Breaking Dawn Come True - 22. Kapitel

Breaking Dawn Come True
22. Kapitel: Zwei Meinungen - Eine Zukunft

Kristens POV

Langsam aber sicher war ich mir gar nicht mehr so sicher, wer ich war, was ich wollte und was ich hatte. Ich hatte nur das wage Gefühl diese ganzen Dinge vor ein paar Minuten noch gewusst zu haben.
Wie gelähmt stand ich da, nicht fähig Robs Worte in mir aufnehmen zu können. Was zum Teufel redete er da? Meinen zu Boden fallenden Stein, der sich über die nichtvorhandene Schwangerschaft freute, hörte man jetzt noch scheppern und Rob meinte mir urplötzlich sagen zu wollen, er will ein Kind? War dem Kerl noch zu helfen?
Ich sah Rob ernst an, machte den Mund auf und zu, aber kein Buchstabe fand den Weg nach draußen. Ich wollte ihn dafür verfluchen, dass er es mir gerade schwieriger machte, als es sein müsste. Er sollte all meinen Frust spüren und sich bloß nicht darüber wundern.
Meine Lippen verzogen sich automatisch zu einem kleinen Lächeln. Ich schluckte. Sah Rob weiterhin an. Versuchte ernst zu bleiben.
Aber ein Blick in seine Augen sagte alles: Er hatte mich längst durchschaut.
Mein Ärger war so schnell verschwunden, wie er gekommen war. Zurück blieb nur Belustigung über mein eigenes Verhalten.
„Du bist so ein fieser Dreckskerl“, schrie ich und boxte gegen seine Brust. „Wie kannst du mich so schockieren?“ Jedes Wort wurde durch einen Schlag unterstrichen. Rob stand einfach nur ruhig da und versuchte meine Hände in seine zu bekommen und mich festzuhalten. „Robert Pattinson, das verzeihe ich dir nicht!“
„Wirklich nicht?“, hauchte er und küsste mich. Ich ließ es geschehen, vertiefte den Kuss und wünschte mir, die Zeit würde endlich still stehen, so dass ich mein Leben und meine Liebe in vollen Zügen genießen konnte. „Es war aber ernst gemeint“, sagte er und streichelte meine Wange. Er lächelte. „Jetzt guck doch nicht so wie ein Auto. Findest du die Vorstellung du mit Babybauch etwa do abstoßend und absurd?“
„Ja“, erwiderte ich unwillkürlich. Robs Lächeln verschwand und er löste sich aus unserer Umarmung. „Rob“, seufzte ich. „Ich bin achtzehn Jahre alt. Kannst du dir nicht denken, dass ich mich noch zu jung fühle um Mutter zu werden?“ Er sah mich nur nachdenklich an. „Bleib realistisch, bitte.“
Er seufzte. „Du hast wohl recht. Entschuldige, dass ich dich in Zukunftspläne reingezogen habe, die deiner wohl nicht würdig genug sind.“ Er sagte es nicht grob, auch nicht verletzend, und genau das gab mir zu denken. Es kam so emotionslos rüber, als hätte er unsere gemeinsame Zukunft, die wir beide unterschiedlich sahen, gerade an den Haken gehangen. Dabei konnte sich so viel ändern. Und wir hatten doch noch genug Zeit! Wir waren jung. Das Leben lag noch vor uns, verdammt!
„Natürlich möchte ich irgendwann Kinder“, sagte ich leise. „Aber wir stehen zu sehr in der Öffentlichkeit, die im übrigen immer noch nichts von unserer Beziehung weiß“, fügte ich in sachlichem Ton hinzu. „Wir haben beide einen anstrengenden und zeitaufreibenden Job, bald sehen wir uns nur noch seltener. Würdest du das deinem Kind zumuten wollen?“
Es waren schlagkräftige Argumente und die konnte Rob unmöglich abstreiten, aber ich wusste er würde es tun, uneinsichtig und nur darauf bedacht mich falsch zu verstehen, wie es mir schien.
„Du hättest das Kind, wärst du wirklich schwanger gewesen, also abgetrieben?“, fragte er, griff nach seiner Jacke und zog sie an.
„Wo willst du hin?“, fragte ich nervös. Er wollte gehen, ohne meine Antwort abzuwarten?
„Beantworte mir bitte meine Frage“, verlangte er ruhig.
„Ich weiß es nicht“, erwiderte ich hastig. „Ich war selbst stark überfordert und bin gerade einfach nur froh mir keine weiteren Gedanken machen zu müssen.“
„Dann weiß ich ja, was ich davon zu halten habe“, sagte Rob, gab mir einen Kuss auf die Wange, was mich stark verwirrte und lief zur Tür. „Ich meld mich später bei dir.“ Dann verließ er das Zimmer.
Was sollte das jetzt? Was war mit Rob los? Das alles machte keinen Sinn.
Erst Freude, dann Distanz und Abschätzung und zum Abschied einen Kuss, wenn auch nur auf die Wange, aber das reichte um mich meines restlichen Verstandes komplett zu berauben.
Sein letzter Satz sprach eindeutig die Sprache des Letzen Wortes. Seine Vorstellung, ein Kind zu bekommen, war in sich zusammen gefallen oder hatte sich ins nichts aufgelöst – ich konnte es schlecht beurteilen. Wahrscheinlicher aber war, dass ich es ihm kaputt gemacht hatte. Dabei ging es mir einzig und allein um JETZT!
Jetzt wollte ich noch keine Kinder. Und ich wollte mir auch noch keine Gedanken um ein Baby machen. Es war definitiv zu früh und ich wollte noch was erleben, um die Welt reisen, weitere tolle Filme drehen und irgendwie auch unabhängig sein.
Kinder bedeuteten viel Zeit, viel Mühe und man musste vieles aufgeben. Klar bekam man auch viel zurück, aber das war etwas, was ich mir nicht vorstellen konnte. Wenn ich einmal Mutter war, dann ja, vielleicht, aber jetzt noch nicht...
Ich fragte mich, ob Rob mich vielleicht doch verstehen konnte. Ich wollte ja schließlich Kinder und ich wollte es mit ihm, aber das hatte Zeit. Das war meine Meinung und die musste er nun mal akzeptieren, ob er wollte oder nicht.
Und wenn daran unsere Beziehung zerbrechen sollte, dann würde ich es zwar nicht verstehen, aber an meiner Meinung würde das nichts ändern.
Ein Kind konnte nun mal keine Beziehung retten – oder sie vereinfachen...

© 2010 by Blutmädchen


Zum 23. Kapitel

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