Breaking Dawn Come True - 23. Kapitel

Breaking Dawn Come True
23. Kapitel: Egoismus

Kristens POV

Die nächsten Tage siegten nur so dahin. Erst verlief es wie eine Zeitmaschine. Ich hing noch bei meinem „Streit“ mit Rob fest, während die Fans schon schreiend am roten Teppich standen und auf den zweiten Teil von Breaking Dawn warteten.
Ich konnte mich nicht erinnern jemals so monoton dahinvegetiert zu sein wie jetzt.
Morgens stand ich auf. Frühstückte. Drehte. Wiederholte die Takes bei Besprechungen. Aß zu Mittag. Drehte weiter. Besprach weiter und weiter. Aß zu Abend. Ging schlafen.
Stephen Kings Bücher waren lachhaft gegen die Spannung, die sich in den letzten Tagen bei mir angestaut hatte. Besser gesagt, zwischen mir und Rob. Es war ja nicht so, dass wir nicht miteinander redeten, oder einander ignorierten, aber es fehlte etwas. Mir fehlte das necken, sein tadelndes Lächeln und besonders der Drehspaß. Jeder am Set spürte das und Chris, der viele Pannen hatte ausbügeln müssen, somit so oder so schon griesgrämig und gestresst genug war, wurde nur noch ungenießbarer. Bis zu dem Punkt, an dem er uns allen einen freien Tag gab an dem wir eine Art Survival Tour machten. Rad fahren, Kanu fahren, Klettern im Kletterwald und zelten mit Nahrungsbesorgung und allem drum und dran.
Chris hatte uns allen klar gemacht, dass er mehr Zusammenhalt und Disziplin forderte und unser Benehmen nicht hinnehmbar sei. Es wären Spannungen in der Luft, die nicht zum Film gehörten und entweder schnell verschwanden, oder man verschwand selbst. Ihm war es egal ob ein anderer Edward oder eine andere Alice einspringen müsste, man müsse es den Fans nur selbst erklären.
Diese Standpauke saß bei jedem, machte uns nachdenklich und nachdem Chris in sein Zelt gegangen war, liefen die Lippen heiß und alle redeten darüber wie es weitergehen sollte.
Rob rückte näher als sonst in den letzten Tagen an mich heran und ich kuschelte mich an ihn als sei es das selbstverständlichste der Welt.
„Ich liebe dich“, flüsterte er in mein Ohr. Es schien eine Ewigkeit her zu sein, dass ich diese Worte von ihm gehört hatte. „Es tut mir leid, dass ich dir in der letzten Zeit ein schlechtes Gefühl vermittelt habe, aber ich konnte einfach nicht glauben, dass du bereit wärst ein Menschenleben wegzuschmeißen.“
Ich sah zu ihm auf und konnte eine Träne nicht ganz vermeiden. „Das könnte ich nicht“, sagte ich leise. „Aber – “
„Was aber?“, fragte Rob sanft und streichelte mir meinen Nacken.
„Ich bin momentan einfach zu egoistisch“, gab ich zu und hoffte es ihm anständig erklären zu können. Fragend schaute er mich an und wartete auf meine Ausführung. „Na ja“, sagte ich schulterzuckend. „Immer musste ich dich teilen. Erst hatte ich dich nicht, weil ich trotz meiner Gefühle für dich nicht mit Michael Schluss machen konnte oder wollte, sehe es wie du’s willst.“ Ich senkte meinen Blick, aber sein Finger unter meinem Kinn zwang mich ihn direkt anzusehen. „Und – “ Ich räusperte mich. „Selbst am Set hatte ich nichts von dir, auch als endlich alles klar zwischen uns war. Immer war jemand dabei, was ja klar ist“, lachte ich. „Aber wenn man seine Liebe zu jemandem entdeckt, dann will man sie auch ausleben. Es gibt Job und Privatleben, was bei uns leider nicht existiert – “
„Wir können uns so einen Bereich schaffen“, lächelte Rob sanft, während er mich weiter streichelte und mit den Lippen liebkoste.
Unter seinen Berührungen nicht dahinzuschmelzen war nahezu unmöglich, es machte mich stumm und ich genoss einfach den Moment, völlig vergessend wer noch um uns herum saß. Rob musste mich mehrfach anstupsen, damit ich unsere Diskussion nicht vergaß.
„Nach dem Dreh“, erwiderte ich langsam. „Noch muss ich mich mit Edwards Küssen begnügen und glaube mir – “ Ich grinste schelmisch. „Der küsst noch lange nicht so gut wie du.“
„Da bin ich aber beruhigt“, grinste Rob. „Und ich dachte schon ich hätte einen hartnäckigen Konkurrenten.“
Ich lachte. „Wer weiß.“
„Untersteh dich.“ Er küsste mich. Erst neckend, entzog mir immer wieder seine honigsüßen Lippen. Ich packte seinen Nacken und presste ihn an mich, küsste ihn ungezügelt und gierig.
Es ließ mich die letzten distanzierten Tage vergessen.
Wir lachten über die Gesichter von Peter, Elizabeth, Ash, Jackson, Kellan und Nikki, die – wie ich nun bemerkte – freudig strahlte und immer wieder grinsende Blicke mit Kellan austauchte. Ashley und Jackson ließen sich von uns schon mal gar nicht in den Schatten stellen und knutschten wild drauf los als ginge es um alles oder nichts. Nikki und Kellan rückten etwas näher zusammen, scheinbar tuschelten sie, denn ich konnte nur ihre Lippenbewegungen sehen, hörte aber nichts. Beide grinsten frech.
„Grinst ihr nur“, lachte Rob. „Bis ihr euch outet sind Ash und Jack schon verheiratet und haben Zwillinge und Kris und ich sind verlobt.“
„Zwillinge“, kreischte Ashley. „Das wäre ja so wundervoll.“
Jackson sah Rob düster lächelnd an, als wäre er dafür verantwortlich, dass der Nachrichtensprecher gerade den morgigen Weltuntergang verkündet hatte. „Das verzeih ich dir nie“, presste er zwischen den Zähnen hervor, stand auf, krallte sich Ashley und verschwand mit ihr in Richtung Zelt.
„Dann übt mal fleißig“, schrie Kellan den beiden hinterher.
Die zischende Antwort von Jackson – „Halt’s Maul.“ – war lauter und bedrohlicher als Ashleys lautes Lachen. Nikki gab Kellan high five und ließ sich ins Gras fallen.
„Ach ja“, stöhnte Rob. „Und was machen wir jetzt schönes während Ash und Jack sich offensichtlich vergnügen und Nikki und Kell auch schon darüber nachdenken ob sie es vor unseren Augen tun sollen?“
„Schnauze, Rob“, lachte Kellan. „Schnapp dir deinen Diamanten und gesellt euch zu Ashley und Jackson.“
„Verzichte“, grinste Rob breit zurück. „Ich will wenn dann nur ein Kind und nicht direkt Zwillinge.“ Er sah mich verschwörerisch an und ich bekam eine kleine Angst, dass der Moment durch die Baby-Frage wieder zerstört werden könnte. „Aber noch nicht jetzt, also haben Kris und ich noch Zeit.“
Ich seufzte erleichtert aus und drückte dankbar seine Hand, was er wissend erwiderte.
„Ich werde bereit sein wenn du es bist mein Engel“, hauchte er mir zu. „Ich will die Zeit einfach nur mit dir genießen. Egal wie und egal wo. Hauptsache wir sind zusammen.“
Ich nickte lächelnd und küsste ihn. „Ich liebe dich, Rob.“
„Nein, Kris.“ Er grinste. „Ich liebe Dich. Und jetzt noch mal zurück zu deinem Egoismus. Du willst mich also ganz für dich alleine, ja?“
„Ja, aber ich weiß auch, dass das nicht geht. Dafür stehen wir zu sehr in der Öff – “
„Stop“, unterbrach er mich sanft und legte seinen Finger auf meinen Mund. „Die Presse ist uns egal, einverstanden?“
„Mehr als das.“
„Wenn die Fans wütend werden ist das deren Problem, verstanden?“
„Absolut.“ Ich lachte.
„Und wenn dich jemand fragt ob wir zusammen sind sagst du Tag und Nacht, wir haben den besten Sex aller Zeiten und wir scheißen auf die Meinung von anderen, klar?“
„Glasklar“, erwiderte ich automatisch und mit einem Augenrollen.
„Dann ist ja gut“, lächelte Rob amüsiert.
Und da dämmerte es mir. „Moment mal“, empörte ich mich. „Was war das letzte?“
„Vergiss es“, grinste er schelmisch. „Wer mit der Wahrheit nicht umgehen kann...“
„Was?“ Ich konnte mir dieses scheiß grinsen auch nicht verkneifen, Mist! „Wen geht unser Sexleben etwas an?“
„Na ja, ich dachte wenn man dich mal fragen sollte, darfst du gerne sagen wie scharf ich dich mache. Ich würde es auch über dich sagen.“
„Untersteh dich“, zischte ich und kniff ihm in die Seite. „Das Thema ist tabu und geht nur uns etwas an.“
„Ach Engelchen. Wenn du die Freundin eines Stars sein willst, musst du mit allem rechnen. Glaube mir, es gibt viele die meine Bettqualitäten sehr interessiert.“
„Abgehoben sind wir wohl gerade gar nicht, was Mr Ich-bin-ein-Star-Pattinson?“
„Ja, Miss Holt-mich-hier-raus-Stewart.“
Ich lachte laut. „Ich kann ja sagen: Ja, er schnarcht wie ein Esel und vertreibt mich immer auf die Couch.“
„Du freche Lügnerin“, schnurrte er. „Soll ich dir meine Bettqualitäten beweisen?“
„Öhm“, ich stotterte. „Die habe ich schon kennen gelernt, danke.“
„Und war es schlecht?“, hauchte er an meinem Ohr.
„Nein“, zitterte ich.
Er hatte mich wieder an der Angel. Dieser Mistkerl wusste wie er mich bezirzen konnte.
„Dann ist ja gut“, lachte Rob und stand auf. „Und jetzt komm. Ich bin müde und möchte meinem Schatz noch ein wenig Nachhilfe in Sachen Schamgefühl geben.“
„Als wenn ich das nötig hätte“, lachte ich.
„Dann solltest du besser nicht immer wie ein schüchternes Mädchen erröten, wenn du an wilden Sex mit mir denkst.“
„Ich erröte ni– “ Rob lachte und rannte weg. „Na warte“, zischte ich. „Dir werd ich’s zeigen, mein Freund.“
Ich rannte ihm nach und wusste was für eine tolle Nacht mich erwartete. Vom Sex ganz abgesehen liebte ich jede Minute mit Rob so sehr, dass mir egal war was wir taten, so lange ich ihn nur spüren und berühren durfte.
Heute Nacht würde er sein blaues Wunder erleben.
Und Chris auch... Die Spannungen, von denen er gesprochen hatte, waren weg und es lag auf der Hand das Rob und ich die alleinige Schuld daran trugen. Was ein kurzer Informationsaustausch nicht alles bringen konnte...
Breaking Dawn konnte weitergehen!

© 2010 by Blutmädchen


Zum 24. Kapitel

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