Breaking Dawn Come True - 8. Kapitel

Breaking Dawn Come True
8. Kapitel: Liebe mich einfach, du Idiot!

Kristens POV

Ich fühlte mich völlig beschwipst. Aber auch verwirrt. Ich war guter Laune, aber diese sank auch genauso schnell wieder in den Keller, wie sie hochgekommen war. Der Rausch hallte immer noch in meinem ganzen Körper nach und jagte mir kleine Hitzewellen über den Rücken, die sich aber auch schnell von Angstschauern ablösen ließen.
Wie sollte es jetzt weitergehen?
Würde sich alles wieder normalisieren und wir könnten genauso Freunde sein, wie bisher?
Welcher Stein war mehr im Rollen? Traute Zweisamkeit oder triste Einsamkeit?
Fakt war: Es war etwas passiert und das ließ sich nicht einfach unter den Teppich kehren. Diese großen Staubwolken waren so dicht, dass der beste Staubsauger sie nicht wegsaugen konnte.
Robs Satz sauste durch meinen Kopf und schenkte mir ein breites Grinsen.
„Kapierst du jetzt, wie unglaublich scharf du mich machst?“
Und wie ich es kapiert hatte...
„Na da strahlt aber einer. Der Sex war wohl gut, was?“ Ich drehte mich um sah Rob, wie er fast zur Salzsäule erstarrte. Kellan vor ihm, der gesprochen hatte, nahm ich erst gar nicht richtig wahr. „Oh je“, lachte Kellan, als er sich umdrehte um zu sehen, wem meine Aufmerksamkeit galt. „Das beantwortet die Frage.“ Dann wandte er sich Rob zu. „So wie du guckst war die Nacht bei dir wohl ruhiger, oder?“ Sein Lachen wurde immer lauter und die Leute schauten schon in unsere Richtung. Langsam taute Rob auf, ging auf Kellan zu und trat so nah wie nur möglich an ihn heran.
„Halt dein verdammtes Maul, verstanden? Halt einfach nur deine Schnauze“, zischte er und in seinem Blick lag soviel Aggressivität, wie ich sie noch nie zuvor bei ihm gesehen hatte. Ein Mann rauschte schon herbei, aber ich zog Rob schnell weg, bevor das ganze noch in einer Prügelei endete.
„Rob, verdammt, was tust du da?“, fragte ich mit aufgerissen Augen. „Kellan hat doch nur einen Spaß gemacht, oder Kell?“ Ich schaute Kellan an.
„Es stimmt also?“, fragte dieser nur und der Schreck wich einem Grinsen. Rob, der es bemerkte, fletschte im wahrsten Sinne des Wortes die Zähne, und sagte drohend:
„Wenn du das nicht für dich behältst, lernst du mich anders kennen, Kellan Lutz.“
„Rob“, zischte ich. „Du machst alles nur noch schlimmer.“
„Lass nur, Kris“, sagte Kellan und tätschelte mir die Schulter. „Es war wirklich nur ein Witz, aber ich konnte ja nicht ahnen, dass ich richtig liege. Wir reden später.“ Er war im Begriff zu gehen, doch ich musste mich noch einmal vergewissern.
„Du sagst es wirklich keinem?“ Ich sah ihm in die Augen und war froh, dass man ihm die Ehrlichkeit ansehen konnte.
„Klar.“ Rob neben mir schnaubte, aber Kellan ignorierte ihn.
Als er verschwunden war nahm ich mir Rob vor. „Was zum Teufel denkst du dir dabei ihn einfach vor Publikum anzugehen. Ich sehe die Schlagzeile schon vor mir.“ Der vorwurfsvolle Ton strotze nur so vor Sarkasmus und ich konnte ihn auch nicht zügeln. Ich war wirklich sauer auf Rob, denn offensichtlicher hätte er uns wirklich nicht verraten können. Er sah an mir vorbei, die Lippen fest zusammen gepresst, die Fäuste in den Hosentaschen. Irgendwie ahnte ich, dass er noch mehr auf dem Herzen hatte. „Komm, wir gehen hoch. Wir sollten uns dringend unterhalten.“
„Lass mich“, fauchte er, als ich an seinem Ärmel zupfte. Die Leute guckten schon und ich wollte die Bombe besser aus dem Mittelpunkt entfernen, ehe sie explodierte.
„Rob, bitte“, flehte ich nun. „Lass uns hoch gehen. Es gucken schon alle.“
„Na und“, sagte er, riss sich los und lief Richtung Treppen. Erleichtert folgte ich ihm, aber ich musste rennen um ihn einzuholen. Als er vor seinem Zimmer stand, zog ich ihn wieder am Ärmel um ihn in unser gemeinsames Zimmer zu ziehen.
„Dort wohne ich nicht mehr“, sagte er verärgert. Was ein Sturkopf.
„Ich weiß, aber ich muss mit dir reden.“
„Das können wir auch bei mir. Ich habe keine Lust in dem Zimmer zu sein, wo ich dich flachgelegt habe.“
Flach gelegt? Seit wann war er denn auf diese Tonspur gesprungen? Ich nickte jedoch, ohne noch ein weiteres Wort zu sagen, zeigte auf seine Tür und blickte ungeduldig den Flur auf und ab. Als Rob endlich die Tür geöffnet hatte rauschte ich an ihm vorbei und blickte ihn fordernd an. Sein letzter Satz hatte mir meine Stimme geraubt. Ich fühlte mich nicht in der Lage den Mund aufzumachen, ohne verbal auf ihn einzuprügeln. Meine Lippen waren fest zusammengepresst um mich nicht in Versuchung zu führen. Rob schien es zu merken und sah mich mit einem niedergeschlagenen Blick an.
„Spuck’s besser aus, bevor du platzt“, sagte er und flatzte sich in einen Sessel. „Ich hab’s verdient. Beschimpf mich.“
Jetzt ließ ich mich nicht mehr zwei mal Bitten. „Welche Sicherung ist dir durchgebrannt? Du attackierst einen deiner besten Freunde an einem öffentlichen Ort und – “ Ich seufzte. Das fühlte sich nicht gut an. Ich wollte zu ihm rübergehen und ihn einfach in den Arm nehmen.
„Das war’s schon?“, fragte er ungläubig.
„Rob, ich – “ Doch ich konnte in dem Moment nicht sagen was ich fühlte und am liebsten tun würde. Ich wollte nicht, dass er mich von sich stieß. Jetzt war absolut nicht der richtige Zeitpunkt um ihm zu zeigen, wie viel er mir bedeutete. Endlich schaute er mich an. Ich schlug mir die Hand vor den Mund. „Rob“, hauchte ich und vergaß meine bisherigen Vorsichtsmaßnahmen. Ich lief zu ihm, kniete mich vor ihm hin und legte meine Hände auf seine Wangen. „Bitte“, flüsterte ich. „Weine nicht. Das ist so falsch.“
„Was ist dann richtig?“, fragte er mit belegter Stimme. Ich wischte seine Tränen weg. „Du hast doch recht. Ich bin ein Arschloch.“ Er versuchte aufzustehen. „Ich muss mich sofort bei Kellan entschuldigen.“
„Rob.“ Ich stand auf. „Das solltest du wirklich, aber bitte – “ Ich legte meine Hand auf die Stelle, an der sein Herz schlug. „Was bedrückt dich? Ist es wegen letzter Nacht?“ Vielleicht war es besser die Dinge beim Namen zu nennen. Plötzlich spürte ich seine Hand, die sich auf meine legte und er zog mich zu sich. Ich folgte seinem Blick, wie er erst auf unsere Hände, dann auf seine Hand, die an meiner Taille lag, und dann zu meinem Mund schaute. Mit einem Ruck löste er sich abrupt und drehte mir den Rücken zu.
„Kristen, ich liebe dich wirklich“, sagte er leise. „Aber ich habe Angst, dass wir das nicht genießen können. Überall lauern Paparazzi, die Zeitungen überschlagen sich ständig mit Berichten. Wir können keinen Schritt gehen, ohne verfolgt zu werden. Ich will eine ruhige Beziehung und ich will sie nicht mit der ganzen Welt teilen. Ich wünschte, du würdest nur mir gehören.“ Sein letzter Satz gab den Ausschlag. Ich ging um ihn herum und ehe er sich wieder wegdrehen konnte, küsste ich ihn und vergrub meine Hände in seinen Haaren. Er erwiderte den Kuss nicht, drückte mich aber fester an sich. Als ich mich von ihm löste, sah ich, wie eine einsame Träne an seiner Wange runterlief und küsste sie weg.
„Du bist so gefühlvoll und rücksichtsvoll, Rob“, sagte ich und merkte, wie sich langsam ein Kloß in meinem Herzen auflöste. Die bisherige Zurückhaltung seiner Gefühle hatte er nur mir zu Liebe so lange aufrecht gehalten. Er wollte mich so sehr, aber er wusste genau was sich dadurch für mich ändern würde. Er war so Edel, dass er lieber verzichtete, statt mich diesem Rummel auszusetzen. Was er aber nicht wusste: Ich war mehr als bereit all das in Kauf zu nehmen. „Du bist wirklich viel zu gut für mich“, sagte ich und lächelte. „Aber ich will dich, Rob, nur dich und keinen Anderen. Nur du bist in meinem Herzen und das schon lange. Ich brauche dich. Und ganz ehrlich?“ Endlich sah er mir ins Gesicht. „Wir hatten doch eh schon genug Rummel, meinst du wirklich, dass das bisschen mehr uns so sehr aus der Bahn werfen kann?“ Er dachte einen Moment nach.
„Sie werden dich hassen“, erwiderte er. Ich verdrehte die Augen. Das er genau das dachte, hatte ich gewusst, aber ich wollte, dass er es aussprach. Endlich konnte ich ihm diesen Zahn ziehen.
„Deine Liebe reicht mir. Sie wird den Hass erst gar nicht an mich heranlassen.“ Ich war voller Zuversicht. Ich nahm seine Hand, und legte sie auf meine Brust. Er wollte sie zurückziehen, doch ich drückte sie fest an mein Herz. „Hörst du wie es schlägt?“ Er nickte. „Es schlägt nur für dich und mir ist es völlig egal was die anderen sagen. Nur wir beide sind wichtig, oder etwa nicht?“
„Kristen“, wiedersprach er. „Ich werde ganz sicher nicht neben dir stehen und zusehen, wie du angefeindet wirst.“
So leicht war diese Nuss also nicht zu knacken, aber ich hatte ja Zeit. Und zur Not würde ich so lange auf ihn einreden, bis er endlich zugab, dass wir mehr gewinnen, als verlieren konnten.
„Soll ich dir sagen, was du dann machst?“ Ich grinste ihn an. Er schüttelte den Kopf, was meine gute Laune nicht trüben konnte. „Du drückst mich einfach ganz feste an dich und sagst mir, dass du mich liebst.“ Er schüttelte unbeirrbar den Kopf. „Wenn du es nicht tust – “, zog ich meinen letzten Ass aus dem Ärmel. „ – wird alles nur noch schlimmer. Wenn jeder merkt, dass es uns beiden ernst ist, werden auch die Neider von der Bildfläche verschwinden.“ Mein Grinsen wurde immer breiter. „Ob du nun tausend oder hundert Fans hast: Wir sind uns doch einig, dass es nur wahre Fans sind, wenn sie nur dein bestes wollen, oder? Und das bin ganz offensichtlich ich.“ Endlich lächelte er.
„Ja“, stimmte er zu. „Du bist das Beste in meinem Leben.“
„Dann zeig es endlich“, hauchte ich und näherte mich seinen Lippen. „Hab keine Angst um mich. So lange du bei mir bist brauche ich vor nichts und niemandem Angst zu haben.“
Ich spürte seine Lippen langsam näher kommen...

© 2010 by Blutmädchen


Zum 9. Kapitel

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