Einmal im Leben Liebe statt Schmerz - 26. Kapitel

Einmal im Leben Liebe statt Schmerz
26. Kapitel: Zwei Filmstars und ein... Nobody?

Sinas POV

Der nächste Tag kam und man konnte sehen, wie die Helligkeit die Routine ans Set zurückbrachte. Morgens frühstückten Robert und ich gemütlich im Bett und kuschelten noch ein wenig bevor er sich anziehen und los musste. Paps hatte den Beginn der Dreharbeiten auf zehn Uhr früh auf den Plan geschrieben, ich wollte mir aber noch ein bisschen Zeit lassen.
Jetzt wo Robert mein war – wir waren wahrhaftig zusammen – fiel es mir schwer ihn einfach so gehen zu lassen. Ich wollte jede Minute mit ihm verbringen und der Schrecken der letzten Tage drängte sich in seiner Gegenwart immer mehr in den Hintergrund. Endlich hatte ich meine allmorgendliche gute Laune zurück. Aber wie sollte das auch nicht gehen, wenn ich den süßesten und zuvorkommensten Menschen neben mir hatte?
Ohne Robert merkte ich jedoch, dass sich meine Bewegungen verlangsamten. Wie in einem Computerspiel. Meine zweite Gehirnhälfte wurde wieder mit Janniks Gift geträufelt und ich hatte keine Chance mich dagegen zu wehren. Im Gegenteil. Schnellstmöglich musste ich mich daran gewöhnen und einen Weg finden, wie ich damit umgehen konnte, denn Robert war nun mal nicht immer da. Er hatte Verpflichtungen, genauso wie ich.
Und besser früh lernen als niemals.
Robert kannte meine Gedanken und meine Ängste und bevor er zur Tür hinaustrat flüsterte er mir eine Liebeserklärung nach der nächsten ins Ohr. Ich lächelte unentwegt und war glücklich.
„Jetzt solltest du erst einmal genug Gegengift haben bis wir uns später sehen“, hatte er mit einem leichten Lächeln gesagt, aber er konnte die angespannten Stirnfalten und das schmaler werden der Lippen nicht ganz vor mir verbergen. Er versuchte es mir leichter zu machen und bis zu einem gewissen Grad schaffte er das ja auch, aber später würde ich nun mal wieder alleine sein. Dagegen konnte keiner was tun. Einfach nur hinnehmen.
„Ich verspreche dir dich nachher mit Küssen zu überhäufen und dich ganz schnell wieder in meine Wärme zu ziehen“, sagte er zum Abschied, gab mir einen letzten zärtlichen Kuss und verschwand.
Ich lehnte mit Sicherheit fünf Minuten später immer noch an der Tür und schaute ihm nach, obwohl er längst im Aufzug verschwunden war.
Als ich mich endlich dazu durchringen konnte wieder ins Zimmer zu gehen klingelte mein Handy. Erst dachte ich es zu ignorieren, aber es hätte ja Lena sein können also ging ich zum Tisch und nahm es in die Hand. Es war tatsächlich Lena.
„Hey Lenchen“, begrüßte ich sie. „Wie stehts? Wo steckst du?“
„Ich bin am Flughafen. Mark und ich müssen noch einchecken und dann bin ich in null komma nichts bei dir.“
„Ich freu mich“, sagte ich. „Ehrlich.“
Lena gluckste. „Also wenn du dieses Wort benutzt, traue ich dir nicht, Sina.“
„Ich weiß“, lachte ich. „Aber ich konnte es mir leider nicht verkneifen.“
„Ok.“ Jetzt wirkte sie ein wenig kurz angebunden. „Sina, wir sind gleich dran. Ich leg jetzt auf. Benimm dich bis ich da bin. Schöne Grüße von Mark, er freut sich auch. Ich hab dich lieb.“
„Ich dich auch. Und grüß ihn schön von mir zurück.“
„Mach ich.“ Dann legte sie auf.
Das Ende des Gesprächs brachte eine schwarze Welle der Einsamkeit mit und verwandelte meine gute Laune und meine Vorfreude in ein Wellenbad der Gefühle. An der Stelle, wo ich nun stand, war das Wasser eiskalt und noch eisigere Wellen schlugen mir entgegen. Das warme Meer lag direkt hinter den umschäumten Felsen. So weit weg...
Eine heiße Dusche und drei Tassen heiße Schokolade später fühlte ich mich wenigstens nicht mehr so zweckgebunden. Verdammt noch mal, ich war ein freier Mensch der tun und lassen konnte was er wollte. Und auch wenn ich einen Partner hatte, musste ich doch auch meine eigenen Wege gehen. Er konnte das Essen ja nicht auch noch für mich Vorkauen, oder für mich auf die Toilette gehen. Es gab Wege, die nur ich gehen konnte und dann musste ich meine Einsamkeit mal beiseite schieben. Denn einsam war ich eigentlich in diesem Sinne nicht. Alleine ja, weil gerade keiner mit mir die Luft in dem Raum teilte, aber in meinem Herzen war Robert und in meinem Kopf die Vorstellung, dass Lena bald in Vancouver landen würde. Und wenn alle Stricke reißen würden, könnte ich immer noch Paps auf dem Handy anrufen. Was ich wohl eher nicht tun würde, weil er es bei der Arbeit eh nie bei sich trug.
Was ich brauchte war ein Hobby. Irgendetwas, das ich hier in Vancouver auch alleine tun konnte. Ich könnte mir zum Beispiel die Stadt ansehen, eine Shoppingtour machen oder ins Kino gehen. Irgendetwas würde sich schon finden lassen. Vancouver war ja nicht gerade ein Kuhdorf!
Rasch schlüpfte ich in meine Klamotten und kämmte mir die Haare. Der Anblick im Spiegel ließ mich leicht erschrecken, denn es war nicht klar welche Stimmung gerade aus mir heraus blickte. Da war Freude, aber noch mehr Traurigkeit. Und meine Grübchen waren wieder da.
Die, die Jannik so an mir geliebt hatte...
Die Nervenbahnen in meine Kopf verströmten eine Energiewelle das mir schlecht wurde. So sollte – wollte – ich nicht denken. Er war lange in meinem Leben gewesen, so was vergaß man nicht einfach, aber auch meine Gedanken mussten los lassen.
Was brachte es mir, ständig über etwas nachzudenken, was Jannik an mir gemocht hatte? In dem Moment war es schön zu wissen warum man geliebt wurde, aber diese Zeit lag hinter mir. Weit weg...
Was mochte Robert so gerne an mir? Ich erinnerte mich an den Moment meiner Offenbarung. All die Narben... Und seine Güte... Seine Traurigkeit... Er fühlte mit mir. Robert hatte diese offene Kennzeichnung meines Kummers nicht abgestoßen, aber er hatte sich auch nicht mit einem „Das ist aber toll“ eingeschleimt. Das hatte einmal jemand zu mir gesagt, weil er meinte ich hätte es Just for fun gemacht. Die Backpfeife saß. Und war drei Tage später immer noch als roter Flatschen im Gesicht zu erkennen.
So was wäre niemals von Robert gekommen. Was mich wieder nur auf die Liste der Punkte, die ich an Robert toll fand, zurückbrachte. Ich war so in meiner eigenen regelrechten Anbetung an ihn gefangen, dass seine Komplimente viel weniger Spielraum bekamen – zumindest in meinem Kopf. Er liebte mich – mehr musste ich nicht wissen, denn seine Liebe zeigte er durch jeden tiefen Blick in meine Seele, eröffnete mir die Tore zu seiner, ließ mich niemals davor stehen. Er gab mir mehr, als das er irgendetwas für sich beansprucht hätte.
Robert war mein zweiter Partner und der intensivste.
Jannik war körperlich – Robert innerlich.
Vom ersten Moment an ein Seelenverwandter.
Augenverdrehend schaute ich auf die Uhr an meinem Handgelenk. Ich war fertig angezogen, gekämmt und gestriegelt, hatte sogar einen Hauch Make Up aufgetragen und noch jede Menge Zeit, bis ich Robert sah. Aber noch keinen blassen Schimmer, wie ich die Zeit dazwischen füllte. Meine Handtasche hing über den Stuhl. Mein Portemonnaie war drin, meine Schokoriegel, die ein absolutes Handtaschenmuss waren, mein Notizheft und mein Notvorrat an Cappuccinopulver, was ich – nachdem Lena nie welchen da hatte und ich ein absoluter Suchti bin – immer bei mir trug, für den Fall, dass ich noch mal einen Haushalt ohne Cappuccino betreten müsste.
Hieß, ich hatte alles dabei um glücklichen Gewissens das Hotel zu verlassen. Aus irgendeinem wahnwitzigen Grund schoss mir ein Bild in den Kopf, wie ich in einem Café saß, meine Pulverdose auspackte und darum bat, dies doch bitte zu benutzen.
„Weil ich aus Deutschland komme“, murmelte ich vor mir hin. Und lachte laut auf.
Man war das schräg. Aber auch schön. So eine witzige „Vision“ – eine alltägliche Wunderwaffe in Sachen Lachaktion – konnte einen doch wieder in den ganz normalen Alltag zurückführen. Und es war ja nicht so, dass ich nicht schon mal so eine Aktion gebracht hätte.
Wieder musste ich lächeln. Ich war aufbruchbereit. Alles negative konnte noch mit der Denkbearbeitung warten bis ich zurück war.
Einen Fuß schon in Richtung Tisch bewegt – eine Frau braucht nicht nur die Handtasche sondern auch ihr Handy, welches auf dem Tisch lag – klopfte es unvorhergesehen an der Tür.
Das konnte Gott und die Welt sein. Eine Putzfrau, vielleicht auch Clare oder Elizabeth, vielleicht auch beide zusammen. Aber ganz bestimmt nicht Jannik oder sogar Victoria – was ich zumindest hoffte. Leider auch nicht Robert – dafür kannte ich meinen strengen und zielstrebigen Vater gut genug. Nach ihm mussten wir ja schließlich auch unser Wiedersehen richten und da würde Paps keine Ausnahme machen. Ich hatte den Dreh schon genug unnötig verzögert.
Als ich die Tür aufmachte dachte ich noch, dass ich damit noch am allerwenigsten gerechnet hätte. Kristen Stewart und Ashley Greene standen beide lächelnd vor meiner Tür.
„Hi Sina“, begrüßte mich Kristen. „Ich hoffe wir stören nicht.“ Sie blickte auf den Mantel in meiner Hand. „Wolltest du irgendwo hin?“
Leicht perplex sagte ich: „Ja, ich wollte einfach ein bisschen raus. Wieso seit ihr nicht beim Dreh?“
Mir fiel auf, dass Kristen ihre braunen Kontaktlinsen trug. Als ich Ashley genauer anschaute war ich ein wenig erleichtert, dass sie auf ihre Alice-Kontaktlinsen verzichtet hatte. Es war ja so schon kaum vorstellbar, dass die beiden einfach mal so an meine Tür klopften, es war so surreal, obwohl ich bereits mit ihnen gegessen und ganz normal geredet hatte. Aber da waren alle anderen dabei gewesen, ich war bisher also nur Randstatist gewesen. Jetzt waren die beiden wegen mir hier. Ich hatte eine Hauptrolle. Das änderte viel an meiner Lockerheit.
Balu der Bär aus dem Dschungelbuch kam mir in den Sinn und ich grinste.
Probier’s mal mit Gemütlichkeit...
Ja... Warum eigentlich nicht...
„Wir haben Drehpause“, antwortete Kristen. Was mich an meine eigene Frage erinnerte. Man, warum gab es eigentlich nur eine Inspektion fürs Auto?. Meine Konzentration hätte es viel nötiger!
„Ich soll dich lieb von Rob grüßen“, sagte sie mit einem eindeutigen Lächeln. „Chris hat ihm gesagt er darf das Set nicht verlassen.“ Sie schüttelte den Kopf. „Irgendwie witzig, dein Herr Papa.“
„Ja“, lachte ich. „Er ist halt erfolgsorientiert, was absolut okay ist. Ich will ja auch, dass New Moon fertig wird.“
„Also wenn man das Schicksal beeinflussen könnte“, meinte Ashley plötzlich mit einem breiten Grinsen, „dann wäre es wohl besser gewesen ihr hättet euch bei den Dreharbeiten für Breaking Dawn kennen gelernt.“
Kristen lachte laut auf. „Oh ja. Dein Papa hat sich schon beschwert.“ Sie zwinkerte mir verschwörerisch zu.
„Worüber?“
Ashley gluckste. „Robert hat so einen Glanz in den Augen. Den Glanz der Verliebtheit nennt man ihn auch ganz gerne.“ Sie gluckste erneut und musste sich räuspern um weitersprechen zu können. „Jedenfalls drehen wir hier New Moon. Trennungsschmerz, Verlustangst und all so was. Robert ist Profi, aber so sehr er sich auch anstrengt, es fällt ihm verdammt schwer.“
„Ich habe ihm gesagt er soll an mich denken. Dass er mich nicht haben kann“, kicherte Kristen. „Nichts gegen eure Beziehung“, warf sie schnell ein, als ich ihr einen leicht ungläubigen Blick zuwarf. „Es ist nur so, dass wir für alle immer ein Paar waren, was natürlich nicht so war, aber wenn wir unter uns waren haben wir uns schon immer gegenseitig geärgert.“
„Ja“, erinnerte sich Ashley. „Da hättest du bei sein müssen. Die beiden sollten eine Szene drehen, aber Rob war noch nicht bereit und meinte er bräuchte noch eine Minute. Kristen ist weggegangen, hat sich auf den Arsch gehauen und gesagt ‚Schade, dass wäre Ihr Preis gewesen’. War witzig.“
Ashley sah mich an und ich lächelte ein wenig – vielleicht etwas zu gekünselt, denn sie versuchte das Thema rasch zu wechseln. Kristen schaute sie dankbar an. Oder war das Einbildung?
„Wie dem auch sei. Magst du uns in die Stadt begleiten? Wir können ins Café Canadian Grande gehen. Ein tolles Ambiente und sexy Kellner.“ Ashley zwinkerte.
„Klingt super“, erwiderte ich. Schnell hatte ich den Mantel an, die Tasche umgehängt und dachte sehnsuchtsvoll an die Schokoriegel darin. Einen brauchte ich jetzt. Nervennahrung. Man ging ja nicht jeden Tag, flankiert von zwei Hollywoodstars, Kaffee trinken.
Was mich an etwas erinnerte...
„Ich finde es nett von euch, dass ihr mich mitnehmt, aber – “ Ich stockte, wusste nicht, wie ich es formulieren sollte ohne den beiden vor den Kopf zu stoßen.
„Aber?“, half Kristen nach. Ihr Blick war aufrichtig und freundlich. Irgendwie hatte ich das Gefühl sie mochte mich – und ich sie auch. Gott, sie durfte niemals von meiner anfänglichen Eifersucht erfahren. Wenn man es denn Eifersucht nennen durfte. Damals konnte ich mir das ja selbst noch nicht mal erklären.
„Aber warum solltet ihr das tun?“, gab ich mir einen Ruck. „Ihr seit zwei Filmstars. Und ich bin ein – “
„Du bist unsere Quelle zu Chris“, unterbrach mich Ashley.
Ich starrte sie verdutzt an. „Wie bitte?“
„Na wir wollen mehr über ihn wissen. Privates versteht sich.“ Sie lächelte. „Was stört ihn, was mag er, was hat er so für Ecken und Kanten. Und wie können wir ihn deiner Meinung nach einschätzen.“
„Ich soll euer Spion sein, damit ihr meinen Vater ärgern könnt?“ Dieses dämliche verräterische Lachen konnte ich nicht ersticken. Mistvieh!
„Nein“, sagten beide unisono.
„Es könnte uns für unser Arbeitsklima helfen“, versicherte mir Kristen mit einem scheinheiligen Lächeln.
„Was auch immer ihr vorhabt“, sagte ich und schaute erst Kristen, dann Ashley an. „Lasst mich unbedingt dabei sein und helfen. Seine tägliche Dosis Generve hatte er schon lange nicht mehr.“
„Tägliche Dosis Generve?“, fragte Kristen ungläubig und leicht verwirrt.
„Ja“, gab ich zurück. „Das war so ein Spiel bei uns früher. Ich brauchte als Kind ständig meine Kasperletheaternummer. Er musste die Puppen spielen, was ihn jeden Abend doch genervt hat. Ich habe ihn so lange genervt, bis er es mir vorgespielt hat und er hat sich leicht genervt an die Arbeit gemacht.“ Die beiden lachten. „Als ich älter war, waren es dann andere Sachen.“
„Genau solche Geschichten wollen wir hören“, sagte Ashley begeistert und hakte sich bei mir unter. Einen Moment war ich baff, bis Kristen sich an meiner anderen Seite unterhakte.
„Und als Gegenleistung erzählen wir dir so ein Paar Rob-typische Pannen. Was hältst du davon?“
„Bin dabei“, sagte ich und wir liefen Seite an Seite los.

Als wir das Hotel verließen, dauerte es nicht lange bis uns die ersten Autogrammjäger entgegen kamen. Sie kreischten und wirbelten aufgeregt auf Kristen und Ashley zu. Ich versuchte mich im Hintergrund zu halten, was mir aber nicht gerade leicht gemacht wurde. Zwei Mädchen schauten mich immer wieder an und fragten wer ich sei, ob ich die Kostüm- oder Maskenbildnerin sei, was weder Kristen noch Ashley bejahten. Sie ignorierten es einfach und verwickelten die Fans in ein Gespräch.
„Wir freuen uns total auf New Moon“, sagte das eine Mädchen. „Ich liebe Jake.“ Sie stöhnte und ich drehte mich schnell um, bevor sich meine Lachattacke auf den Weg in ihre Ohren und von da aus in ihren Verstand machten konnte. Böse Blicke konnte ich jetzt gerade gar nicht gebrauchen. Einen Augenblick lang versuchte ich mir den Blick des Mädchens vorzustellen, wenn sie wüsste, dass ich die Freundin von Robert Pattinson war. Aber hatte sie nicht gesagt ihr Schwarm war Taylor Lautner? Zumindest war sie im Team Jacob. Niemals hätte ich gedacht, dass mich das beruhigen würde. Konnten nicht alle Twilight Fans auf Jacob bzw. Taylor abfahren? Könnte Robert nicht der hässlichste und dämlichste Typ auf dem ganzen Planeten sein? Dann bräuchte ich mir nämlich weniger Gedanken machen.
Aber genau darum ging es doch, oder? Sonst wäre die Bis(s) Saga ja kein Erfolg geworden.
Ich musste mich einfach damit abfinden und das beste daraus machen. Vielleicht konnte ich da noch viel von Kristen lernen. Sie hatte Erfahrung mit den ganzen Anfeindungen der Presse. Im Hinterkopf ernannte ich sie schon zu meiner Pressesprecherin.
„Oh, wo habt ihr Rob gelassen?“, fragte das andere Mädchen. „Ich will Rob sehen. Taylor ist pfui.“
Auch darauf reagierten Kristen und Ashley nicht, aber ich hatte etwas ganz anderes im Kopf als über ihre Antworten nachzugrübeln.
Das Mädchen hatte ihn Rob genannt...
„Wann wirst du lernen mich Rob zu nennen?“
Ich war ihm näher als zuvor und er hatte mir die Erlaubnis erteilt, ihn auch bei seinem Spitznamen ansprechen zu dürfen. Jeder andere war da vielleicht weniger bescheuert als ich, aber einen Menschen bei seinem Spitznamen anzusprechen, war für mich eine große Ehre. Eine Ehre des Kennens und Vertrauens. Manche Leute hassten Spitznamen – ich gehörte dazu – und wollten absolut nicht so angesprochen werden. Also dachte ich immer es sei bei anderen auch so.
Dieses Mädchen war Robert noch nie persönlich begegnet – und wenn, dann nur in ihren Träumen. Trotzdem nahm sie sich die Freiheit ihn Rob zu nennen.
Ich knurrte innerlich. Ab jetzt würde ich ihn auch nur noch Rob nennen.
Als ich mich wieder zu Kristen und Ashley wandte, waren die beiden Fans in ein Gespräch miteinander vertieft. Es klang so, als würden sie streiten wer besser war. Team Edward oder Jacob. So ein Kinderkram.
„Wollen wir weiter?“, fragte Kristen und hakte sich wieder bei mir unter.
„Unbedingt“, sagte ich schwach. Ich wollte hier weg. Irgendwohin, wo man uns nicht erkannte, besser gesagt Kristen und Ashley.
Gott, wenn diese Panik, die sich gerade in mir breit machte, jetzt schon da war – wie sollte es dann werden, wenn ich mit Robert – ROB!!! – unterwegs war? Mir kamen leichte Zweifel und Ängste, mit denen ich nicht umgehen konnte. Einfach weil ich sie nicht verstand. Schließlich war ich schon einmal mit ihm in einem Café gewesen.
Da hatte man uns aber nicht erkannt... Jetzt schon.. .
Meine Ängste ließen mich doch nicht etwa an der Beziehung zu ihm zweifeln, oder?
Und genau in diesem Moment erblickte ich Jannik. Es war als sollte es so sein. Er stand auf der anderen Straßenseite und blickte mich frei heraus an. Neben ihm stand Victoria, nach seiner Hand schielend, als wollte sie aller Welt zeigen, dass sie ein Paar waren, aber er nicht. War das schon die ganze Zeit so gewesen, oder erst als er mich sah?
Verdammt, Sina!!!!!!!!
Scheiße...!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

© 2010 by Blutmädchen

zum 27. Kapitel

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Huhu Ihr Lieben Mitschwimmer :)

Wenn Ihr möchtet, dürft Ihr gerne ein paar Wellen ~ äh, Kommentare hinterlassen. Oder auch ein paar Fische *~*
Ich freue mich über alles, was Ihr da lasst ♥
Als Dank habe ich immer ne Packung Celebrations und ne fette Keksdose für Euch bereit stehen. Bedient Euch und kommt ruhig öfter zum rumkrümmeln vorbei ♥

Klickernde Grüße,
Tascha