiten: 350
ISBN: 9783785560020
Erschienen: 2008
Preis: 16,90 € [D]
Leseprobe Hörbuch



Finbar schaute Walküre an. "Soll ich Dir ein Tattoo machen?"
"Au ja!" rief Walküre begeistert.
"Nein." Skulduggery schüttelte den Kopf. "Wir gehen jetzt."
Mit finsterer Miene folgte Walküre Skulduggery hinaus in den Regen. "Wenigstens ein kleines hätte er mir doch machen können."
"Deine Eltern würden mich umbringen."
"Wegen eines Tattoos? Ich schwebe ständig in Lebensgefahr, wenn ich mit dir unterwegs bin! Ich habe gegen Monster und Vampire gekämpft und bin zwei mal knapp dem Tod entronnen. Und Du glaubst allen Ernstes, sie würden dich wegen eines Tattoos umbringen?"
"Eltern sind unberechenbar."

Folgeband! Achtung Spoilergefahr!!!

 
Ein Teleporter nach dem anderen wird umgebracht. Wer steckt dahinter? Und was bezwecken der oder die Mörder? Gut, dass Stephanie ihr Spiegelbild hat, das für sie in die Schule geht und die Hausaufgaben macht. Denn wer kann sich schon vormittags auf Geometrie konzentrieren, wenn er nachmittags noch eine Mordserie aufklären muss? In ihrem neuesten Fall müssen Skulduggery und Stephanie einen jungen Teleporter namens Fletcher Renn beschützen. Dumm nur, dass der sich als größte Nervensäge auf Erden entpuppt – und dass ihnen nicht nur die Diablerie im Nacken sitzt, sondern auch Remus Crux, der tollpatschigste Detektiv, den die Welt je gesehen hat. Der glaubt doch allen Ernstes, Skulduggery selbst sei der Teleporter-Mörder!

Nachdem ich Band 1 und 2 mit gemischten Gefühlen gelesen habe und mir absolut nicht sicher war wie ich über die Skulduggery Reihe denken soll, habe ich mich dennoch für Band 3 entschieden. Der bisherige Schreibstil war ganz okay, aber mir fehlte die Tiefe der Charaktere, das "reindenken" in die magische Welt, die mehr an Beschreibung verdient hätte. Wie bestimmt schon mehrfach von mir gesagt will ich mich richtig in eine Geschichte fallen lassen und Derek Landy's magere Worte an Umgebungsbeschreibungen und Einführungen neuer Charaktere hat mir das bisher ziemlich erschwert.
Jetzt nach Band 3 bin ich deutlich beruhigter, denn das Kratzen an der Oberfläche wurde zumindest schonmal zum schaben und ich konnte mich ein wenig besser auf Skulduggerys und Walküres Welt einlassen.
Der dritte Roman in der Skulduggery Pleasant Reihe war in meinen Augen der Beste. Diesmal war alles verständlich genug um am Ball bleiben zu können. Dennoch fiel es mir nicht schwer das Buch gelegentlich wegzulegen, da die Story mich nicht arg gefesselt hat.

Was endlich mal autentisch rüberkam war die "Wandlung" von Stephenies Charakter. Ich nenne sie bewusst bei diesem Namen und nicht bei dem, den sie selbst angenommen hat, weil ihr eigenes Leben wieder mehr Farbe bekommen hat. Als sie in die magische Welt eingetaucht ist, hat Skulduggery für sie ein Spiegelbild gezaubert, dass Stephenies Leben übernimmt - Schule, Familie, Freunde... - und sie selbst währenddessen als Walküre mit dem Skelett-Detektiv die Welt retten kann.
Walküre muss erleben, dass ihr Spiegelbild eigenständiger wird, sogar versucht etwas vor ihr zu verheimlichen. Sie merkt endlich, dass sie eben doch erst 14 ist und deshalb auch noch ein Teenagerleben zu leben hat. In Band 1 und 2 war mir Stephenie ja zu überspitzt reif. Jetzt ist sie so, wie sie meiner Meinung nach sein sollte: Überlegter, klüger, aber dennoch kühn und tough genug.

"Die Diablerie bittet zum sterben" hat mich in einem zweifelhaften Punkt aber leider bestätigt. Manche "Gewaltszenen", die zwar eher harmlos sind, aber dennoch von den Charakteren deftig beschrieben werden, sollten in keinem Kinderbuch stehen. Und da die Bücher als Kinder- und Jugendbücher gekeinnzeichnet sind frage ich mich wirklich ob das so richtig ist. Ich würde meinem 8- oder 10-jährigen Kind kein Buch lesen lassen, wo beschrieben wird wie Menschen die Kehle aufgeschnitten wird. Bin ich jetzt prüde und altmodisch, oder ist die Herabstufung der Gewalt schon so weit fortgeschritten?

Man kann wirklich diskutieren ob man ein Fan der Bücher ist oder nicht. Ich muss kein Fan sein um die Story gut zu finden und man muss/kann nunmal nicht immer mit der Erzählweise des Autors einverstanden sein. Ganz einfach. ;-)


"Die Diablerie bittet zum sterben"
"Sabotage im Sanktuarium"

1 Kommentar:

  1. Huhu,
    Ich hoffe du hast nichts dagegen, dass ich deine Rezi auf meinem Blog verlinkt habe. Und zwar genau hier:
    http://nellysleseecke.blogspot.de/2015/10/skulduggery-pleasant-die-diablerie.html?m=1

    Alles Liebe, Nelly

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