Breaking Dawn Come True - 21. Kapitel

Breaking Dawn Come True
21. Kapitel: Eine neue (schöne) Herausforderung

Robs POV

Nach einer heiß-kalten Dusche, einem frisch gepressten Orangensaft und einem Telefonat mit meiner Mutter, merkte ich endlich, dass ich langsam wieder runterkam und weniger wütend war. Ich bereute es, einfach so aufgestanden zu sein und Kristen hängen gelassen zu haben. Dafür hatte meine über alles geliebte Mutter mir auch schon den Kopf gewaschen.
„Wenn du sie wirklich liebst, Robert, dann wirst du auch das mit ihr zusammen durchstehen“, hatte die kluge Claire gesagt. Oh ja, sie war klug. Klug genug um mich wieder auf den festen Boden zurückzuholen.
„Andererseits zeigt deine Reaktion, wie sehr du sie liebst. Du möchtest sie halt ganz für dich alleine.“
Ich nahm mir vor einen dicken großen Blumenstrauß zu besorgen und statt einem Kärtchen ein Flugticket von London nach Vancouver dranzuhängen. Ich musste Mom einfach in den Arm nehmen und ihr danken. Sie hatte gerade meine Liebe gerettet – die ich mit Füßen zu treten versuchte.
Langsam, nur mit einem Handtuch um die Hüften geschlungen, ließ ich mich in den gemütliche Sessel fallen und trank einen weiteren Schluck O-Saft.
Ich war ein verrückter eifersüchtiger Liebeskranker Mann. Und obwohl Michael und Kristen nicht mehr zusammen waren, würde dieses Kind eine so große Verbindung herstellen, die eine feste Partnerschaft sogar noch übertrumpfen würde – zumindest in meinen Augen. Ich hatte einfach wahnsinnige Angst, Kristen verlieren zu können.
Dabei war ich gerade mit meiner Reaktion dabei sie zu verlieren und das wurde mir erst jetzt schmerzlich klar. Dank Mom.
„Sage ihr, dass du sie liebst und sie in allen Punkten immer unterstützen wirst. Ruf sie jetzt direkt an.“
Das Handy lag in Reichweite und ich hatte es schon öfter in der Hand gehalten, nur um es mir dann anders zu überlegen und es wieder wegzulegen. Ich kotzte mich selbst an!
Schwanger... Nicht schwanger...
Selbst über die letzte Möglichkeit hatte ich nachgedacht, auch wenn es mir nicht zustand. Wenn Kristen sagte, sie sei schwanger, war ich dann nicht das größte Arschloch der Welt, wenn ich ihr nicht glauben würde? Mehr als das...
Ich griff schließlich doch zum Handy, aber die Mühe war umsonst. Es ging nur Kristens fröhliche Mobilbox dran.
„Hey, hier ist Kristen Stewart. Ich kann gerade leider nicht ans Telefon gehen, weil ich mein Leben genieße.“
Ob sie das gerade wirklich tat?
Ich erinnerte mich an den Abend, wo sie verzweifelt nach einem Spruch für ihre Ansage suchte, fast auf meinem Schoß saß und wir Chips mit Chilidipp in uns reinschaufelten. Als ich den Vorschlag machte, sie solle einfach sagen, sie könne nicht ans Telefon gehen, weil sie ihr Leben genieße, war sie mir dankbar um den Hals gefallen und hatte mich mitten auf den Mund geküsst. Ich hatte ohne zu zögern den Kuss erwidert und keiner von uns hatte Anstalten gemacht, damit aufzuhören. Es war ziemlich weit gegangen, aber wenn ich jetzt darüber nachdachte und mich an unseren wirklichen Liebesstart erinnerte, war es doch eher nichts gewesen. Kuscheln, knutschen und ein wenig Fummeln. Wir waren aber auch unterbrochen worden, also wer weiß, ob nicht doch mehr daraus hätte werden können. Nach diesem Vorfall hatten wir nie mehr darüber geredet oder es auch nur angedeutet. Für uns beide war klar gewesen, in welche Schublade dieser Moment gehörte. Abteilung Papierkorb mit hundertprozentiger Explosions- und Feuergefahr.
Zum Glück kam alles anders. In Kristen erkannte ich einfach alles wieder, was meine persönliche Traumfrau ausmachte. Umso mehr würde ich mich jetzt ins Zeug legen müssen, um mein Wegrennen rechtfertigen und erklären zu können.
Ein lautes Klopfen an der Tür riss mich aus meinen Gedanken. Ich stand auf und das Handtuch rutschte auf den Boden. Schnell schnappte ich mir eine Jeans und ein Hemd, zog es an und ging zur Tür.
Ich hatte noch nicht einmal einen Blick auf die Person erhaschen können, als ein bunter Wirbelwind schon an mir vorbeistürmte. Es war Kristen.
Sofort plapperte sie drauf los. „Rob, bitte vergiss was ich gesagt habe. Es ist nicht so, wie ich es gesagt habe, ich war mir nicht einmal selbst sicher, aber – “
„Moment“, fiel ich ihr ins Wort. Sie war sofort ruhig, senkte den Kopf. „Was soll ich vergessen?“
„Na, du weißt schon“, sagte sie zaghaft. „Dass, was ich vorhin am Essenstisch gesagt habe.“
„Kristen“, sagte ich nun etwas sanfter. „Ich habe vorhin fast zwei Stunden mit meiner Mutter telefoniert. So lange habe ich noch nie an einem Stück mit ihr gesprochen.“ Ich grinste leicht. „Sie hat mich schon zusammengestutzt und das war bitter nötig – “
„Aber Rob – “
„Bitte, lass mich ausreden.“ Ich sah sie kurz an, aber ihr Blick glitt sofort wieder auf den Teppichboden. „Ich liebe dich. Deine, also, deine Schwangerschaft ändert nichts daran.“
„Aber – “
„Und ich werde schon einen Weg finden damit umzugehen.“
„Aber – “
„Ich werde Michael nie mögen, aber ich werde mich extra für dich zusammen reißen.“
Kristen stampfte mit dem Fuß auf. „Aber ich bin nicht von Michael schwanger!“
Jetzt war ich perplex. Meine Gedanken fuhren schon wieder Achterbahn, aber ich war nicht bereit mich durchschütteln zu lassen.
„Von wem dann?“, fragte ich dennoch.
„Ich bin nicht schwanger.“
„Aber – “
„Nichts aber. Ich habe, als ich den Test gemacht habe, die Streifen miteinander verwechselt. Ich dachte ein Strich bedeutet schwanger und ich habe dummerweise nicht noch einmal auf den Zettel geschaut. Mir sind einfach alle Sicherungen durchgebrannt, aber ich habe es so schnell verdrängt, dass ich gar nicht mehr sagen kann, was ich mir wirklich dabei gedacht habe.“ Endlich sah sie mich an. „Es tut mir so leid, dass ich so dumm war und ich würde es gerne rückgängig machen. Es tut so weh zu wissen, was ich alles aufs Spiel gesetzt habe, nur weil ich zu feige war – “
Schnellen Schrittes ging ich auf Kristen zu, überbrückte die riesige Distanz, nahm sie in den Arm und küsste sie leidenschaftlich. Einen Moment wollte sie widersprechen, aber ich ließ ihr erst gar keine Gelegenheit.
Mehr brauchte ich nicht wissen. Für mich war alles klar.
Und allen Gedanken zum Trotz: Die nächste Zeit würde die schönste meines Lebens werden, denn in meinem Kopf hatte sich ein anderer Gedanke eingenistet, der nun nach Entfaltung brüllte.
„Oh Kris“, stöhnte ich ihr ins Ohr und streichelte über ihren Rücken. „Du hast mich neugierig auf deinen Babybauch gemacht. Bitte lass uns anfangen zu üben.“
Kristen versteifte sich leicht. „Was?“
„Ich will ein Kind von dir.“

© 2010 by Blutmädchen


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