Breaking Dawn Come True - 20. Kapitel

Breaking Dawn Come True
20. Kapitel: Gewissheit?

Kristens POV

Ich brauchte Zeit für mich alleine. Musste nachdenken und das ganz dringend. Doch Nikki und Ashley wichen nicht von meiner Seite. In ihren Gesichtern konnte man ihre Sorge sehen, aber sie sagten nichts, ließen mich still grübeln, während sie mich beruhigend tätschelten.
Wie konnte ich schwanger sein, wenn – wie man mich richtig erinnert hatte – lange nichts mehr mit Michael gelaufen war? Es wäre ein Wunder – aber keines, womit man groß rauskommen wollte. Ich brauchte dringend Gewissheit und die konnte mir nur ein Arzt geben. Aber hatte ich die nötige Kraft mich aufzuraffen und diesen Schritt zu gehen? Ich war ja nicht alleine, aber was war, wenn es sich bestätigte? Dann wusste ich zwar ungefähr den Zeitraum, wann es passiert war, aber ich wusste immer noch nicht das Mit wem? Denn ich hatte nach Michael nur mit Rob geschlafen und das war nach meiner Ankunft in Vancouver und nach dem positiven Schwangerschaftstest – also absolut ausgeschlossen, dass Rob der Vater war!
Während der Beziehung mit Michael ist auch mit keinem anderen Mann was gelaufen, also wo kam das Baby sonst her, wenn nicht von ihm? Hatte es sich einfach eingenistet, ohne zu fragen? Hatte der Storch sich verflogen und wollte eigentlich zu Ashley?
So viel Aufregung und so viel Fragen und nur einen Weg Antworten zu finden...
„Ich muss einen Termin beim Frauenarzt machen“, sprach ich meine Gedanken laut aus.
Nikki und Ashley nickten nur. Nikki holte ein Telefonbuch aus der Tischschublade und Ashley gab mir mein Handy.
„Ich suche dir einen raus“, sagte Nikki und ich war dankbar, dass sie mir die Aufgabe abnahm. Nur anrufen müsste ich selbst... Alles in mir sträubte sich dagegen. „Wie wäre es mit Dr. Hakers?“, fragte Nikki und fuhr mit ihrem Finger die Seite ab. „Klingt doch Vertrauenswürdig.“
„Das kann man doch gar nicht an einem Namen erkennen“, sagte Ashley und schüttelte verständnislos den Kopf. „Kris brauch jetzt einen Arzt und da ist – “
„Dr. Hakers, den nehme ich“, unterbrach ich Ashley schnell, bevor das Wichtigste unterging und ich den letzten Rest Mut verlor, wirklich zum Arzt zu gehen.
Nur was machte ich, wenn ich nicht direkt einen Termin bekam? Würde ich warten können?
„Okay“, sagte Nikki. „Soll ich für dich anrufen, oder möchtest du das selbst tun?“
„Wenn du das tun würdest, dann wäre ich dir sehr dankbar. Ich glaube, ich kann die Dinge gerade nicht so ganz beim Namen nennen.“
„Kein Problem. Du musst nur hingehen. Das kann ich leider nicht für dich übernehmen.“ Sie lächelte mich an, versuchte mich aufzumuntern, aber es bewirkte eher das Gegenteil...
Wenn Rob nur hier wäre...
„Aber ihr begeleitet mich doch, oder?“ Die Panik in meiner Stimme war deutlich rauszuhören.
„Klar“, sagten sie beide gleichzeitig.
„Danke.“
„Das ist selbstverständlich, Kris“, sagte Ashley liebevoll und nahm meine Hand. „Wir stehen immer hinter dir und unterstützen dich, wo es nur geht.“
„Hoffentlich habe ich mich getäuscht“, stieß ich leicht schluchzend hervor. Ich konnte die Gefühle nicht mehr länger zurück halten. Ich hatte Angst und zweifelte stark an mir selbst, hoffte mir diese positiven Test nur eingebildet zu haben.
Michael wusste jetzt schon davon – dank Rob! Ich wusste nicht, ob ich wütend oder eher dankbar sein sollte. Wenn sich herausstellte, dass Michael der Vater war, dann hatte er das Recht darauf, es auch zu erfahren, auch wenn ich mir unsere Beziehung nach der Trennung etwas anders vorgestellt hatte. Ich wollte ihn als Freund nicht verlieren... Was würde sich alles ändern?
Die wichtigste Frage aber war: Konnte ich mir vorstellen, ein Kind zu haben, ganz abgesehen davon wer der Vater war?
Nein...
Ich wollte kein Kind! Nicht jetzt. Nicht in dem Augenblick. Ich war zu jung dafür, unreif um so viel Verantwortung übernehmen zu können.
Vor allem aber wollte ich Rob nicht verlieren und das würde passieren, wenn ich schwanger war. Wie sollte ich es ihm erklären, wenn ich selbst keine Antwort fand?
Ach, verdammt, Kristen! Warte den Termin ab!
Nikki wählte gerade und hielt sich das Handy wartend ans Ohr. Ich wusste gar nicht, dass ein Augenblick so lange dauern konnte...
„Hallo. Nicole Reed, guten Tag. Es geht um meine Freundin. Sie ist momentan etwas verwirrt und deshalb übernehme ich den Anruf für sie – “ Ich warf ihr einen säuerlichen Blick zu. „Sie hat einen Schwangerschaftstest gemacht, der positiv war und sie würde gerne eine Bestätigung haben, wie weit sie ist.“ Einen Moment hörte Nikki zu und nickte hin und wieder. „Oh, super. Also haben Sie heute noch einen Termin frei? Perfekt. Dann kommen wir vorbei. Ich begleite sie. Vielen Dank.“ Nikki legte auf. „Du hast in zwei Stunden einen Termin bei Dr. Hakers.“
„Danke.“ Meine Stimme zitterte und meine ganze Zuversicht fiel von mir ab.
„Du bist nicht allein“, sagte Ashley aufmunternd.
„Ich weiß“, erwiderte ich matt.
Es klopfte an der Tür.
„Ich mach schon“, sagte Nikki.
Einen wilden Moment lang hoffte ich, Rob würde plötzlich im Zimmer stehen, aber es war nur Jackson, der eine kleine Apothekentüte in der Hand hielt.
„Ich habe Jackson gebeten einen Schwangerschaftstest zu kaufen“, erklärte Ashley und wirkte kein bisschen verlegen. „Du hast zwar gleich einen Termin beim Arzt, aber vielleicht sollten wir noch mal auf Nummer Sicher gehen und einen zweiten Test machen.“
Skeptisch betrachtete ich die Tüte und Jackson überreichte sie mir. Ich traute mich kaum den Inhalt rauszunehmen, aber Ashley hatte gar nicht mal so unrecht. Vielleicht war es besser. Es würde meine Nerven beruhigen... Und wenn er zum zweiten Mal positiv war, konnte ich mir auf dem Weg zum Doktor ja schon mal darüber Gedanken machen, wie ich ihm erklärte, dass ich in dem Zeitraum eigentlich keinen Geschlechtsverkehr hatte.
Ich holte den Test aus der Packung und ging ins Bad. Als ich fertig war, ging ich, ohne auf den Test zu gucken, zu Nikki, Ashley und Jackson zurück, drückte Nikki den Test in die Hand und ließ mich auf einen Stuhl fallen. Ich traute mich nicht einen von ihnen anzugucken, aber Nikkis leichter Aufschrei ließ mich ruckartig den Kopf in ihre Richtung drehen.
„Was ist?“, fragte ich automatisch. Jackson hatte einen Test gekauft, der digital anzeigte, ob man schwanger war und auch wie lange schon. War damit etwas nicht in Ordnung?
„Hier steht Nicht schwanger.“

© 2010 by Blutmädchen


Zum 21. Kapitel

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