Breaking Dawn Come True - 17. Kapitel

Breaking Dawn Come True
17. Kapitel: Der erste Schritt zur Wahrheit

Kristens POV

Als Ashley, Jackson und ich nach unten in das Hoteleigene Restaurant gingen – Ash und Jack wie zwei verliebte Teenager, Händchenhaltend und Küsschen hier und Küsschen da – hatte ich irgendwie gar keine große Lust mehr auf einen Plauderabend. Ich wollte am liebsten nur noch schnell etwas essen und dann mit Rob kuschelnd vor dem Fernseher sitzen und Dirty Dancing gucken. Ja, ich war so richtig in Kitschlaune. Was kein Wunder war, wenn man Ashley und Jackson vor sich hatte.
Ich stellte mir viele Fragen, die ich nun aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten versuchte.
Welche Art von Beziehung führten Rob und ich eigentlich? Versteckt – soviel war bisher klar. Aber man unterschied doch zwischen Teenagerzeit, Alltag und Nebenhergelebe. Rob und ich waren vernünftig und reif genug auch in angezogenem Zustand normal miteinander umzugehen, also kam die Teenagerzeit für uns wohl nicht in Frage. Alltag war das zwischen uns beiden auch nicht, da wir ja gerade erst zueinander gefunden hatten. Und wir lebten schon gar nicht nebeneinander her! Aber irgend so ein Zwischending musste es sein. Rob und ich waren uns bis ins kleinste Detail vertraut. Und unsere Liebesbeziehung war wie eine normale Freundschaft. Eigentlich hatte sich nicht viel verändert. Wir scherzten immer noch, konnten einander alles sagen, hatten keine (wirklichen) Geheimnisse voreinander und waren wie Pech und Schwefel. Einfach ein perfektes Team.
Ich mochte Rob schon immer und so wie es sich jetzt anfühlte, waren immer Gefühle mit im Spiel gewesen, aber so clever versteckt, dass andere nur das sehen konnten, was wir waren: Zwei dicke Freunde!
So wie Ashley und Jackson würden wir definitiv nie werden. Ich hoffte zwar auch mal mit ihm in aller Öffentlichkeit Händchenhaltend durch die Stadt laufen zu können, aber wir wären wohl weniger übertrieben und albern. Wir würden uns hoffentlich auch küssen, aber es nicht als zu große Sache ansehen.
„Oh, wir haben uns geküsst.“ Und dann wie ein kleines Kind im Kreis hüpfen.
Nicht, dass Ashley sich so aufführte, aber sie war einfach ein offenerer Mensch, der viel fröhlicher mit der Liebe umging. Unsere Herzen gingen zwar in dieselbe Richtung, aber unser Umgang damit war ein komplett anderer. Und Rob würde auch nie so werden wie Jackson, dem es zwar irgendwie peinlich zu sein schien, der aber fröhlich mitmachte. Hauptsache seine Partnerin war glücklich.
Mensch, Kristen, ermahnte ich mich selbst. Lass Ashley und Jackson Ashley und Jackson sein und schmeiß dich an deinen Robert ran. Dann wirst du immer noch sehen, wie du selbst damit umgehst.
Rob sah mich freudestrahlend an und mit einem Lächeln registrierte ich, dass neben ihm noch ein Stuhl auf mich wartete. Zwischen Chris und Nikki waren zwei Stühle, die nur für das Paar des Tages gedacht sein konnten. Auch wenn die beiden sich auch mit einem einzigen Stuhl zufrieden gegeben hätten.
Ich setzte mich auf meinen Platz und sah einmal in die Runde. Alle Gesichter sprachen ein und dieselbe Sprache: Lasst uns vorerst nur reden, wenn es um die Essensbestellung geht.
Und das wollte jeder beherzigen. Also blieb es eine Weile ruhig. Nur das Klirren von Gläsern und das Reden weiterer Restaurantbesucher von den umliegenden Tischen war zu hören.
Robs Hand legte sich auf meinen Oberschenkel und er sah mich mit einem lüsternen Grinsen an, was mich sofort wegschauen ließ. Ich legte meine Hand auf seine und bemühte mich, ihm wieder in die Augen zu schauen. Sein Grinsen wurde immer breiter – scheinbar schien er mich, wie immer, zu durchschauen.
„Mistkerl“, zischte ich so leise ich konnte. Rob schien gar nicht erst die Bemühungen des leise Sprechens ernst zu nehmen. Er prustete laut los.
„Danke, Kris“, juchzte er. Alle anderen sahen uns an. Manche grimmig, so wie Ashley – scheinbar fürchtete sie sich davor, dass wir ihr und ihrem Lover die Show stahlen – oder Kellan, der auch hätte freundlich gucken können, wenn er Hunger hatte klappte nur dieser eine Ausdruck bei ihm: grimmig! Nikki schaute etwas belustigt und Chris ignorierte uns. Was mich daran erinnerte, dass er uns praktisch erwischt hatte. Aber ganz direkt wussten nur Ashley und Jackson, dass Rob und ich auch endlich ein Paar waren. Und sie hatten mir versprochen, dass es niemand von ihnen erfahren würde. Nicht einmal Rob sollte wissen, dass sie es wussten. So wie ich ihn kannte, machte er sich dann garantiert Sorgen die Wette wäre unfair gelaufen und ihm würde etwas entgehen.
Der Kellner rettete uns jedoch als er endlich angewatschelt kam und von jedem die Bestellung entgegen nahm. Mir war egal was auf den Tisch kam, Hauptsache endlich etwas Vernünftiges zu essen.
Keine zwanzig Minuten später klirrte das Besteck und durchbrach die mittlerweile unangenehm gewordene Stille. Die Gemüter wurden ruhiger und entspannter, jeder kaute seinen Frust des Tages weg – ich konnte nicht umhin Chris zu beobachten, er kaute definitiv am schnellsten, was schon fast aggressiv aussah. Nach fünf Bissen konnte ich auch endlich ruhiger kauen und das Essen genießen. Brokkolisalat mit gebratenem Lachs und Kartoffeln in Käse-Sahne-Sauce. Eine herrliche Kombination. Ich hatte lange nicht mehr so gut gegessen. Lachs schmeckte mir komischerweise nur in Kanada.
Das Handy in meiner Hosentasche vibrierte kurz. Eine SMS. Eigentlich wollte ich mein Handy nicht mit an den Essenstisch nehmen, aber ein inneres Gefühl redete mir ein, ich könne es später auf jeden Fall noch gebrauchen.
Ich versuchte heimlich an mein Handy zu kommen um die Nachricht unterm Tisch zu lesen, hörte aber sofort mit dem Versteckspiel auf als ich sah, dass Rob ebenfalls sein Handy in der Hand hatte. Höflichkeit wurde heutzutage völlig überbewertet.
Ich schaute auf das Handy, drehte mich zur rechten Seite und grinste zurück. Die Nachricht kam von Robert.
„Willst du nicht freiwillig verlieren?“
Was ein unverschämter Sauhund. Ich schüttelte nur den Kopf, steckte das Handy zurück in die Hosentasche, nahm Messer und Gabel zur Hand und ließ mir weiter mein Essen schmecken. Die anderen hatten in der Zeit angefangen sich zu unterhalten. Kellan diskutierte mit Jackson über den Mann der heutigen Zeit und ich lachte kurz auf, als er meinte, Jackson würde sich in seiner neuen Beziehung so richtig zum Affen machen und wäre kein Mann mehr, sondern eine Memme, die seiner Freundin wie ein Gockel nachlief. Peter und Chris unterhielten sich über zwei Ecken über den heutigen Drehtag – da hörte ich sofort weg. Chris’ Klageflut sollte meine müßig wieder aufgebaute Laune nicht gleich wieder wegspülen.
Mein Handy vibrierte wieder. Ich sah in die Runde und bemerkte, dass Nikki uns beobachtete. Ich fühlte mich ein wenig unwohl, aber genau konnte ich mir dieses Gefühl nicht erklären. Nikki hatte Rob ihre Liebe gestanden, ihm dann aber doch geholfen mich in die Suite zu locken. Ich verstand diesen Wandel nicht so ganz.
Der Versuch, dass Handy zu ignorieren, brachte mir direkt einen Rippenstoß ein. Und es vibrierte wieder. Rief Rob etwa an, damit mich das vibrieren nervte? Doch sein Handy lag jetzt neben seinem Teller und seine rechte Hand war weit genug davon entfernt. Das Vibrieren hörte auf und ich griff widerwillig in die Hosentasche. Zwei SMS. Eine von Rob – wie nicht anders zu erwarten – und die andere kam von… Cameron… Mein Bruder! Sofort öffnete ich seine Nachricht und wusste nicht ob ich schmunzeln oder weinen sollte.
Hey Kris, tut mir leid was ich vor deiner Abreise gesagt habe. Ich werde auch nicht mehr davon anfangen. Es ist dein Leben und du musst am besten wissen, wen du liebst und wen nicht.
Na toll
, dachte ich grummelnd. Das Gespräch mit Cameron vor meiner Abreise hatte ich schon ganz vergessen. Was hatte er mir noch mal vorgeworfen? Dass ich nicht dazu stehen würde in Robert verliebt zu sein. Schon da hatte ich gewusst, dass er Recht hatte, aber ich war immer noch mit Michael zusammen und deshalb nie wirklich objektiv gewesen – oder offen, je nachdem aus welcher Sicht man es sah. Mein Bruder hatte mich genau durchschaut und ich hatte ihm vor den Kopf gestoßen, aber es war besser als die Wahrheit zu sagen und dann die Beziehung von meinem Bruder zerstören zu lassen. Denn Cameron hätte sich eingemischt. Er wäre persönlich zu Michael gegangen und hätte das für mich beendet, wozu ich zu feige war. Hätte er es gemacht, hätte ich ihm vielleicht dankbar sein können, aber letztendlich hatte Michael das ja selbst übernommen.
Ich war etwas überfordert und schob das Handy wieder in die Hosentasche, ohne Robs Nachricht zu öffnen. Ich sah ihn auch nicht an, vertiefte mich stattdessen in meine Gedanken.
Ich war jetzt mit Rob zusammen. Richtig. Fest. Zusammen halt. Und ich hatte keine Ahnung, wie ich das meinen Kollegen erklären sollte. Wie sollte ich es also dann erst meiner Familie erklären? Das schien mir absolut unmöglich. Camerons Gesichtsausdruck sah ich jetzt schon vor mir. Und seine Stimme erst: „Ich habe es doch gewusst. Nur du wolltest es nicht wahr haben. Ha!“
Rob stupste mich erneut an, diesmal sanfter als der Rippenstoß von vorhin. „Was ist los?“, fragte er leise.
Doch das konnte ich ihm beim besten Willen nicht sagen, denn eigentlich wusste ich selbst nicht, was mich gerade am meisten störte, oder was ich zu tun gedachte.
Ich stand auf. „Entschuldigt mich einen Moment“, sagte ich. „Ich muss mal eben auf die Toilette.“
Ich spürte die Blicke in meinem Nacken und hörte jetzt schon ihre Gedanken:
„Fix und fertig von der Geheimnistuerei.“ – Ashley.
„Und wieder läuft sie davon.“ – Jackson.
„Warum redet sie nicht mit mir?“ – Rob.

Doch ob Rob wirklich genau das dachte, wusste ich nicht. Bei Ashley und Jackson war ich mir sicher.
Schnell ging ich ins Bad und schloss die Tür hinter mir, ließ mich auf der Klobrille nieder.
Ich machte mir eindeutig zu viele Gedanken und genau das machte mich wirklich fertig. Grundlos und völlig überzogen, aber ich konnte mich nicht dagegen stemmen. Die Gedanken überrollten mich und drückten mich erbarmungslos platt.
Ein fieses Gefühl machte sich in meinem Bauch breit und die Magensäure schoss mir die Kehle hoch. Hastig klappte ich die Klobrille hoch und beugte mich würgend über die Toilette. Heraus kam nichts, aber das Übelkeitsgefühl blieb.
Super! Jetzt schlug mir das auch noch auf den Magen!
„Kristen? Ich bin’s, Nikki, mach mal bitte die Tür auf.“
Nikki? Wie benommen öffnete ich die Tür und blickte Nikki überrascht an.
„Du siehst gar nicht gut aus“, kommentierte sie und machte einen unbeholfenen Schritt auf mich zu als fürchtete sie, ich könne einfach umkippen und bräuchte eine Stütze. „Bist du krank?“
„Nein“, sagte ich sofort. „Mich beschäftigt nur einiges und das bekommt meinem Magen nicht.“
„Hat man dir nicht beigebracht, dass man mit dem Kopf denkt? Der Magen ist dafür nicht zuständig.“ Sie lächelte.
Das Eis war gebrochen. Ich lachte und umarmte sie. Ein Anflug von Zuneigung traf mich.
„Wann werdet ihr denn den anderen von euch erzählen?“, fragte sie. Ihre Frage traf mich wie aus heiterem Himmel. Nikkis wissender Blick nahm mir die Entschlossenheit alles abzustreiten – genau so, wie ich es mir anders überlegte, ihr zu sagen, sie solle sich um ihren eigenen Kram kümmern.
„Ich habe noch keine Ahnung wie“, gestand ich. „Sonst hätte ich es wohl schon längst gesagt.“
„Ich fand Robs Idee mit dem Zeitungsartikel gar nicht schlecht, aber ich dachte mir auch, dass dir das zu schnell gehen würde.“
Also wusste Nikki auch davon. Langsam musste ich mich echt fragen, was sie dazu bewegte, Rob zu helfen.
„Meine Familie soll einfach nicht aus der Zeitung erfahren, dass wir zusammen sind.“
„Das wäre ja nicht das erste Mal“, kicherte sie.
„Nein, aber – “
„Aber?“
Ich wollte ihr von Cameron erzählen und Nikki war vertrauenswürdig. Sie schien wieder die Freundin zu sein, die ich mal hatte und endlich wieder haben konnte. Sie würde mir ihre Meinung sagen, wenn ich sie hören wollte und auch, wenn ich kein Interesse daran hatte. Wie eine Freundin, die sie immer gewesen war und die, egal was ich ihr beichten würde, für alles Verständnis hatte – aber auch ihre eigene Meinung!
„Aber?“, hakte sie erneut nach.
Ich seufzte traurig. „Vor meiner Abreise hatte ich eine kleine Auseinandersetzung mit meinem Bruder Cameron. Er meinte, ich würde mir etwas vormachen, was Michael und Robert angeht. Und er hatte ja Recht, aber da war ich ja noch mit Michael zusammen und habe es deshalb abgestritten.“ Nikki nickte und ermutigte mich zum weitersprechen. Sie nahm meine Hände in ihre. „Und jetzt hat er sich per SMS bei mir entschuldigt.“ Ich fischte das Handy zum wiederholten Male aus meiner Tasche und zeigte Nikki die SMS.
„Und du fühlst dich jetzt schuldig?“, fragte sie.
„Ja“, erwiderte ich.
„Dann ruf ihn einfach an“, schlug Nikki unbekümmert vor.
„Was?“, rief ich empört. „Und was soll ich ihm sagen?“
„Die Wahrheit“, antwortete sie trocken. „Sag ihm, dass er Recht hatte und dass du dich entschuldigen möchtest. Dann sagst du, dass du jetzt mit Rob zusammen bist und ihn in den nächsten Tagen erneut anrufen wirst. Sache geritzt und du kannst deine Schuldgefühle ablegen.“
Ich sah sie skeptisch und mit hochgezogenen Brauen an. Wenn das mal so einfach wäre…
„Soll ich für dich wählen?“, sagte Nikki und nahm mir das Handy aus der Hand.
„Ich – “
„Gut, ich wähle für dich.“
Ich stand neben ihr, wie ein stummer Fisch, unfähig mich zu wehren und ließ mir schließlich das Telefon ans Ohr pressen. Nikki sah mich aufmunternd an.
„Cameron Stewart“, hörte ich meinen Bruder sich melden. Ich holte tief Luft und seufzte. „Hey Kristen. Tut mir – “
„Du hattest Recht, Cam“, unterbrach ich ihn rasch, damit er mich nicht noch weiter in Verlegenheit bringen konnte. „Du hattest mit allem Recht, was du mir gesagt hast. Ich habe Robert von Anfang an geliebt und da war kein Platz mehr für Michael. Ich war zu feige um mit ihm Schluss zu machen.“
Cam sagte gar nichts und die Stille tat mir gar nicht gut. Die ganze Zeit sah ich Nikki an – flehend, dass sie einen Plan B hatte, falls Cam mir nicht glaubte.
Er schnaubte. Wenigstens eine Reaktion. „Danke, dass du dazu stehst, Kristen.“
„Und da ist noch was“, sagte ich. Wenn ich schon einmal dabei war, konnte ich auch direkt alle Karten auf den Tisch legen. „Ich bin mit Rob zusammen.“
Cam schluckte geräuschvoll. „Dann hast du mich also angelogen?“
„Nein. Nein, ich habe dich nicht angelogen. Wir sind erst gerade zusammen gekommen.“
Cam pfiff und gluckste. „Na endlich“, brüllte er in den Hörer. „Das wurde auch Zeit. Und wann macht ihr es öffentlich?“
„Noch nicht“, erwiderte ich. „Aber bitte, Cam, tu mir einen Gefallen. Ich möchte es Mom und Dad selbst sagen. Bitte sag zu niemandem etwas, okay?“
„Als wenn ich dir diesen unbequemen Gang streitig machen wollte“, lachte er. „Keine Sorge, von mir erfährt niemand was.“
„Auch nicht deine Freundin“, sagte ich scharf, in Erinnerung an unsere Diskussion.
„Sie war nicht meine Freundin“, gab Cameron unbeeindruckt zurück. „Sie war mir zu kindisch.“
„Auch gut“, sagte ich nur knapp. Was sollte ich sonst auch dazu sagen?
„Ich melde mich dann wieder bei dir, Cam. So langsam muss ich mal wieder zurück.“
„Schöne Grüße an deinen Auserwählten“, grinste Cam und beendete das Gespräch, bevor ich ihm die Leviten lesen konnte.
Lächelnd schaute ich auf das Handy. Ein Stein fiel mir vom Herzen. Die Sache mit Cameron war abgehakt und ich brauchte mir nicht mehr den Kopf zu zerbrechen. Wenigstens ein Problem weniger. Und so entspannt wie meine Mutter auf die Trennung von Michael reagiert hatte, war sie bestimmt auch kein Problem, was mich jetzt fertig machen sollte. Doch das hatte ich noch vor mir und meiner Mutter konnte ich noch nie trauen. Sie reagierte immer anders als erwartet.
„Und, war es so schlimm?“, fragte Nikki und lächelte mich an.
Ich erwiderte ihr Lächeln. „Nein.“ Schnell umarmte ich sie. „Danke, dass du so eine gute Freundin bist. Ohne dich hätte ich Cameron jetzt nicht angerufen.“
„Gut.“ Sie grinste frech. „Und solltest du noch mal ein Problem haben, dann wähle ich auch gerne die Nummer von der Boulevardpresse.“
„Untersteh dich“, schrie ich und klopfte ihr auf die Schulter.
„Das wird schwer“, sagte sie in sachlichem Ton. „Die Welt hat ein Recht auf ihr wahr gewordenes Filmtraumpaar.“
Jetzt musste ich doch einmal nachhaken. „Denkst du wirklich so?“
„Natürlich. Sollte ich nicht?“
„Doch“, sagte ich schnell. „Aber ich – “ Ich blickte zu Boden. „Ich habe zufällig mitbekommen, was du zu Rob gesagt hast. Du weißt schon, das du ihn liebst.“
Nikki sah mich erstaunt und ertappt an, dann seufzte sie und ihre Augen flackerten, versprachen aber auch die Ehrlichkeit ihrer Worte zu unterstreichen.
„Sich nicht in Rob zu verlieben, ist unmöglich und wenn du früher dazu gestanden hättest, hätte ich mich wohl nie getraut es ihm direkt zu gestehen. Aber Rob hat mir klar gemacht, dass er nur dich liebt. Das war mehr als deutlich, wenn auch nicht mit gesprochenen Worten. Ihr gehört zusammen und ich bin deine Freundin. Ich gönne euch euer Glück von ganzem Herzen. Und andere Mütter haben auch noch schöne Söhne.“
Ich lächelte erleichtert und unsere Blicke trafen sich.
Endlich hatte ich meine beste Freundin zurück!

© 2010 by Blutmädchen


Zum 18. Kapitel

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